Waldkraiburg entscheidet sich gegen Sanierung

Fußgängerbrücke beim Bahnhof: Darum kommt nun doch ein Neubau

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Die Fußgängerbrücke in der Nähe des Bahnhofs Waldkraiburg.

Waldkraiburg - Eigentlich sollte die Fußgängerbrücke in der Nähe des Bahnhofs saniert werden. Doch nun stellte sich heraus, dass ein Neubau insgesamt die bessere Lösung ist.

Der Bauausschuss stimmte in seiner jüngsten Sitzung dafür, das Vorhaben für den Neubau einer Fachwerkbrücke aus glasfaserverstärkten Kunststoffen grundsätzlich zu billigen. Damit wird auch ein Beschluss des Gremiums von Anfang Dezember 2016 für eine Instandsetzung aufgehoben. 


Die geschätzten Gesamtkosten dafür betragen rund 528.500 Euro. Allerdings soll, durch eine Vereinbarung mit Stadtwerke und Bayernwerk, eine Erstattung der Zusatzkosten für die Rohrleitungsanbauten sichergestellt werden. 

So soll die geplante neue Brücke aussehen. Statt aus Holz wird sie aus sogenannten glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) bestehen und in Fachwerk-Bauweise ausgeführt.

Auch wegen des Mehraufwandes für die Anhebung der Brücke sollen Verhandlungen mit der Bahn und den zuständigen Behörden geführt werden. Die Entscheidung muss nun allerdings noch einmal vom Stadtrat in dessen Sitzung am kommenden Dienstag (14. Juli) bestätigt werden.

Neubau nur um wenig teurer, langfristig wirtschaftlicher

"Für die bestehende Holzbrücke wären größere Instandsetzungen und Umbauten zur Vermeidung fortschreitender Feuchteschäden notwendig. Außerdem wäre eine Verstärkung der Tragfähigkeit für eine Erweiterung der Rohrleitungsanbauten notwendig, um eine größere Kapazität des Fernwärmenetzes zu ermöglichen", so Bauamtsleiter Carsten Schwunck gegenüber innsalzach24.de. 

"Ein beauftragtes Ingenieurbüro hat dann allerdings festgestellt, dass die Kosten der Sanierung mit etwa 450.000 Euro denen eines  Neubaus von etwa 528.500 Euro annähernd gleich kommen!" Es komme hinzu, dass beim Neubau aus glasfaserverstärkten Kunststoffen die Wartungs- und Instandhaltungskosten sehr viel geringer ausfallen dürften, als bei dem bestehenden Bauwerk. Insgesamt erscheine daher die Variante eines Neubaus als die langfristig wirtschaftlichere Lösung. 

Die Option eines Neubaus war bereits bei der Behandlung des Themas Ende 2016 aufgekommen. "Wäre ein Abriss der Brücke nicht gescheiter?", fragte damals Verkehrsreferent Rainer Zwislsperger (CSU). Auch in einer Umfrage auf innsalzach24.de sprach sich die Mehrheit unserer Leser für diese Möglichkeit aus.

Auch neuer Standort für Zustellstützpunkt Thema im Ausschuss

Ein weiteres Thema im Ausschuss war ein neuer Standort für den Zustellstützpunkt der Deutschen Post. Bisher befindet sich dieser noch in der ehemaligen Filiale am Berliner Platz. Nach vier Jahren der Suche ist nun endlich ein neuer Standort gefunden. Das Areal befindet sich im "Dreieck" von Bahnhofs-, Kraiburger- und Staatsstraße 2091, in der Nähe der dortigen Tankstelle.

Zuvor hatte es bereits immer wieder Versuche gegeben, eine neue Heimat für die Einrichtung zu finden. Doch mehrfach zerschlugen sich Pläne dafür wieder.

hs

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