Nach brutalem Angriff in Waldkraiburg

Festnahme in Aschau am Inn: Polizei verhaftet mutmaßlichen Messerstecher

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Waldkraiburg - Nach der Messerstecherei am Samstagabend auf dem Parkplatz eines Kino-Betriebs, bei der ein Mann lebensgefährlich verletzt wurde, konnte die Polizei am Dienstag eine tatverdächtige Person in Aschau am Inn festnehmen.

Update, 15.52 Uhr: Pressemeldung der Polizei

Die Meldung im Wortlaut:

Nachdem es am späten Samstagabend, 19. Oktober, im Stadtgebiet von Waldkraiburg zwischen zwei Männern zu einem handfesten Streit gekommen war, in dessen Verlauf ein 41-Jähriger lebensgefährliche Stich- und Schnittverletzungen erlitt, wurde am Dienstvormittag, 22. Oktober, der bislang flüchtige Tatverdächtige festgenommen. 

Wie bereits am 21. Oktober berichtet, gerieten am vergangenen Samstagabend zwei Männer aus bislang nicht näher bekannten Gründen in Waldkraiburg in Streit

Hierbei soll einer der Männer ein Messer gezückt haben und damit auf den anderen losgegangen sein. Das 41-jährige Opfer wurde durch mehrere Stich- und Schnittverletzungen lebensgefährlich verletzt. Dank sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen und einer Notoperation konnte das Leben des Mannes gerettet werden. 

Der Täter konnte sich vom Tatort entfernen. Nach Übernahme der Sachbearbeitung wurde bei der Kriminalpolizeistation Mühldorf am Inn die Ermittlungsgruppe „Kino“ gegründet, die unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft seitdem mit Hochdruck an der Festnahme des Tatverdächtigen und Aufklärung des Sachverhaltes arbeitet. 

Am Dienstag konnte der dringend Tatverdächtige von Beamten der Kripo Mühldorf mit Unterstützung von Kräften der Polizeiinspektion Waldkraiburg und eines Diensthundeführers der OED Traunstein in Aschau am Inn festgenommen werden. 

Es handelt sich um einen 39-jährigen deutschen Staatsangehörigen aus Waldkraiburg, der in der Vergangenheit bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten ist. Er wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft umgehend einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Der 39-Jährige wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. 

Die Arbeit der Ermittlungsgruppe „Kino“ ist selbstverständlich noch lange nicht erledigt. So gilt es für die ermittelnden Beamten unter anderem, den genauen Tatablauf zu rekonstruieren und die zahlreichen Spuren auszuwerten.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Update, 15.08 Uhr: Mutmaßlichen Messerstecher gefasst

Der mutmaßliche Täter der Messerstecherei in Waldkraiburg ist offenbar gefasst. Eine Person konnte am Dienstag in Aschau am Inn festgenommen werden, wie Pressesprecherin Carolin Hohensinn vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd soeben auf Anfrage von innsalzach24.de bestätigte. Die Person soll im direkten Zusammenhang mit dem Vorfall am Samstagabend stehen. 

Zur Identität der festgenommen Person wollte sich die Polizei derzeit noch nicht äußern. Auch über weitere Ermittlungsdetails und Angaben zur Sache soll erst eine Pressemitteilung im Laufe des Tages informieren.

mz/mw

Erstmeldung:

"Die Ermittlungen in dieser Sache laufen weiterhin", betont Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, gegenüber innsalzach24.de. "Es wurde inzwischen sogar eine spezielle Ermittlungsgruppe 'Kino' bei der Kriminalpolizei eingerichtet. Diese besteht aus sieben Beamten und arbeitet mit Hochdruck." Sie nehme unter 08631/3673-0 weiterhin Hinweise aus der Bevölkerung an. "Die Öffentlichkeit wird über den Fortschritt der Ermittlungen zu gegebener Zeit informiert werden." 

Mann bei Messerstecherei lebensgefährlich verletzt

Laut dem Polizeibericht gerieten am späten Samstagabend, 19. Oktober, zwei Männer in Waldkraiburg in Streit. In dessen Verlauf habe einer der beiden ein Messer gezückt und seinen Kontrahenten damit erheblich verletzt. Das 41-jährige Opfer sei durch mehrere Stich- und Schnittverletzungen lebensgefährlich verletzt worden. Dank sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen und einer Not-Operation würde sich der Geschädigte mittlerweile aber wieder auf dem Weg der Besserung befinden. 

Bilder vom Polizeieinsatz am Samstagabend:

Polizeieinsatz an Parkplatz in Waldkraiburg

Der Täter konnte flüchten. Das Motiv und in welcher Beziehung Opfer und Täter zueinander standen, sind weiterhin unklar. Nähere Angaben zur Identität von Täter und Opfer sowie zur genauen Beschaffenheit der Tatwaffe macht die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.

Der Tatort liegt am Rande des Parkplatzes zwischen Staatsstraße 2091, Kreisverkehr und Daimlerstraße

Laut Angaben von vor Ort gibt es Vermutungen, dass es zuvor einen Streit in einem Lokal gegeben hat, welcher sich dann nach draußen verlagerte und dort schließlich blutig eskalierte. Offiziell bestätigt ist dies bislang jedoch noch nicht. Beim Ort des Geschehens handelt es sich um den Bereich eines kleinen Treppenaufgang, welcher vom Parkplatz des Kino-Betriebs zum Gehweg an der Straße führt. 

Noch in der Nacht wurden umfangreiche Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen eingeleitet. Noch am Montag liefen Polizeieinsätze, wobei auch Kräfte eines Sondereinsatzkommandos (SEK) beteiligt waren. 

hs

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