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Noch ist nichts entschieden

Lobby der Generation –Waldkraiburgs Jugendparlament will sich nach Wahlen aktiver aufstellen

Engagieren sich aktuell im Waldkraiburger Jugendparlament: (von links) Anda Mayer, Ediz Erdönmez, Anja Weber, Lia Mayer, Emma Graupner, Christoph Arz, Niklas Renner und Paul Gaugeler.
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Engagieren sich aktuell im Waldkraiburger Jugendparlament: (von links) Anda Mayer, Ediz Erdönmez, Anja Weber, Lia Mayer, Emma Graupner, Christoph Arz, Niklas Renner und Paul Gaugeler.

Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren, die in Waldkraiburg leben oder hier ihren Lebensmittelpunkt haben, können sich für die Wahl zum Jugendparlament aufstellen lassen.

Waldkraiburg – Sich gemeinschaftlich lokalpolitisch engagieren – dieses Ziel hatte sich das Jugendparlament (Jupa) bei seiner Gründung vor 25 Jahren gesteckt.

Mit dem Jubiläum fallen heuer die Neuwahlen zusammen. Eine Gelegenheit, wieder stärker am ursprünglichen Ziel anzuknüpfen und sich stärker für die Belange der Jugendlichen einzusetzen.

Noch ist nichts entschieden: Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren, die in Waldkraiburg leben oder hier ihren Lebensmittelpunkt haben, können sich für die Wahl zum Jugendparlament aufstellen lassen. Gewählt wird erst Ende Juli. Doch lange vor der Wahl steht die Marschrichtung für die nächsten Jahre fest. „Wir wollen das Jupa nach den Wahlen anders aufstellen“, erklärt Jugendreferent Christoph Arz.

Mit Lust an der aktiven Gestaltung

Politik und Jugend sollen wieder mehr in den Vordergrund, die Jugendlichen sollen aktiv mitbestimmen und bei Entscheidungen mit einbezogen werden. „Das Jugendparlament ist dazu da, dass die Jugendlichen bei bestimmten Themen nachhaken, und auch mal unangenehm werden können“, sagt Arz.

Eine Lobby für die Jugend – das will das Jugendparlament sein. Sich für Probleme und Wünsche einsetzen, überparteilich mit dem Mühldorfer Jugendparlament zusammenarbeiten, aber auch weiterhin als Gruppe Aktionen veranstalten. Ganz einfach mehr Partizipation.

Dazu braucht es aber auch engagierte Jugendliche, die sich stark machen wollen. Gibt es die oder will sich die Jugend selbst keine eigene Stimme geben? „Das Jugendforum hat gezeigt, dass die Jugendlichen mitbestimmen wollen. Dass sie Lust haben, aktiv zu werden“, sagt Christoph Arz. In einem ersten Schritt müsste man nun ihnen Räume zur Verfügung stellen, Angebote für sie schaffen. Gleichzeitig aber für die Jugendlichen selbst präsenter werden.

„Das Jugendparlament muss sich erfahrbar machen“, sagt Niklas Renner, Vorsitzender des Jupas. Durch den engeren Kontakt, zum Beispiel über die Schulen, könne man besser abfragen, was die Jugend braucht, Themen aufnehmen und an entsprechender Stelle vorbringen. „Aber es kostet Energie, Strukturen aufzubauen.“

Eine erste Struktur wird sich nach den Wahlen auf jeden Fall ändern. Denn nicht alle, die heute aktiv im Jugendparlament dabei sind, werden es darüber hinaus auch noch sein. „Christoph und ich bleiben allerdings da“, sagt Niklas Renner. Andere Mitglieder fallen raus oder sind bereits weggezogen. Aber mit ihrer Erfahrung wollen sie den neuen Jupa-Mitgliedern gerne zur Seite stehen. „Darauf können sie sich verlassen. Die nächsten Mitglieder können unbelastet eine neue Richtung einschlagen und Politik machen“, sagt Renner. Der Generationenwechsel wird damit langsam eingeläutet.

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Eine neue Generation des Jupas soll heranwachsen, dessen Verantwortung sich durch eine geänderte Satzung künftig auf mehrere Schultern verteilen soll. „Sie sollen sich verantwortlich fühlen“, sagt Arz. Sein Potenzial habe das Jupa zuletzt nicht ausgenutzt. „Viele wissen gar nichts vom Jupa. Es muss wieder deutlich sichtbarer werden“, sagt Rennern. Denn jetzt soll es wieder vermehrt darum gehen, die Jugendlichen an den Tisch zu holen und sie mitgestalten lassen.

„Das Jugendforum hat gezeigt, dass viele so schnell wie möglich von hier weg wollen. Das wollen wir verhindern“, sind sich Arz und Renner einig. Ein wichtiger erster Schritt ist ein Jugendzentrum. Ein Ort, an dem Jugendliche sich treffen können, einen Rückzugsort finden, wo es einen Ansprechpartner für sie gibt. „Einer, der weiß, was er tut. Auf den man sich verlassen kann“, sagt Renner.

Bis zum 17. Juni noch läuft die Bewerbungsfrist für Kandidaten. „Je mehr, desto besser. Damit es auch eine echte Wahl wird“, sagt Arz. Gewählt wird dann Ende Juli per Briefwahl oder an der Urne an den Waldkraiburger Schulen. Die aufwändige Wahl unterstützt die Stadt Waldkraiburg. Maximal 20 Mitglieder sollen das Jupa in den nächsten Jahren formen.

Neue Freundschaften und Selbstvertrauen

Nicht nur jugendpolitisch gesehen. „Das Jupa zeichnet eine gute Gemeinschaft aus. Es soll Spaß machen, einem im Alltag weiterbringen, mehr Selbstvertrauen geben. Und natürlich sollen auch neue Freundschaften entstehen.“

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