Teure Sanierung wegen Feuchtigkeits-Schäden nötig

Goethe-Grundschule: "Wir wissen nicht, was da rauskommt!"

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Waldkraiburg - Eigentlich soll ja gespart werden, aber nun kommt auf die Stadt noch eine teure Sanierung zu. Die Goethe-Grundschule hat ein massives Problem mit eindringender Feuchtigkeit.

Mangelhafte und teilweise sogar nicht vorhandener Abdichtungen sind schuld daran, dass ständig Feuchtigkeit in die Kellerräume der Goethe-Grundschule eindringt. Die Folgen sind Abplatzungen an den Außenwänden, Korrosionsschäden an der Bewehrung der Stahlbetonteile, Wasser zwischen Bodenplatte und Estrich sowie Schäden am Fußbodenbelag durch die hochsteigende Feuchtigkeit. 

Teure Sanierung

Die bisherigen Sanierungsmaßnahmen hätten nichts gebracht, vielmehr sei das große Ausmaß der bisherigen Schäden klar geworden. „Dieses Spiel machen wir jetzt seit fast 15 Jahren mit“, klagte Manfred Brenninger von der Stadtbau in der Sitzung des Bauausschusses am Mittwoch.  Nun sollen die Kellerwände freigelegt und neu abgedichtet werden. Schon lange sei man auf der Suche nach einer Firma, welche die Arbeiten übernimmt. "Da lässt sich keiner drauf ein", klagte Brenninger. 

Nun sei ein Kompromiss gefunden: Eine Firma würde die Erdarbeiten übernehmen, während die Stadtbau die Feuchtigkeitsschäden beseitigt und die Abdichtung erneuert. "Wir wissen nicht, was da rauskommt", mahnte Brenninger. Es könne durchaus sein, dass sich im Zuge der Bauarbeiten massive Gebäudeschäden zeigen würden. 

Die Bauarbeiten sollen Mitte Juni beginnen, damit möglichst wenig Konflikte mit dem Schulbetrieb entstehen. Dauern wird das Ganze vorraussichtlich sechs bis acht Wochen. Teuer wird es auf jeden Fall werden, mit mindestens 120.000 Euro wird die Sanierung zu Buche schlagen. Damit wird es dann neben der Sanierung von Vorplatz und Tiefgarage des Rathauses noch eine teure Baustelle geben. 

Kosten könnten steigen

"Wie viel Luft ist da drinn?", fragte auch prompt Gerd Ruchlinski (SPD). Dies sei nicht zu garantieren, musste Brenninger einräumen, "Ein gewisses Risiko ist immer da!" Auch Margit Roller (CSU) wollte wissen, ob die Stadtbau garantiert kostengünstig selbst die Sanierungen stemmen könnte. "Wenn nur leichte Schäden da sind, dann ja", erläuterte der Vertreter der Stadtbau, "Wenn es mehr ist, dann müssen das zertifizierte Spezialisten machen." 

Zuletzt gab Christoph Vetter (UWG) zu bedenken, dass durch den Verkehr von Baustellenfahrzeugen Schäden am Hartplatz entstehen könnten. Dem entgegneten Stadtbau und Stadtverwaltung, dass der Platz ohnehin in den nächsten zehn Jahren zur Sanierung anstehen würde.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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