"Schade, dass es solche Dreckbären gibt"

Wie löst man das Müllproblem am Innufer? So diskutiert ihr darüber

Waldkraiburg: Müllproblem am Innufer - Das sagen unsere Leser
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Am Innufer, nicht nur bei Waldkraiburg, ist Ärger mit abgelagertem Müll seit Jahren ein Problem.

Waldkraiburg - Müll und unerlaubtes Grillen am Innufer ist offenbar ein Problem, das unsere Leserschaft elektrisiert. Wir haben zusammengefasst, wie ihr über das Thema diskutiert habt:

"Schade, dass es solche Dreckbären gibt, dass die schönsten Naturgebiete gesperrt werden müssen", meint Alois O. unter dem Facebook-Post zu unserem Artikel vom Dienstag. Dem widerspricht Reinhard W.: "Wieso sollte man sperren? Die Mehrheit benimmt sich ordentlich, die werden dann auch bestraft." Stattdessen solle man diejenigen bestrafen, die Müll hinterlassen. "Das wird aber leider nie passieren. Stattdessen Kollektivstrafen und die sind immer ungerecht." 


Bürgermeister mahnt zu besserem Verhalten

"Das Verhalten mancher Leute im geschützten Bereich der Innauen ist leider weiterhin ein Problem", hatte Erster Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) am Rande der jüngsten Stadtratssitzung in Waldkraiburg berichtet. "Wir werden dort nun erneut Infotafeln aufstellen, um die Leute für das Thema zu sensibilisieren." Er erinnerte daran, dass es sich dort um ein äußerst sensibles Naturschutzgebiet handle. "Ich hoffe sehr, dass sich die Leute einsichtig zeigen", schloss das Gemeindeoberhaupt, "Sonst werden eventuell schärfere Maßnahmen nötig."

Unter dem Facebook-Post zum Artikel wurde in der Folge ausführlich diskutiert. Auch eine Abstimmung auf innsalzach24.de fand bisher regen Zuspruch. Stand Mittwochnachmittag meint dabei eine Mehrheit der Abstimmenden, dass die Behörden mehr gegen Fehlverhalten wie das Ablagern von Müll oder unerlaubtes Grillen tun sollten.


Kritische Haltung zu Hinweistafeln

Dass nun neue Hinweistafeln aufgestellt werden sollen, halten in der Diskussion auf Facebook viele für nicht sinnvoll. "Tafeln werden wenig bringen, denn die werden nur besprüht", meint etwa Sigrid N.. "Ordentliche Menschen wissen von allein, was gutes Verhalten ist und den Prollos ist sowieso alles egal." Sie plädiere stattdessen für verstärkte Kontrollen. Dem schließt sich auch Heidi B. an, die auch um die angedeuteten schärferen Maßnahmen bittet.

Das Problem betrifft zudem offenbar nicht nur Waldkraiburg. "Das gleiche Problem gibt es an der Innlände in Mühldorf auch in den Sommermonaten!", klagt Uwe N.. Viele andere stimmen mit ihm darin überein. Teils wird angeregt, dem Problem mit Müllsammelaktionen durch Freiwillige entgegenzusteuern. Dazu gibt es aber auch kritische Stimmen. "Wenn, dann müssen die Verursacher geschnappt werden und die sollen dann den Müll wegräumen", schreibt Reinhard W..

Seit Jahren ein Problem

Müll am Innufer ist schon seit Jahren ein Problem. Immer wieder muss die Polizei dort auch Grillpartys auflösen. Besonderes Aufsehen verursachte im April 2018 der Fall eins Waldkraiburgers, der dabei erwischt wurde, wie er unerlaubt eine große Party dort feierte. Nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz darf das Areal zum Genuss der Naturschönheiten grundsätzlich jeder betreten. Allerdings bedeutet das keine Erlaubnis, dort zu grillen. 

Öffentliche Grillplätze können nicht eingerichtet werden. Denn zum einen sind die Innauen ein besonders schützenswerter Bereich. Zum anderen müsste dann auch eine umfangreiche Infrastruktur mit Parkplätzen, Toiletten und so weiter angelegt werden.

hs

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