Konzept im Stadtrat vorgestellt

Sparen ausgerechnet bei der Feuerwehr? - So soll's gehen

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Waldkraiburg - Es erscheint erst einmal kurzsichtig, ausgerechnet bei der Feuerwehr zu sparen. Doch die Kommandanten der Wehren im Gemeindebereich erarbeiteten ein überzeugendes Konzept zur Beschaffung von Fahrzeugen.

Erst am vergangenen Donnerstag musste die Feuerwehr zu einem Großeinsatz ausrücken. Grund war ein Chemieunfall in einer Pumpenfabrik. Wichtig dabei war natürlich auch die Verfügbarkeit einr breiten Auswahl an Ausrüstung und Fahrzeugen. 

Aus dem Archiv:

Chemieunfall in Waldkraiburg

Ausgerechnet bei der Feuerwehr zu sparen, erscheint da auf den ersten Blick kurzsichtig. Doch die Finanzen der Stadt Waldkraiburg sind bekanntlich nicht im besten Zustand. Daher wurden schon allerhand Sparmaßnahmen beschlossen. 

Jedoch können dabei durchaus nützliche Effekte erzielt werden, wie schon bei der Vorstellung des Feuerwehrbedarfsplans bei der Bürgerversammlung und der Stadtratssitzung im Mai klar wurde. Die Ausrüstung der Wehren im Gemeindebereich soll künftig spezialisierter werden. Je nach Lage sollen sie sich etwa auf Chemieunfälle oder Hochwasserschutz spezialisieren.

Präsentation des Feuerwehrkonzepts durch die Feuerwehr Waldkraiburg

Doch nicht nur bei der Ausrüstung, auch beim Fuhrpark sollen Einsparungen vorgenommen werden. Dazu wurde nun ein gemeinschaftliches Fahrzeugkonzept durch die Wehren im Gemeindebereich unter Federführung des Waldkraiburger Kommandanten Bernhard Vietze erarbeitet und am Dienstag im Stadtrat vorgestellt. Neben den Kommandanten beziehungsweise Vertreter der drei Ortsteilfeuerwehren St. Erasmus, Pürten, Ebing Amt war auch das Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung der Kreisbrandrat sowie der Stadtrat Frieder Vielsack (UWG) an der Ausarbeitung beteiligt.

"Uns ging es darum, die Notwendigkeiten zum Schutz der Bevölkerung mit einer Optimierung des Fuhrparks und Kosteneffizienz in Einklang zu bringen", erläuerte Vietze. Bis 2020 sind bei den Wehren einige Neuanschaffungen nötig, etliche der Fahrzeuge sind über dem empfohlenen Alter für eine Neuanschaffung von zwanzig Jahren. Statt des Ersatzes aller veralteten Fahrzeuge sieht das Fahrzeugkonzept die Stillegung oder Zusammenfassung von Fahrzeugnutzungen vor. Die Waldkraiburger Feuerwehr verzichtet dabei auf drei Fahrzeuge, diese können jedoch kompensiert werden. Auf diese Art können fast 300.000 Euro eingespart werden. Durch Sammelbestellungen mit anderen Gemeinden sind möglicherweise noch weitere Einsparungen möglich.

Vietze betonte, alle beteiligten Orsteilwehren und deren Kommandanten würden die Notwendigkeit und den Nutzen des Konzepts sehen. Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) lobte die gute Zusammenarbeit bei der Erarbeitung des Konzepts.

Auch der beteiligte Stadtrat Frieder Vielsack lobte die gute Zusammenarbeit. "Manchmal wurde es etwas laut und klare Worte gefunden, aber es waren stets konstruktive Diskussionen." Brunnhuber: „Respekt für die ganze Arbeit.“ Sowohl SPD als auch CSU lobten das Konzept. Anton Sterr (CSU) lobte, das so belastbare Zahlen für den Haushalt entstünden.

Weitere Themen aus der Stadtratssitzung am Dienstag:

Rubriklistenbild: © dpa

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