47 Jahre nach Sensationsfund

Konzepte für "Naturerlebnis Urelefant" werden demnächst vorgestellt

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links: Schilder wie diese weisen auf den Fundort des "Bayerischen Urviehs" hin. rechts: Der Weg zum Fundort des Urelefanten ist in einen erbärmlichen Zustand.
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Waldkraiburg/Ebing - Das Projekt "Naturerlebnis Urelefant" ist einen Schritt weiter. Demnächst sollen Konzepte dafür vorgestellt werden. 

"Was ist eigentlich mit unserem Eblinger Mammut-Projekt geworden?", wollte Zweiter Bürgermeister Richard Fischer am Rande der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses wissen. "Am kommenden Montag wird es eine Reihe von Bewerbungsgesprächen dazu geben. Was dabei rauskommt, werden wir dann in der Stadtratssitzung am 16. Oktober vorstellen", berichtete Bürgermeister Robert Pötzsch.

Im Lichthof der Paläontologischen Sammlung steht das Originalskelett des Mastodons, beziehungsweise Gomphotheriums, das vor 40 Jahren am Innufer nicht weit von Ebing entdeckt wurde.

1971 war am Ufer des Inns in Ebing bei Waldkraiburg ein vollständig erhaltenes Skelett eines Urelefanten gefunden worden. Anders als bei einem Mammut handelt es sich um ein Rüsseltier mit vier Stoßzähnen, welches vor etwa 10 bis 12 Millionen Jahren lebte. Das Skelett steht restauriert im Paläontologischen Museum in München. Von der Ebinger Alm aus führt ein Rundwanderweg zum Fundort des Urelefanten. Die Stelle ist ausschließlich zu Fuß zu erreichen, der 30 Meter lange Abstieg durch ein Seil gesichert. Im Moment seien der unsichere Weg und die marode Beschilderung in einem sehr schlechten Zustand, wie es Stefan Süße von der Waldkraiburger Stadtverwaltung in der Stadtratssitzung im Oktober des vergangenen Jahres offenbarte.

"Die Idee ist den Fundort zu erschließen und als Ausflugsziel in Form eines Naturerlebnispfads für Einheimische, Touristen und Schulklassen zu vermarkten", so Bürgermeister Pötzsch damals. Die Stadt Mühldorf. das Mühldorfer Netz und der Tourismusverband der Region Inn-Salzach haben für das Projekt schon die Weichen gestellt auch der Stadtrat schloss sich dem an. 

Ideen zur Gestaltung des "Naturerlebnispfads Urelefant": 

  • Zielgruppe: Einheimische, Radtouristen, Touristen der Region und Schulklassen 
  • Erweiterung des bestehenden Wegs am Fundort mit einzelnen interaktiven Stationen 
  • Erlebnis für alle Sinne, spielerische Vermittlung der Themen 
  • Aufwertung der Region als attraktives Ausflugsziel sowie Urlaubs- und Erlebnisregion Inn-Salzach 
  • Steigerung des Bekanntheitsgrads der Region 
  • Aktives Wandererlebnis für die ganze Familie 
  • Kooperationsprojekte mit Schulen aus der Region
  • Stärkung der Gastronomie der Ebinger Alm, Bewirtung der Besucher gesichert 
  • Betonen der Einzigartigkeit der Innlandschaft mit Flora und Fauna 
  • Interaktive Touren per App und Führungen durch den Bund Naturschutz

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