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Schlachthof: Demo gegen "Lohndumping"

Waldkraiburg - Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hat bereits scharfe Kritik gegen neue Vertragskonditionen beim Schlachthof geübt. Und am Donnerstag wird demonstriert:

Am Donnerstag, den 19 Juli, um 9.45 Uhr soll's losgehen: Treffpunkt ist das Waldkraiburger Rathaus, gemeinsam will die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) dann mit dem Demonstrationszug in Richtung Schlachthof ziehen. "Solidarisiert euch, damit sich der Fleischkonzern Vion nicht weiter mit Werksverträgen aus der sozialen Verantwortung stehlen kann", heißt es im offiziellen Aufruf der Gewerkschaft.

Hintergrund der Demonstration sind neue Vertragskonditionen, die 170 Arbeitern am Schlachthof jetzt von neuen Fremdfirmen angeboten worden seien. Die Firma "Global Dienstleistungs GmbH" mit Sitz in Magdeburg hatte Insolvenz angemeldet. Die Mitarbeiter aus Deutschland, Tschechien, der Slowakei, Polen, Ungarn und Brasilien sind jetzt von den Änderungen betroffen.

Den Schlachthof selbst betreibt Südfleisch. Die Arbeiter sind über Subunternehmen dort tätig. Auch die bisherigen Vertragskonditionen stehen schon länger in der Kritik. So hatte beispielsweise Richard Fischer, Kreisvorsitzender des DGB und SPD-Stadtrat, die "schlechte Bezahlung und die zu langen Arbeitszeiten" bemängelt. 1400 Euro brutto solle laut ihm ein Arbeiter im Monat verdienen.

Einen ausführlicheren Bericht über die Hintergründe gibt's hier:

Am Schlachthof rumort es

Der Betrieb Vion, das Dach des Schlachthofs, bestreitet diese Aussagen. ""Die gesetzlich geregelte Arbeitszeit wird im Betrieb der VION in Waldkraiburg eingehalten", so Unternehmenssprecher Steinkühler gegenüber den Waldkraiburger Nachrichten.

Mit ihrer Demo will die NGG jetzt auf die Situation aufmerksam machen und sich solidarisch zeigen. Wir werden am Donnerstag vor Ort sein und ein Stimmungsbild einholen.

ds/kla/Waldkraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © dpa/ngg

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