UWG will Realisierung mit St2091-Ausbau

Pürtener Ortsumfahrung: Treffen mit Marcel Huber geplant

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Der aktuelle Zustand (links) und die Pläne für den Ausbau der Staatsstraße 2091 (rechts) im Vergleich.
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Waldkraiburg - Die UWG setzt sich derzeit dafür ein, dass im Rahmen des Ausbaus der Staatsstraße (St)2091 auch eine Ortsumfahrung für Pürten gebaut wird. Nun hofft die Partei auf ein Treffen mit dem Umweltminister.

"Meine offene Rede in der Stadtratssitzung Mitte Mai hat offenbar eine erste Wirkung entfaltet", berichtete UWG-Fraktionsvorsitzender Frieder Vielsack gut gelaunt in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Er habe mittlerweile eine erste Antwort der Bayerischen Staatskanzlei erhalten. Diese habe ihm mitgeteilt, dass im Zuge des "Motivation Storm" der UWG zur Ortsumfahrung Anfang Juni auch zahlreiche Schreiben von Bürgerinnen und Bürgern bei ihnen eingegangen seien. Das Verkehrsministerium sei nun um eine Prüfung der Angelegenheit gebeten worden. "Zudem stehen wir mit dem Büro von Herrn Umweltminister Marcel Huber im Kontakt", konnte UWG-Vorsitzender Johann Vetter berichten, "Ich hoffe, dass wir hier demnächst einen Termin mit ihm bekommen um das Thema vor Ort, parteienübergreifend zu diskutieren." 

Derzeit nur in zweiter Dringlichkeit

Im aktuellen siebten Ausbauplan für die Staatsstraßen in Bayern ist die Ortsumfahrung Pürten im Zuge der Staatsstraße 2091 nur nachrangig in der sogenannten zweiten Dringlichkeit enthalten."Wir, beziehungsweise unsere nachgeordneten Staatlichen Bauämter, planen die Projekte des siebten Ausbauplans grundsätzlich in der Reihenfolge ihrer Dringlichkeit. Deshalb können wir derzeit bei der Ortsumfahrung von Pürten nicht tätig werden" erklärte Corinna Korn, Pressesprecherin des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr gegenüber innsalzach24.de Mitte Juni. 

Sofern unvorhergesehenerweise ein höherer Verkehrsbedarf auftreten sollte, sei es zwar möglich, ein Staatsstraßenprojekt nachträglich in die erste Dringlichkeit höherzustufen. Dies jedoch nur dann, wenn im Gegenzug zum vorgezogenen Projekt dann Projekte der ersten Dringlichkeit mit vergleichbarer Kostenhöhe zurückgestellt würden, beispielsweise weil ihre vorrangige Verwirklichung durch den Freistaat Bayern nicht mehr gegeben sei oder sie aufgrund außergewöhnlicher Schwierigkeiten bei der Erlangung von Baurecht nicht innerhalb der festgelegten Laufzeit realisiert werden können. Ein entsprechendes Tauschprojekt aus der Planungsregion Südostoberbayern sei derzeit aber nicht vorgesehen.

Planungen im Mai vorgestellt

Alle Planungsunterlagen finden Sie hier auf der Seite der Regierung von Oberbayern

Die Planungen für den Ausbau der St2091 wurden auf der Stadtratssitzung im Mai vorgestellt. Sie sehen vor, die Staatsstraße von Ampfing nach Kraiburg auf einer Länge von etwa 1,2 Kilometern auszubauen und nach Osten zu verlegen. Beginnen soll die Maßnahme im Norden mit dem Umbau der Einmündung der verlängerten Teplitzer Straße in die St2091 zum Kreisverkehr. Die Bahnstrecke soll von der Straße mit einem Geh- und Radweg unterführt und mit zwei Kreisverkehren, die durch eine Verbindungsrampe verbunden sind, mit der St2352 verknüpft werden. Die Pürtener Kreuzung soll höhenfrei gemacht werden. Außerdem soll die St2091 die St2352 unterführen und in einer flacheren Kurve als bisher zur Innkanalbrücke bei Pürten geführt werden. Die St2352, die auf einer Länge von 700 Metern ausgebaut werden soll, wird künftig auf einem Brückenbauwerk an der Hangkante über der St2091 verlaufen. Die Bahnhofsstraße soll in Richtung Süden um etwa 260 Meter verlängert und über einen vierten Ast an den Kreisverkehr der St2091 angeschlossen werden.

Die Kosten des Umbaus in Höhe von insgesamt 8,15 Millionen Euro übernehmen Freistaat, Bund und Südostbayernbahn.Auf die Stadt kommen keinerlei Kosten zu. Die Bauzeit ist für zwei Jahre angesetzt. Straßensperrungen sollen dafür keine notwendig sein.

hs

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