Weiter hoher Kita-Bedarf durch A94-Eröffnung erwartet

"Leute aus dem Münchner Umland rufen an: Wie kommen wir an Plätze?"

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Im September sollen die Kinder in die neue Kita im ehemaligen SGF-Sozialgebäude umziehen.
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Waldkraiburg - Der Bedarf an Kita-Plätzen in der Stadt ist hoch und wird weiter steigen. Die Stadt muss entsprechend reagieren, das wurde auf der jüngsten Stadtratssitzung klar. 

Die Einrichtung am Kalander wird weiter betrieben werden müssen.

"Zuzügler kommen direkt vom Einwohnermeldeamt in das Sachgebiet Kinderbetreuung und Schulen, um nach Kindergarten- oder Krippenplätzen zu fragen!", der Bedarf an Kita-Plätzen ist weiter groß, das war bereits bei der Vorstellung der Bedarfsanalyse im Rahmen der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses Ende Juni klar geworden. Schon Anfang 2018 hatte sich überraschend herausgestellt, dass der Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen sehr viel höher war, als zunächst angenommen. Daher kam die Idee auf, den Bedarf durch eine städtische Einrichtung zu decken. Nach einer längeren Standortsuche konnte schließlich Anfang Oktober eine übergangsweise Container-Einrichtung am Kalander eröffnet werden. Eine Einrichtung im ehemaligen SGF-Sozial-Gebäude an der Haidaer Straße soll nun die dauerhaften Räumlichkeiten darstellen.

Bedarf wird weiter steigen

"Auch wenn der Umzug in die neuen Räumlichkeiten voraussichtlich im Herbst möglich sein wird, müssen wir die Einrichtung am Kalander weiter betreiben", teilte Bürgermeister Robert Pötzsch dem Stadtrat mit. "Denn angesichts des weiter hohen Bedarfs werden wir dort voraussichtlich zwei weitere Gruppen betreiben müssen. "Den aktuellen Bedarf können wir zwar decken, aber das Thema wird uns noch lange beschäftigen und fordern", betonte Martina Kainz, Leiterin des Sachgebiets Kinder, Jugend, Schule, Sport in der Stadtverwaltung. "Mich treibt die Notwendigkeit, immer weiter den Bedarf decken zu müssen auch stets um. Wenn ich eine schwangere Frau im Alltag sehe, geht mir als erstes durch den Kopf: 'Herrje, hoffentlich haben wir auch für ihr Kind dann einen Platz!'" 

Die geplante Eröffnung der A94 Ende des Jahres und der damit einhergehend zu erwartende Zuzug würde noch einmal einen enormen Bedarf schaffen. "Jetzt schon rufen Leute aus dem Münchner Umland an und fragen: 'Wie kommen wir an Plätze?'" Sie sei sich daher sicher, dass bald schon die Kapazitäten der Einrichtung am Kalander ausgeschöpft sein würden. "So eine Situation hab' ich noch nie erlebt. Wir sollten daher schauen, dass wir tun, was wir können um dem Bedarf gerecht zu werden!" Daher würde bereits aktiv und umfassend nach Standorten und Möglichkeiten für weitere Einrichtungen gesucht. "Das zeigt doch, wir müssen zukunftsorientiert und nicht nur von einem Jahr zum anderen planen", bemängelte Zweiter Bürgermeister Richard Fischer (SPD). "Das Problem hätte man schon bei der Schaffung von Wohnraum absehen und entgegenwirken können!" CSU-Fraktionsvorsitzender Anton Sterr hielt entgegen: "Die Stadt reagiert schon im möglichen Maße!" Erster Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) betonte, nach der Sommerpause würde das Thema in Angriff genommen.

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