Maschinenbau-Firma hat auch Standort in Waldkraiburg

Hacker-Angriff bei Netzsch: Generalstaatsanwaltschaft ermittelt

Waldkraiburg: Hackerangriff auf Firma Netzsch Pumpen & Systeme GmbH
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Der Standort der Firma Netzsch in Waldkraiburg. Dort befindet sich der Geschäftsbereich "Pumpen und Systeme". Das Unternehmen wurde jüngst Opfer eines Hackerangriffs.

Waldkraiburg - Nach einem Hacker-Angriff musste bei der Firma Netzsch das Netzwerk heruntergefahren werden. Sie besitzt auch einen Standort in Waldkraiburg.

Update, 20. Juli: Generalstaatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen, weiter Wiederherstellungsarbeiten

Wie der Bayerische Rundfunk (BR) zwischenzeitlich berichtet hat, übernahm die Ermittlungen in diesem Fall die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg. Dies, weil sich der Hauptsitz von Netzsch im oberfränkischen Selb befindet. Beim Unternehmen selbst laufen unterdessen weiterhin die Wiederherstellungsarbeiten am durch die Attacke betroffenen Netzwerk, wie es auf dessen Website heißt. 


Wir haben uns unterdessen erkundigt, wie groß das Problem mit derartigen Attacken auf Unternehmen in der Region ist.

Update 14. Juli, 13 Uhr: Behebung des Problems läuft

"Unsere Techniker sind mit Hochdruck dahinter, die Folgen des Angriffs zu beheben", berichtet eine Sprecherin des Unternehmens gegenüber innsalzach24.de. "Wann genau wieder alles funktioniert, können wir leider noch nicht sagen. Wir hoffen aber sobald wie möglich, auf jeden Fall noch im Laufe dieser Woche."


Priorität hätten zunächst einmal interne Systeme gehabt, damit die Produktion wieder normal laufen kann. "Für unsere Außenkommunikation behelfen wir uns mit Handys, Videotelefonie und so weiter." Es habe sich um einen gezielten Hackerangriff gehandelt."Konkret wurden wir mit einem sogenannten 'Verschlüsselungstrojaner' attackiert. Der Virenscanner an unserem Hauptsitz in Selb hat es aber zum Glück am Freitagnachmittag rasch bemerkt. Daraufhin hat unsere IT das gesamte Netzwerk heruntergefahren." So habe verhindert werden können, dass die Schadsoftware weitreichendere Schäden anrichten konnte.

Noch immer laufe nun die Suche nach dem Ursprung der Attacke. "Sicher sagen können wir, dass der Standort in Waldkraiburg keinen Datenverlust erlitten hat."

Die Erstmeldung, 8.45 Uhr:

"Werte Geschäftspartner, werte Kunden,wir bedauern Ihnen mitteilen zu müssen, dass in unser Netzwerk eingedrungen wurde. Wir haben unverzüglich alle nötigen Schritte eingeleitet und unser komplettes Netzwerk heruntergefahren", heißt es auf der Website des Unternehmens. "Aufgrund dessen, sind aktuell die meisten unserer Kommunikationskanäle getrennt. Der Wiederherstellungsprozess ist schon in vollem Gange und sobald alle Systeme wieder laufen, werden wir Sie unverzüglich benachrichtigen."

Die Netzsch-Gruppe ist ein international tätiges Familienunternehmen im Maschinenbau. Der Stammsitz befindet sich im oberfränkischen Selb, wo sich auch die Unternehmenszentrale befindet. In Waldkraiburg ist der Geschäftsbereich "Pumpen und Systeme" angesiedelt. Weltweit werden mehr als 3.700 Mitarbeiter an 210 Standorten beschäftigt. 

hs

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