Waldkraiburg als "Faire Kommune"

Grüne Entwicklungshilfe: Global denken, lokal handeln

Waldkraiburg - Wer sich ein Bild darüber machen möchte, welche Positionen die Grünen in Punkto Entwicklungshilfe vertreten, kann das heute Abend um 19 Uhr in der Taverne Korfu, Berliner Str. 20, in Waldkraiburg tun. Dort werden der Bundestagsabgeordneter Uwe Kekeritz und Peter Uldahl vom Bündnis90/Die Grünen erwartet.

"Entwicklungspolitik fängt bei uns vor der Haustüre an. Unsere Städte und Gemeinden können Politik mit dem Einkaufswagen machen", das ist die Kernaussage des Konzeptes der "Fairen Kommune", für die sich Uwe Kekeritz, grüner Bundestagsabgeordneter und Sprecher für grüne Entwicklungspolitik, seit sechs Jahren einsetzt. 

Auch Waldkraiburg will "faire Stadt" werden

Inzwischen sind über 400 Städte, Gemeinden und Landkreise in ganz Deutschland als Fairtrade-Town ausgezeichnet. Heute Abend wird er in Waldkraiburg, das per Stadtratsbeschluss den Titel „Faire Stadt“ anstrebt, darüber berichten. Unterstützt wird er dabei von Peter Uldahl, dem grünen Direktkandidaten für die Bundestagswahl. 

Wenn man den Einkauf der öffentlichen Hand in Deutschland summiert, ergibt sich eine gewaltige Marktmacht: 16 bis 18 Prozent des Bruttoinlandsproduktes - das sind 250 bis 480 Milliarden Euro - entfallen auf die öffentliche Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen - allein die Hälfte davon auf Kommunen. 

Marktmacht bedeutet große Verantwortung

Mit unseren Konsumentscheidungen bestimmen wir das Geschick der Menschen am Produktionsstandort und beeinflussen Fluchtursachen. Uwe Kekeritz weiß um den Zusammenhang aus erster Hand: Er war fast zwei Jahrzehnte in der Kommunalpolitik aktiv und hat in Kamerun Erfahrung als Entwicklungshelfer gesammelt. 

"Wir tragen große Verantwortung, wenn Kinder in Steinbrüchen und Bergwerken ausgebeutet werden. Wenn Näher und Näherinnen ihre Familien aufgrund der miserablen Bezahlung nicht satt bekommen oder wenn aus Kostengründen die Umwelt gnadenlos zerstört wird. Zur Änderung dieser Verhältnisse sind sowohl die internationale Politik als auch wir vor Ort gefordert".

Mit gutem Beispiel vorangehen

Deutsche Städte und Gemeinden bieten ein positives Beispiel für ihre Bürger, wenn sie nach ökologischen und sozialen Kriterien einkaufen. Gleichzeitig können Kommunen entwicklungspolitische Bildungsarbeit leisten, indem sie durch Partnerschaften mit Kommunen aus Entwicklungsländern sowie durch die Integration der hier lebenden Migranten investieren und zugleich profitieren.

Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen, Mühldorf am Inn

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