Fall eines psychisch Kranken aus Waldkraiburg

In Keller eingedrungen: Er dachte dort wären Gefangene

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Waldkraiburg - Vor dem Landgericht Traunstein wurde vor kurzem der ungewöhnliche Fall eines psychisch kranken Mannes aus Waldkraiburg verhandelt. 

Wie der Mühldorfer Anzeiger berichtet, wurde ein 30-jährige Mann jetzt vom Traunsteiner Landgericht wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen.

Am Tag der Tat war der 30-Jährige vormittags in Mühldorf auf einen ihm völlig Unbekannten aufmerksam geworden. Aus einem Krankheitsschub seiner paranoiden Schizophrenie heraus verfolgte er den Mann erst vom Bus, wo er ihm begegnet war, in ein Geschäft und schließlich bis kurz vor dessen Wohnungstür. 

Dort verlangte er: "Ich will die Wohnung sehen." Der Familienvater lehnte ab und versuchte den 30- Jährigen abzuschütteln. Daraufhin wurde der psychisch Kranke aggressiv und schlug auf den Mann ein. Als der Hausmeister der Wohnanlage die Polizei verständigte, entfernte sich der Angreifer vom Ort des Geschehens. Allerdings nur kurzzeitig! 

Am Nachmittag kehrte er wieder zurück. Dieses Mal stellte er sich dem Hausmeister als Frauenarzt vor und wollte den Keller sehen. Dort angekommen wollte er nun plötzlich "Kripobeamter" sein. Als der 71-jährige Hausmeister misstrauisch wurde, ging der Schizophrene auch auf diesen los.

Der Grund für seine Aktionen

Wegen seiner paranoiden Schizophrenie glaubte der Mann in den Kellern und Wohnungen seien Frauen und Kinder gefangen. Um sie zu retten wollte er die Räume durchsuchen.

Das Ganze hatte sich laut dem Anzeiger Ende Mai abgespielt. Zuvor hatte der Mann, der schon öfter in stationärer psychiatrischer Behandlung war, eigenständig seine Medikamente abgesetzt, da er sie für "Placebos" hielt.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB Online oder in der gedruckten Heimatzeitung!

ln

Rubriklistenbild: © dpa

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