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Die Bauaufsicht hat sich eingeschaltet

Neue Probleme für das Waldkraiburger Pornopaar: Die Baugenehmigung fehlt

Es gibt neue Probleme für das Pornopaar aus Waldkraiburg: Die Baugenehmigung fehlt. Dazu hat sich jetzt die Bauaufsicht der Stadt eingeschaltet.
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Vika Viktoria

Waldkraiburg – Nach Jugendamt und Vermieter: Es gibt neue Probleme für das Pornopaar. Jetzt hat sich die Bauaufsicht der Stadt eingeschaltet.

Weil sie drei Kinder haben und zuhause Pornos drehen war das Jugendamt war schon da. Ergebnis: alles in Ordnung. Dann kam der Vermieter. Ergebnis: offen. Jetzt kommt die Bauaufsicht der Stadt. Der Grund hierfür: Dort hat man davon Wind bekommen, dass Vika Viktoria zusammen mit ihrem Lebensgefährten Christian L. in der Wohnung Pornos dreht und Vika Viktoria als Webcamgirl arbeitet.

Die Bauaufsicht der Stadt schaltet sich ein

Die Stadt Waldkraiburg beabsichtigt daher, folgenden Verwaltungsakt zu erlassen: Nutzungsuntersagung für den ausgeübten Gewerbebetrieb“, steht in einem Schreiben der Bauaufsicht, das der Redaktion von innsalzach24.de vorliegt. Die Bauaufsicht begründet dies mit zwei Punkten: Es fehle die entsprechende Baugenehmigung für diese „Erotikfilmproduktion“ und es sei fraglich, „ob im vorliegenden ´Allgemeinen Wohngebiet´ eine Baugenehmigung für das von Ihnen ausgeübte Gewerbe erteilt werden kann“.

„Wir tun doch niemanden was!“

Vika Viktoria und Christian L. verstehen die Welt nicht mehr. „Wir tun doch niemanden was!Sie würden nie etwas tun, das ihren Kindern schadet, sagten sie gegenüber innsalzach24.de dazu, dass auf einmal das Jugendamt vor der Wohnungstür stand. "Wir würden sofort aufhören, wenn ...", erzählten die beiden Pornodarsteller im Video-Interview mit innsalzach.24. Dieses "wenn" bedeutet: wenn die Kinder wegen des Jobs der Eltern Probleme bekommen, die Kinder ihre Eltern darum bitten.

Es geht um die Nutzung der Wohnung

Wer ein Gewerbe betreibt, muss dieses anmelden. Das hat Vika Viktoria auch gemacht. Problem: Neben ihren Tätigkeiten als Model und Darstellerin (unter anderem auch für das Fernsehen) außer Haus, arbeitet sie auch von der Wohnung in Waldkraiburg aus. Dafür braucht es eine Baugenehmigung. Das Wort ist irreführend, denn das Paar hat die Wohnung dafür baulich nicht verändert. Es geht in diesem Fall viel mehr um die Nutzung der Wohnung in Teilen als Gewerbebetrieb. Darüber entscheidet a) der Vermieter und b) die Bauaufsicht der Kommune.

Ein „sonstiger, nicht störender Gewerbebetrieb“?

Vika Viktoria und ihr Lebensgefährte und einziger Drehpartner Christian L. wohnen in einem „Allgemeinen Wohngebiet“. Im Paragraph 4 der Baunutzungsverordnung steht dazu: 

(1) Allgemeine Wohngebiete dienen vorwiegend dem Wohnen. 

(2) Zulässig sind: 

1. Wohngebäude,
2. die der Versorgung des Gebiets dienenden Läden, Schank- und Speisewirtschaften sowie nicht störenden Handwerksbetriebe,
3. Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke.

(3) Ausnahmsweise können zugelassen werden:

1. Betriebe des Beherbergungsgewerbes,
2. sonstige nicht störende Gewerbebetriebe,
3. Anlagen für Verwaltungen,
4. Gartenbaubetriebe,
5. Tankstellen.

Dass sie unter „sonstige nicht störende Gewerbebetriebe“ fallen, davon sind Vika Viktoria und Christian L. überzeugt. „Für Sex in den eigenen vier Wänden kann man nicht rausgeschmissen werden“, sagte Christian L. bereits zur fristlosen Kündigung des Vermieters. „Jeder tut es.“ Worum es hier gehe, sei ein Grundsatzproblem. Die beiden arbeiten von zuhause aus. „Das tun 'youtuber' auch“. Tatsächlich gibt es vielfältige Möglichkeiten, im Internet Geld zu verdienen. Erfolgreiche „youtuber“ können davon sogar leben. In vielen Fällen offenbar eigentlich ein Gewerbebetrieb. „Wo ist der Unterschied?“, fragen Anna und Christian. "Die machen es auch zuhause."

„Wo kein Kläger, da kein Richter“

Es ist wohl wie so oft: "Wo kein Kläger, da kein Richter", ist offenbar die Zusammenfassung, setzt man sich mit der Thematik auseinander. Im Falle des Waldkraiburger Pornopaares gibt es offenbar mehrere.

Auf Nachfrage von innsalzach24.de sagt Christian L., dass die beiden gewillt sind, auf dem Rechtsweg für ihre Work-Life-Balance zu kämpfen.

rw

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