Nach Beschluss gegen neues Konzept

Zu marode: Das passiert jetzt mit dem "Urelefant"-Erlebnisweg

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Der bestehende Erlebnisweg ist zu marode geworden. Daher musste nun eine Entscheidung über seine Zukunft fallen.
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Waldkraiburg - Wie geht es mit dem "Urelefant"-Erlebnisweg weiter? Der Bauausschuss beschloss in seiner jüngsten Sitzung das weitere Vorgehen.

"Nachdem das Vorhaben für den Ausbau eines Erlebnisweges zur Fundstelle des 'Ebinger Urelefanten' gescheitert ist, stellt sich die Frage zum Erhalt der bestehenden Wanderwege und Einrichtungen", berichtet Carsten Schwunck, Leiter der Stadtentwicklungs- und Bauabteilung der Stadt Waldkraiburg im Gespräch mit innsalzach24.de. Konkret gehe  es um die Wege, die Treppe, Bänke, Infotafeln und den Wanderwegweiser. "Die Einrichtungen wurden zuletzt im Jahr 2005 auf Initiative der Inhaberfamilie der Ausflugsgaststätte 'Ebinger Alm' von Mitgliedern des Ebinger Gartenbauvereins und der Stadt Waldkraiburg erneuert und sind aktuell in einem schlechten Zustand."

"Der bestehende Gestattungsvertrag war für die Stadt Waldkraiburg kostenfrei. Unterhalt und Pflege der Einrichtungen erfolgte durch die Stadtwerke mit geringen Aufwand im Rahmen der laufenden Jahresdienstleistungen für Wege- beziehungsweise Grünflächenunterhalt." Der neue Grundstückseigentümer habe angeboten, dass der Vertrag neu abgeschlossen werden könne, wenn die Stadt eine jährliche Pacht von 1.000 Euro zahlt und Baumkontrollen und –pflege, Mähen der Wegränder und so weiter an ihn überträgt, sowie den anfallenden Aufwand zu einem Stundensatz etwa 53 Euro vergütet.

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"Die Verwaltung und ein Vertreter der Inhaberfamilie der 'Ebinger Alm' haben beraten, ob es zweckmäßig ist, den bestehenden Wanderweg in dem bestehenden Zustand aber mit höherem Kostenaufwand für Grundstücksnutzung und –unterhalt zu erhalten oder den Wanderweg aufzugeben und alle Einrichtungen, insbesondere Hangtreppe, Bänke, Infotafel und Hinweisschilder, abzubrechen", so Schwunck."Auf dem Weg kann dann weiterhin im Rahmen des verfassungsrechtlichen Begehungsrechts für Feld und Flur gewandert werden, ohne dass eine erhöhte Verkehrssicherungspflicht für den Grundstückseigentümer entsteht. Angesichts des voraussichtlichen Kostenaufwandes von mindestens 4.000 Euro erscheine der geringe Nutzen nicht mehr verhältnismäßig und daher werde ein vollständiger Rückbau der Einrichtungen vorgeschlagen.

Noch Teil von Tour

Der Tourismusverband Inn-Salzach habe noch auf die Folgen in Bezug auf den Tourismus aufmerksam gemacht. Der Fundort sei aktuell Gegenstand der Radtour "Eiszeit Tour". Auf allen Radkarten, im Internet und Broschüren werde darauf hingewiesen. Darüber hinaus müsste an der Abzweigung bei der Kirche in Ebing der Radwegweiser ausgetauscht werden. Des Weiteren sei der Fundort auch Teil der Broschüre Stadt, Land, Fluss. Auch im Kreismuseum in Mühldorf und im Paläontologischen Museum werde auf den Fundort verwiesen.

"Da ein kompletter Rückbau enormen finanziellen und administrativen Aufwand für den Tourismusverband Inn-Salzach bedeuten würde, verfolgt die Verwaltung das Ziel, in Abstimmung mit der Inhaberfamilie der 'Ebinger Alm' im dortigen Bereich eine Infotafel zum Hintergrund der Fundstelle des 'Ebinger Urelefanten' aufzustellen." Inhaltlich sollen die Informationen nicht dazu verleiten, in das Landschaftsschutzgebiet zu wandern. Die Gesamtkosten einer entsprechenden Infotafel, in einheitlichem Stahlrahmen wie die Tourismus-Infotafel am Dorfplatz Pürten, betragen etwa 6500 Euro.

hs

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