Beschluss des Ministerrats

10 Millionen Euro für Forschungsstandort Waldkraiburg vorgesehen

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Ministerpräsident Söder betritt am Dienstag den Kabinettssaal der bayerischen Staatskanzlei. Der Ministerrat befasste sich in der Kabinettssitzung mit den Bereichen Hochschule und Forschung, in dem auch eine Strategie zur Luftmobilität, Healthcare-Robotik und Weiterentwicklung der Fachhochschullandschaft besprochen wurde.
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Waldkraiburg - Am Dienstag beschloss der Ministerrat im Rahmen eines größeren Investitionspakets für Hochschulen in Bayern auch die Finanzierung für den Forschungsstandort in Waldkraiburg.

Der Ministerrat hat, wie die Bayerische Staatsregierung in einer Pressemitteilung verkündet, am Dienstag ein umfassendes Maßnahmenpaket für den Hochschulausbau in allen Regierungsbezirken beschlossen. Um weitere Potentiale zu heben und die Hochschulen noch stärker auf Zukunftsthemen auszurichten, baut der Freistaat in den kommenden Jahren in allen Regierungsbezirken das Hochschul-Angebot aus

Dies umfasst auch eine Aufwertung der Hochschule Rosenheim zur Technischen Hochschule und Errichtung eines Zentrums für biobasierte Materialien (ZBM). Die Hochschule Rosenheim wird zum Start des Wintersemesters 2018/19 zur Technischen Hochschule aufgewertet. Sie erhält hierfür zusätzlich eine Million Euro pro Jahr sowie 68 zusätzliche Stellen, um ihr Profil weiter zu stärken und neue technische und medizinische beziehungsweise gesundheitswissenschaftliche Studiengänge anzubieten.Für eine noch praxisnähere Lehre und Forschung entsteht für rund 100 Millionen Euro ein Technologiepark mit modernen Labor- und Versuchsanlagen, von dem auch die Unternehmen im Raum Rosenheim profitieren werden. An der Hochschule Rosenheim entsteht außerdem ein Zentrum für biobasierte Materialien (ZBM), für das Waldkraiburg als Standort vorgesehen ist. Ziel ist die Technologieführerschaft im Bereich holzbasierter Materialinnovation. Dafür wird der Freistaat rund 10 Millionen Euro investieren.

Geteilte Meinungen in Waldkraiburg

Im April hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Rahmen seiner Regierungserklärung bekanntgegeben, dass die Rosenheimer Fachhochschule zur Technischen Hochschule wird. Zusätzlich solle mit einem Technologie-Transferzentrum mit dem Schwerpunkt auf biobasierten Materialwissenschaften in Waldkraiburg die künftige TH Rosenheim ein weiteres Standbein erhalten. Die Meinungen dazu sind in Waldkraiburg geteilt. Seitens der Stadt ist man durchaus optimistisch und führt bereits Gespräche mit der Rosenheimer Hochschulleitung. Dagegen der Vorsitzende der Industriegemeinschaft und UWG-Stadtrat Ulli Maier gab sich eher skeptisch. "Wir sind beim Thema Hochschul-Standort gebrannte Kinder. Wir wurden damals gegen Mühldorf ausgespielt." Waldkraiburg war bereits 2016 im Gespräch für einen Hochschulstandort. Damals fiel jedoch die Wahl dafür auf die Kreisstadt. Er verwies außerdem auf die Erfahrungen mit der Fachhochschule in Mühldorf und der völlig unklaren Finanzierung, die auf die Kommunen abgewälzt werde. Er betonte: "Wenn das so läuft wie in Mühldorf, bin ich skeptisch."

hs/Pressemitteilung Bayerische Staatsregierung

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