Ziele im Projekt "Stadtumbau West - ISEK"

"Grüne Lunge" für Waldkraiburgs Mitte

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Unter anderem die Sanierung des Waldkraiburger Rathauses wurde als Verbesserungsmaßnahme für das Stadtbild eingestuft. 
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Waldkraiburg - Die Stadt soll attraktiver werden und wirtschaftlich in Aufschwung kommen. Die dafür angesetzten Handlungsfelder und Ziele des  Städtebauförderprogramms "Stadtumbau West - Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK)" wurden in der Stadtratssitzung am 14. Februar vorgestellt.

Die Hälfte der Planungen ist erreicht

Das ist ISEK:

  • Grundlage für anstehende Planungsentscheidungen 
  • bildet Rahmen für zukünftige Stadtentwicklung
  • Voraussetzung für einzelne Maßnahmen zur Städtebauförderung
  • Gesamtes Gemeindegebiet als Betrachtungsraum für Waldkraiburg
  • Ziel: ein schlüssiges Entwicklungskonzept für die nächsten 15 bis 20 Jahre
  • basierend auf einer intensiven städtebaulichen und landschaftsplanerischen Analyse der Bestandssituation

Im Dezember 2015 wurde die Arbeitsgemeinschaft aus den Büros Dragomir Stadtplanung GmbH gemeinsam mit dem ISR - Institut für Stadt- und Regionalmanagement mit der Erarbeitung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts - kurz ISEK - beauftragt. 

Seitdem hat sich einiges getan. "Wir sind jetzt mit der Bestandserhebung und Analyse bei der Hälfte angelangt", teilt Architekt und Stadtplaner Martin Birgel dem Gremium mit. 

Klarer Handlungsbedarf für den Einzelhandel

Professor Dr. Joachim Vossen erklärt:" Point-of-Sale-Umfragen und Analysen ergaben, dass das Angebot von Nahrungs- und Genussmitteln mit 73 Prozent sehr groß ist und von den Leuten gut angenommen wird. Im Gegenzug sind andere Sortimente wie Textil- und Sportgeschäfte mit 27 Prozent verbesserungswürdig."

Eine Vor-Ort-Umfrage brachte ans Licht, dass überwiegend die Waldkraiburger selbst sowie die Anreiner aus Aschau, Ampfing oder Kraiburg den Einzelhandel in der Stadt nutzen. 

"Wir müssen die Leute durch Aufwertung und Stärkung des innerstädtischen Einzelhandels dazu bewegen, dass sie gezielt nach Waldkraiburg zum Einkaufen kommen. Sie sollen sich wohlfühlen und noch auf einen Kaffee verweilen", so lautet das Fazit von Professor Dr. Vossen. 

Die Ergebnisse der Point-of-Sale-Befragung.

Die Folgerungen:

  • Konzentration auf lokale Kundenbindung - die Menschen sollen in Waldkraiburg einkaufen und nicht z.B. nach Mühldorf abwandern
  • Durch einzelhandelsrelevante Faktoren den Einzelhandel stärken - den Auftritt und die Servicequalität verbessern
  • Aufenthalts- und Erlebnisqualität in Waldkraiburg verbessern - die Besucher möchten sich möglichst lange in der Stadt aufhalten 
  • Qualität des öffentlichen Raums verbessern
  • „Leuchtturmprojekt“, mit dem sich die Stadt identifizieren kann, schaffen (z.B. attraktive Grünflächen)
  • Identifikation mit dem eigenen Standort - Positionierung

Landschaftsplanerin Clara Berger stellte dem Stadtrat die Zukunftsprognosen für Waldkraiburg vor: "Bei einem durchschnittlichen Bevölkerungswachstum von 0,25 Prozent pro Jahr liegt der errechnete Bedarf an Wohnraum bis 2030 bei circa 420 Wohneinheiten. Das bedeutet, Waldkraiburg benötigt Flächen zwischen circa 12 und 31 Hektar in Abhängigkeit der Bebauungsdichte. 

Einteilung der Stadt in fünf Handlungsfelder

  • Zentrum Waldkraiburg 
  • Hauptort Waldkraiburg
  • Verkehr und Mobilität 
  • Äußerer Landschaftsraum Inn und Ortsteile 
  • Image, Identität und soziales Miteinander
Fünf Handlungsfelder gibt es in Waldkraiburg aus Sicht der Verantwortlichen des Städtebauförderprogramms. 

"Die Handlungsfelder sind ein wesentlicher Schritt für die zukünftige Entwicklung Waldkraiburgs im gesamten Projekt", erklärt Professor Dr. Joachim Vossen.

Besonders die für die Stadt namensgebenden umliegenden Waldflächen sollen verstärkt in den Fokus gerückt werden: "Darunter zählt unter anderem der Erhalt und die Entwicklung der Innlandschaft unter dem Aspekt der Naherholung." Und auch durch die Innenstadt soll eine "grüne Lunge" ziehen. "Wir sehen eine große Stärke im Grünraum", so Professor Dr. Vossen. 

Im Bereich Verkehr und Mobilität soll sich einiges ändern: Neue Parkflächen und barrierefreie, sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer sind geplant. Außerdem soll das Straßennetz optimiert und ausgebaut sowie der öffentliche Nahverkehr verstärkt werden.

Waldkraiburgs positive Aspekte der Bestandsanalyse.
Waldkraiburgs positive Aspekte der Bestandsanalyse.

So geht es weiter mit dem Stadtbau-Projekt:

Am 30. März ist der vierte Steuerkreis angesetzt. Darin geht es um das städtebauliche Konzepte mit Fokus auf das Stadtzentrum.

Ab Mai/Juni 2017 wird es eine Planungswerkstatt mit Öffentlichkeitsarbeit geben, in die die Bürgern einbezogen werden. 

Im zweiten und dritten Quartal 2017 folgen die letzten beiden Steuerkreise mit den Schwerpunkten Rahmenplanung und Maßnahmen, Priorität und Zeithorizont sowie die Kostenschätzung. Zum Ende des Jahres ist eine Infomationsveranstaltung und ein Abschlussbericht geplant.

mb

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