Neues Album zum 50-jährigen Bühnenjubiläum

Peter Maffay im Interview: Die Anfänge in Waldkraiburg

+
  • schließen

Waldkraiburg/Tutzing - Kürzlich stellte Peter Maffay sein Album zum 50-jährigen Bühnenjubiläum vor. Im Interview mit innsalzach24.de blickt er auf seine Anfänge in Waldkraiburg zurück.

Es ist ein schöner, sonniger August-Tag in Tutzing. Zahlreiche Pressevertreter aus ganz Bayern sind eingeladen zur Vorstellung von Maffays neuestem Album zum 50-jährigem Bühnenjubiläum. Das ganze findet im Red Rooster Studio in der Klenzestraße statt. Genauer gesagt im "Studio 2", einem von drei Studios auf dem Gelände am Rande der Gemeinde. 

Überall an den Wänden auf dem Weg zum Aufnahmestudio sind Erinnerungsstücke von Maffay zu sehen. Aufnahmen von großen Auftritten, Gold- und Platinplatten und dergleichen mehr. Der Musiker ist trotz der vielen, vielen Interviews über Stunden hinweg an diesem Tag noch munter und berichtet im Gespräch mit innsalzach24.de über die Anfänge seiner musikalischen Laufbahn in Waldkraiburg.

Erste Karriereschritte in Waldkraiburg

"Die ersten Schritte meiner musikalischen Karriere, die habe ich in Waldkraiburg gemacht", stellt er fest. Maffay war, zusammen mit seinen Eltern, 1963 aus Rumänien ausgewandert. "Wir hatten Bekannte in Waldkraiburg, die uns über die erste Zeit hinweggeholfen haben und bei denen wir auch gewohnt haben, bis es zu einer eigenen Wohnung in der Böhmerwaldstraße 1 kam." In Waldkraiburg besuchte er zunächst die Schule, wechselte dann auf das Ruperti-Gymnasium in Mühldorf. 

"In dieser Zeit kam dann jemand auf mich zu und sagte: 'Hast du Lust in einer Band mitzuspielen?'" Eine Musikgruppe sollte gegründet werden und es wurde noch ein Gitarist gesucht, der vielleicht auch singen sollte. "Da hab' ich gesagt: Gerne, das mach' ich!" Die Band hieß zunächst die "Beat Boys". "Nicht sehr einfallsreich, aber so hieß sie halt", bemerkt er. "Bei dem Namen blieb es dann, bis wir auf einem Festival spielten, auf dem eine andere Band ausfiel. Die 'Dukes'. Wir sind dann für sie eingesprungen und waren ab dann selbst die 'Dukes'."

Erste Auftritte im "Weißen Hirschen"

Seine ersten Auftritte absolvierte er im "Weißen Hirsch", einem damals beliebten Lokal. "Dort hatten wir einen Proberaum im Keller. Meine ersten Konzerte habe ich dann dort im Festsaal absolviert", berichtet er und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: "In der Folge hat die Band dann die ganze Umgebung unsicher gemacht." Heute gibt es die Stätte seiner musikalischen Anfänge so nicht mehr. Das Gebäude brannte 2010 ab.

 Auch im Mühldorfer "Schützenhaus" absolvierte die Band Auftritte. "So gingen dann die Jahre dahin, auf der einen Seite das Gymnasium und nebenher die Auftritte, bis ich die Schule abgeschlossen habe, nach München gezogen bin, um dort eine Lehre anzufangen und zusammen mit einer Schulfreundin dort Musik gemacht habe." 

Seine Eltern wohnten noch eine Zeit lang in Waldkraiburg, zogen dann aber von dort weg. "Bis dahin war ich noch regelmäßig dort." Als seine Eltern nach Taufkirchen bei Kraiburg umzogen, war er dann nicht mehr so oft in der Industriestadt. "Dann war ich eher in Mühldorf unterwegs." Er würde die Kreisstadt immer noch besuchen, weil sein Vater dort jetzt wohne.

Jubiläums-Album erscheint

Nun also, nach fast einem halben Jahrhundert musikalischer Betätigung kommt also "Jetzt". Es wird am 30. August erscheinen und kann bereits vorgestellt werden. "Es ist ein ziemlich rockiges Album, mehr vielleicht, als die Alben davor. Das vorletzte Projekt war 'MTV Unplugged', von der Stilistik her ein anderes Thema: Akkustische Instrumente, Gäste und so weiter. Das hier ist wirklich ein Band-Album, wie es das zuletzt bei 'Wenn das so ist' vor fünf Jahren gegeben gegeben hat."

Auch die anwesenden Vertreter der Fachpresse zeigen sich durchaus angetan von dem neuen Album. Mancher wippt bei "Jetzt" oder "Morgen" mit der Musik, es werden sich eifrig Notizen gemacht. "Absolut hervorragend produziert", wird gelobt.

Auch noch einmal in Waldkraiburg

2020 geht’s auf Tour, 22 Konzerte. Das Album wird am 29. August in der  Columbiahalle in Berlin vorgestellt. "Eine Stunde vor meinem Geburtstag. Wir feiern und spielen dann in den Geburtstag rein." Ende September wird er übrigens noch einmal nach Waldkraiburg kommen, um ein Schulprojekt am Gymnasium zu unterstützen. "Das ist ein sehr tolles Projekt. Ich freue mich schon darauf." 

Zurück zur Übersicht: Waldkraiburg

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT