Schockierendes Geständnis in Waldkraiburg 

Rache an Asylbewerbern: Frau verletzt sich mit Messer selbst

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Waldkraiburg - Am Sonntag meldete eine junge Frau der Polizeiinspektion Waldkraiburg, dass sie letzte Nacht von drei Männern überfallen wurde, die sie mittels eine Messers verletzten. Bei der Überprüfung stellte sich das Ganze allerdings als Lüge heraus. 

Am Sonntag, 18. Dezember erschien gegen Mittag eine junge Frau aus Waldkraiburg bei der Polizeiinspektion und meldete einen Überfall. Nach ihren Angaben stieg sie nach einem Partybesuch in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 00.30 Uhr in der Innenstadt aus einem Taxi. Ihr fielen drei Männer in unmittelbarer Nähe auf. 

Schnell haben die Männer zugepackt und ein dunkelhäutiger, etwa 20-jähriger Mann hielt ein Messe r in der Hand. Mit dem Messer fügte dieser Mann der Frau Schnittverletzungen zu. Es gelang der Geschädigten den mitgeführten Taschenalarm zu aktivieren und das Alarmgeräusch vertrieb die Angreifer. Die Frau ging nach Hause und entschloss sich erst gegen Mittag zur Anzeigenerstattung. 

Zur Klärung dieser massiven Straftat zogen die Beamten der Polizeiinspektion Waldkraiburg unmittelbar die zuständigen Kollegen der KPI Traunstein hinzu. In Zusammenarbeit wurden mehrere Spuren verfolgt und intensiv abgeklärt. Nachdem sich zunehmende Zweifel an der Schilderung der Geschädigten ergaben, entschloss sich diese, ihre Aussage richtigzustellen. 

Schockierende Wendung 

Tatsächlich hat sich die aktuell psychisch instabile Frau die nicht nur geringfügigen Verletzungen mit dem Messer selbst beigebracht. Als Motiv für den erfundenen Überfall gab sie an, dass sie über Internet und Bekannte über Straftaten durch Asylbewerber, wie Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe in Waldkraiburg, unterrichtet ist. Dafür wollte sie Rache nehmen und schreckte auch nicht davor zurück sich selbst zu verletzten

Der Staatsanwaltschaft Traunstein wird nun ein Verfahren wegen Vortäuschen einer Straftat vorgelegt. Georg Deibl, Leiter der Polizeiinspektion Waldkraiburg: „Die Frau bezog sich unter anderem konkret auf die Vergewaltigung einer 14-Jährigen in der Erstaufnahmeeinrichtung, die tatsächlich nicht stattgefunden hat. Nach ihren Angaben habe sie über Internet davon Kenntnis erlangt. An diesem Beispiel ist deutlich zu erkennen, wie gefährlich die Verbreitung von hetzerischen Unwahrheiten im Netz ist.“

Pressemeldung Polizeiinspektion Waldkraiburg

Rubriklistenbild: © dpa

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