Existenzgründerwettbewerb in Waldkraiburg - Erstes Jurytreffen

Mut, Einsatz und Kreativität sind gefordert

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Die Jury: Dr. Andreas Holzapfel, Ulli Maier, Bürgermeister Robert Pötzsch, Geschäftsführerin der Stadtmarketing Waldkraiburg GmbH Laura Pauli, Sonja Gehring und Maria Utz (v.l.n.r.).

Waldkraiburg - Wer eine innovative Geschäftsidee testen und dabei nur ein geringes Risiko eingehen möchte, der sollte beim Existenzgründerwettbewerb mitmachen.

Wer dann noch Kreativität, Einsatzbereitschaft und ein wenig Mut mitbringt, hat gute Chancen, von der Fachjury den Zuschlag zu bekommen. Der Existenzgründerwettbewerb Waldkraiburg soll zukünftigen Gewerbetreibenden die Chance bieten, neue, innovative Geschäftsideen für mehrere Monate in einem Ladengeschäft mit nur geringem Risiko zu testen. Der Wettbewerb läuft bereits seit dem 1. März. Bewerber mit kreativen Ideen können noch bis zum 30. April ihre Unterlagen einreichen.

Das zu realisierende Ladenkonzept wird nach Bewerbungsschluss durch eine hochkaratige Jury ausgewählt. Deren Mitglieder sind bereits zu einem ersten Treffen im Rathaus zusammengekommen. Neben dem Ersten Bürgermeister der Stadt Waldkraiburg, Robert Pötzsch, und der Geschäftsführerin der Stadtmarketing Waldkraiburg GmbH, Laura Pauli, gehören der Jury an: 

Sonja Gehring von der IHK München und Oberbayern, Dr. Andreas Holzapfel von der Kanzlei Dr. Holzapfel, Lurz und Kollegen, die Filialleiterin der Sparkasse Altötting-Mühldorf in Waldkraiburg, Maria Utz und der Vorsitzende der Industriegemeinschaft Waldkraiburg-Aschau, Ulli Maier. Natürlich sind auch Dr. Manfred Heider und Daniel Abbenseth, von der Dr. Heider Standort- und Wirtschaftsberatung GmbH, die das Projekt betreut, Teil der Jury.

Bürgermeister Robert Pötzsch sieht als einer seiner wichtigsten Aufgaben die Entwicklung der Stadt in der Gegenwart und vor allem in der Zukunft an. Seiner Einschätzung nach wird es für Fachgeschäfte durch die Entwicklung der letzten Jahrzehnte, wo vielerorts am Stadtrand große Einkaufszentren entstanden sind oder das weltweite Shopping per Internet, immer schwieriger zu überleben. Die Abwanderung aus den Innenstädten und der damit steigende Leerstand sind nur zwei von vielen fatalen Entwicklungen in der Gesellschaft.

Im Existenzgründerwettbewerb sieht Robert Pötzsch die große Chance, Menschen mit innovativen Ideen, die Möglichkeit zu geben, das finanzielle Risiko etwas zu reduzieren und mit der fachlichen Unterstützung der Jurymitglieder den Weg in die Selbstständigkeit zu erleichtern.

 „Als Bürgermeister sehe ich die Möglichkeit, durch die Reduzierung des Leerstandes die Stadt, vor allem die Innenstadt, wieder lebendiger zu machen,  was nicht nur die Lebensqualität der eigenen Bürger steigert, sondern Gäste aus Nah und Fern anzieht!“

Auch ein Ziel: Unternehmergeist fördern

Laura Pauli, Geschäftsführerin der Stadtmarketing Waldkraiburg GmbH, die das Projekt Geschäftsflächenmanagement und den daraus resultierenden Existenzgründerwettbewerb initiiert hat, ist es als Verantwortliche für Wirtschaftsförderung und Geschäftsflächenmanagement ein Anliegen, das Potential der Stadt zu entwickeln.

„Gerade in einer Zeit, in der Gewerbeflächen immer knapper werden, ist die Förderung von Innovation und Unternehmertum ein deutliches Signal einer zukunftsorientierten, modernen jungen Stadt. Der Existenzgründerwettbewerb bietet aus meiner Sicht eine einzigartige Chance nicht nur Leerstände mittels zukunftsträchtiger Konzepte zu vermeiden, sondern auch Existenzgründungen – und damit den Unternehmergeist in der Stadt – zu fördern“, so Laura Pauli.

Die Geschäftsführerin der Stadtmarketing Waldkraiburg GmbH ist sich sicher, dass der Wettbewerb auch die Chance bietet, innovative Geschäftskonzepte und Jungunternehmer in die Stadt zu ziehen und so das Angebot der Stadt zu entfalten und wettbewerbsfähiger zu machen.

Die IHK deckt die betriebswirtschaftliche Seite ab

Sonja Gehring ist als betriebswirtschaftliche Beraterin der IHK für München und Oberbayern vor allem für die Beratung von Existenzgründern, Unternehmern sowie Übergebern und Nachfolgern in den Landkreisen Altötting, Mühldorf, Erding und Freising zuständig. Sie ist unter anderem bei Themen wie Businessplan, Gründungsformalitäten und Gesellschaftsform oder aber Fördermöglichkeiten, Innovation und Standortfragen die richtige Ansprechpartnerin.

"Der optimale Kandidat reicht einen gut fundierten Businessplan ein, der über die Attraktivität der Gründungsidee, die Alleinstellungsmerkmale des Geschäftsmodells und die Marktchancen überzeugt“, so Sonja Gehring.

„Der Gründer kann Erfahrungen und Kenntnisse in der Branche und im kaufmännischen Bereich vorweisen und bringt Unternehmerqualitäten und Vertriebs- und Entscheidungsstärke mit. Die Finanzierung des Vorhabens ist gesichert. Das Produktangebot bereichert das bestehende Angebot in Waldkraiburg und erzeugt idealerweise Komplementäreffekte“, so die betriebswirtschaftliche Beraterin der IHK für München und Oberbayern.

Gleich zu Beginn die Weichen richtig stellen

Dr. Andreas Holzapfel von der Kanzlei Dr. Holzapfel, Lurz und Kollegen freut sich sehr über die Initiative der Stadtmarketing Waldkraiburg GmbH mit dem Existenzgründerwettbewerb. Als Steuerberater hat er auch beruflich sehr viel mit Existenzgründern zu tun und weiß aus dieser Erfahrung, dass eine breite Unterstützung sehr wichtig für den nachhaltigen Erfolg ist. 

Seiner Ansicht nach ist es daher von großer Bedeutung, die Weichen in der Startphase richtig zu stellen. Wenn dann noch Leidenschaft, Können und Einsatz der Gründer dazukommen, etablieren sich junge Unternehmen in der Regel am Markt. Das hat nicht nur für den Unternehmer einen positiven Effekt: „Von den erfolgreichen Start-Ups profitieren nicht nur die Unternehmer selber, sondern auch die Mitarbeiter, Vermieter, Kunden, Lieferanten und nicht zuletzt auch die Stadt selbst.“

Mehr Leben für die Innenstadt

Die Filialleiterin der Filiale am Stadtplatz der Sparkasse Altötting-Mühldorf, Maria Utz, ist in Zusammenarbeit mit der Firmenkundenabteilung regelmäßig mit Geschäftskunden in Kontakt. Daher kann sie sich mit ihrem gesammelten Erfahrungsschatz und ihren langjährigen Wissen aus der Betreuung von Geschäftskunden in den Existenzgründerwettbewerb einbringen und die Existenzgründer hiervon profitieren lassen.

Von dem Wettbewerb erhofft sie sich gute Geschäftsideen, damit die Innenstadt wieder mehr Leben bekommt. „Der optimale Gewinner dieses Wettbewerbs hat aus meiner Sicht ein Konzept, das sich über Jahre vor Ort hält und das es dem Betreiber ermöglicht, gut davon leben zu können. Ich freue mich auf die verschiedenen Ideen der Bewerber“, so Maria Utz.

Mitte Mai wird der Sieger gekürt

Der Geschäftsführer der Maier Walzen GmbH, Ulli Maier, weiß als Industrie-Existenzgründer in Waldkraiburg sehr gut, was auf Bewerber bzw. Interessenten zukommt. Er hat auch im eigenen Industriebetrieb viel mit Existenzgründern zu tun, die Produkte der Maier Walzen GmbH benötigen, sei es im Bereich Handel oder der Eigenfertigung.

Ulli Maier sieht seine Beurteilungs- und Beratungsstärken daher vor allem in der Analyse des Konzeptes, der Wertung der Person und der Finanzplanung. Für ihn hat der Existenzgründerwettbewerb viele interessante Aspekte: „Waldkraiburg kommt positiv in die Öffentlichkeit, wir tun aktiv etwas gegen den Leerstand, wir animieren Bürger sich zu engagieren und versuchen etwas Gutes für die Innenstadt zu erreichen.“ In Maiers Augen ist der optimale Gewinner jemand, der eine Marktlücke oder unterpräsentiertes Produktsegment in Handel oder Dienstleistung findet und sich damit in Waldkraiburg behaupten kann.

Die hochkarätig besetzte Jury wird Mitte Mai wieder zusammenkommen, um die eingegangenen Bewerbungen zu beurteilen und den oder die Sieger zu küren.

Pressemitteilung Stadt Waldkraiburg

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