Auch neue Hinweisschilder sollen kommen

Verstärktes Vorgehen gegen Autoverkehr auf Zufahrten zum Innufer

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Waldkraiburg - Um das Innufer in Hausing zu schützen, werden dort Informationstafeln durch das Landratsamt aufgestellt.

Dies gab Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) im Rahmen der jüngsten Stadtratssitzung bekannt. Zuvor habe es ein Bürgermeistergespräch mit Stadtrat Done Brunnhuber (UWG) und dem Jagdpächter für dieses Gebiet gegeben. "Die Tafeln basieren auf Gestaltungsgrundlagen des Innenministeriums", erläuterte er, "Sie enthalten auch eine Reihe an Piktogrammen, welche auf Ge- und Verbote im Gebiet hinweisen." Die Tafeln sind 1,20 Meter hoch und 80 Zentimeter breit. Weiterhin wird das Landratsamt die Naturschutzwacht verstärkt vor Ort kontrollieren lassen. Kosten für Beschaffung und Unterhalt der Tafeln kommen auf die Stadt nicht zu. Die Polizeiinspektion sicherte zu, verstärkte Kontrollen bei den für den Autoverkehr gesperrten Zufahrtswegen am Innufer zu veranlassen und Verwarnungen zu erteilen. Zusätzlich würde eine Protokollierung der Kraftfahrzeuge durch Brunnhuber und den Jagdpächter erfolgen, die dann nachträglich verwarnt werden.

Grillen am Innufer dauerndes Problem

Vermüllungen am Innufer sind schon seit Jahren ein Problem. Immer wieder muss die Polizei dort auch Grillparties auflösen. Zuletzt gab es Ende April einen spektakulären Fall, als ein Waldkraiburger dort seinen 30. Geburtstag aufwändig feiern wollte. "Nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz darf grundsätzlich jeder zum Genuss der Naturschönheiten und zur Erholung alle Teile der freien Natur ohne behördliche Genehmigung und ohne Zustimmung des Grundeigentümers oder sonstigen Berechtigten unentgeltlich betreten", erklärte Sandra Schließlberger, Pressesprecherin des Landratsamts Mühldorf auf Nachfrage von innsalzach24.de im Mai. "Dieses so genannte Betretungsrecht gilt nur für Betätigungen im Rahmen traditioneller Formen der Freizeitgestaltung und Sportausübung, die dem Naturgenuss und der Erholung dienen."

Das Entzünden und Betreiben offener Feuer zum Grillen oder Lagerfeuer in der freien Natur außerhalb behördlich dafür bestimmter Plätze sei allerdings mehr als nur ein "normales Betreten" und wird daher nicht vom Betretungsrecht gedeckt. Das gilt sowohl für offene Feuerstätten, wie etwa Grillgeräte, als auch für sogenanntes unverwahrtes Feuer. Also Feuer, das nicht in einer offenen Feuerstätte, sondern zum Beispiel in einer Feuerstelle am Boden oder in einer dafür hergestellten Bodenmulde betrieben wird. Öffentliche Grillplätze können nicht eingerichtet werden. Denn zum einen sind die Innauen ein besonders schützenswerter Bereich. Zum anderen müsste dann auch eine umfangreiche Infrastruktur mit Parkplätzen, Toiletten und so weiter angelegt werden. 

hs

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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