Ein Jahr seit letzter Behandlung in Lokalpolitik

Das ist der aktuelle Stand beim Alten Bahnhof

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Der alte Bahnhof in Waldkraiburg. Noch immer wird nach einer Verwendung für Gebäude und Areal gesucht.
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Waldkraiburg - Vor einem Jahr, Ende Oktober 2018, war der Alte Bahnhof zuletzt Thema im Stadtrat. Wir haben uns nach dem aktuellen Stand erkundigt.

"Wir führen weiterhin Gespräche mit verschiedenen Seiten", berichtet Bauamtsleiter Carsten Schwunck. "Allerdings ist dabei bisher noch nichts konkretes herausgekommen." 

EU-Richtlinie zerschlug 2018 Pläne

Mehr als ein Jahr ist es nun her, seitdem der Alte Bahnhof zuletzt Thema in der Waldkraiburger Stadtpolitik war. Damals hatte die CSU ihn als möglichen Standort für das geplante Forschungszentrum ins Gespräch gebracht. Zuvor hatten sich das bisher vielversprechendste Konzept für das Areal zerschlagen. Angedacht gewesen war eine Nutzung als Heilpädagogische Tagesstätte der Franziskanerinnen.

Dies zerschlug sich dann jedoch auf Grund einer EU-Richtlinie. Diese erlaubt um sogenannte Störfallbetriebe herum keine Neubauten diverser schutzwürdiger Nutzungen. Zwei nahegelegene Firmen stellen solche Betriebe da, die Tagesstätte wiederum wäre eine schutzwürdige Einrichtung gewesen. Das Forschungszentrum dagegen wäre eine mögliche Nutzung gewesen. 

"Die Nutzung durch die Tagesstätte ist weiterhin die unwahrscheinlichste Variante für die Zukunft des Bahnhofs", erklärt auch Schwunck. "Wenn es ein passendes neues Konzept gäbe, würden wir das aber natürlich in Erwägung ziehen."

Lange Suche nach Verwendungsmöglichkeit

Schon seit dem Erwerb durch die Stadt 2009 wird nach einem Verwendungszweck für das Gebäude und Areal des Alten Bahnhofs gesucht. Diverse andere Projekte, wie ein Hotel oder Restaurant, wurden immer wieder verworfen. In der Regel waren die, gegenüber vergleichbaren Neubauten, höheren Sanierungskosten dafür verantwortlich. Das grundlegende Konzept für die Nutzung als Heilpädagogische Tagesstätte der Franziskanerinnen war dann bereits im Dezember 2016 beschlossen worden. Danach war es dann eine Weile lang ruhig um das Thema geworden. 

Nach einem Appell durch UWG-Stadtrat Michael Steindl kam dann im März 2018 wieder Bewegung in die Sache und Ende jenes Monats wurde auch das umfassendere Konzept beschlossen.

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