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Abhilfe gegen Platzmangel: Weiterer KiTa-Standort gefunden

Waldkraiburg: Neue KiTa soll bei bestehender St. Christopherus in Kopernikus-Straße entstehen
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Das Grundstück an der Kopernikusstraße (E) setzte sich gegen die Grundschule an der Graslitzer-Straße (A) und die Prießnitz-Straße (D) durch. B (Holzkirche an der Enzianstraße) und C (Schweidnitzer Weg) wurden nicht näher betrachtet.

Waldkraiburg - Die Stadt braucht dringend mehr Kindergarten- und Krippenplätze. Nun ist ein weiterer Schritt getan, dem Bedarf entgegen zu kommen.

"Wenn auch der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag dem Projekt noch seinen Segen gibt, können wir uns hier auf den Weg machen", erklärt Bauamtsleiter Carsten Schwunck gegenüber innsalzach24.de. "Es müssen dann noch Gespräche mit Grundstücksbesitzern und weiteren Betroffenen geführt und ein Architektenbüro gefunden werden." 


Der Bauausschuss sprach sich in seiner jüngsten Sitzung für einen Teil des Kirchengrundstückes an der Kopernikusstraße als Standort für die Errichtung einer neuen Kindertageseinrichtung aus. Der Neubau soll neben der bestehenden KiTa "St. Christopherus" entstehen. Er soll mindestens jeweils vier Kinderkrippen- und Kindergartengruppen und die notwendigen Nebenräumen sowie erforderlichen Freiflächen besitzen. 

Kindergartenbetrieb könnte während Neubau fortgeführt werden

"Bei der Vorstellung einer Machbarkeitsstudie zur Standortsuche für Kinderbetreuungseinrichtungen im Stadtrat im Dezember 2019 war beschlossen worden, einen zusätzlichen Standort zu suchen", so die Stadtverwaltung. Dabei wurde bereits das Kirchengrundstück bei der Kindertageseinrichtung Christophorus an der Kopernikusstraße favorisiert. Insgesamt waren drei potenzielle Standorte in der Auswahl. Das Kirchengrundstück setzte sich dabei gegen die Grundschule an der Graslitzer Straße und die Prießnitz-Straße durch.


Eine Machbarkeitsstudie durch ein Architekturbüro zeigte dann, dass das Projekt im notwendigen Maß möglich wäre. Der bestehende Kindergartenbetrieb könnte in der bestehenden Größe weitergeführt werden. "Nach Rücksprache mit der Kirchenverwaltung sind diese mit der Errichtung einer Kindertageseinrichtung in der vorgegebenen Größenordnung einverstanden, die entsprechenden Regelungen und Vorgaben müssen noch ausgearbeitet und besprochen werden."

Für die Lage des neuen Gebäudes sind zwei Varianten denkbar: 

  • Ein freistehendes Gebäude mit Anbindung an den bestehenden Bau durch einen überdachten Verbindungsgang
  • Der direkte Anschluss an das bestehende Gebäude. Hierzu müsste jedoch das Caritas-Gebäude zurück gebaut werden. Hierzu gibt es bereits Gespräche mit der Kirchenverwaltung.

Stark gestiegener Bedarf nach Plätzen

Anfang 2018 hatte sich überraschend herausgestellt, dass der Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen sehr viel höher war, als zunächst angenommen. Sie überschritten damit die Kapazitäten der Einrichtungen von kirchlichen Betreibern. Abhilfe sollen nun städtische Einrichtungen bringen.

Nach einer längeren Standortsuche konnte schließlich Anfang Oktober 2018 eine übergangsweise Container-Einrichtung am Kalander eröffnet werden. Daneben entstanden im ehemaligen SGF-Sozial-Gebäude an der Haidaer Straße dauerhafte Räumlichkeiten.

Allerdings zeichnete sich damit schon ab, dass das alleine auf die Dauer nicht reichen würde. Daher musste auch der Standort am Kalander weiter betrieben werden. Die geplante Eröffnung der A94 Ende des Jahres und der damit einhergehend zu erwartende Zuzug würde noch einmal einen enormen Bedarf schaffen. "Jetzt schon rufen Leute aus dem Münchner Umland an und fragen: 'Wie kommen wir an Plätze?'", berichtete damals Martina Kainz, Leiterin des Sachgebiets Kinder, Jugend, Schule, Sport in der Stadtverwaltung.

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