Voting: Was sagt ihr zum Projekt im Föhrenwinkel?

Sicherer und bessere Wohnqualität: Straßenumbau wird teurer

Finken- und Meisenweg im Föhrenwinkel in Waldkraiburg wird teurer erneuert und umgestaltet
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Die Pläne für die Straßenerneuerung im Föhrenwinkel. Es wird teurer, als noch vor vier Jahren ursprünglich geplant. Doch die Stadt führt dafür eine 

Waldkraiburg - Sehr viel teurer, als das einmal angedacht war, soll die Erneuerung und Umgestaltung von Finken- und Meisenweg werden. Der Stadtrat stimmte dafür, nachdem die Verwaltung eine Reihe von Gründen dafür angeführt hatte.

Die Gesamtkosten für das Projekt werden auf 1.510.000 Euro geschätzt. Das sind rund 540.000 Euro mehr, als vor vier Jahren einmal festgelegt wurde. Außerdem soll nun so gebaut werden, dass der Verkehr beruhigt wird. Das soll vor allem durch eine durchgehende Tempo 30-Zone erreicht werden. Die neuen Pläne und einhergehende Kostensteigerung haben eine umfangreiche Vorgeschichte und, laut der Stadtverwaltung, gute Gründe.


Bereits im Juli 2016 hatte der Stadtrat die Vorplanung für eine Erneuerung der Straßen im bestehenden Querschnitt gebilligt. Die dafür veranschlagten Kosten von 960.000 Euro erschienen billiger, als eine verkehrsberuhigende Straßengestaltung mit die mit rund 1,09 Millionen Euro zu Buche geschlagen wäre. Ende April 2017 wurden die Anlieger dann ausführlich über das Vorhaben und die damit einhergehenden Ausbaubeiträge informiert. Dann ruhten die Vorbereitungen allerdings wegen der Planung für die Entwicklung eines neuen Baugebietes westlich des Finkenweges. In der Zwischenzeit änderten sich dann allerdings zwei wesentliche Dinge.

Um diesen Bereich geht es:


Zwei Dinge änderten sich

Zum Ersten wurden die Straßen-Ausbaubeiträge (Strabs) zum 1. Januar 2018 abgeschafft. "Da die Erneuerungsmaßnahmen für den Finken- und Meisenweg noch nicht angelaufen waren, erhält die Stadt Waldkraiburg keine Erstattung für die veranschlagten entgangenen Ausbaubeiträge von rund 400.000 Euro, sondern nur eine Erstattung von höchstens 24.100 Euro für die bis dahin entstandenen Planungsaufwendungen", so die Stadtverwaltung. Für den Wegfall der Straßenausbaubeiträge hatte der Freistaat jährliche pauschale Zuweisungen für künftig notwendige Straßenausbaumaßnahmen innerhalb von Ortschaften eingeführt."Die Stadt hat dafür im Haushaltsjahr 2019 rund 38.800 Euro erhalten. Für 2020 sind 111.000 Euro veranschlagt." In den nächsten Jahren könnten es bis zu 150.000 Euro werden.

2018 wurde eine Entwicklung des Baugebiets westlich des Finkenwegs beschlossen. Das hatte Folgen.

Zum Zweiten ging mit der bereits erwähnten Entwicklung eines Baugebiets westlich des Finkenwegs Ende 2018 auch der Erlass eines Bebauungsplans einher. Dieser sieht nun doch die verkehrsberuhigte Variante vor, gegen die sich 2016 entschlossen worden war. 

Das ist im Einzelnen geplant:

  • Die Gehwege sollen beidseitig verbreitert und Parkbuchten ausgebaut werden. Dazwischen sollen Alleebäume für Gliederung sorgen.
  • Im Meisenweg soll die verkehrsberuhigende Gestaltung, soweit möglich, einheitlich mit ausgewogenen (Mindest-)Breiten für Gehwege und Parkbuchten fortgesetzt werden.
  • Im gesamten Ortsteil Föhrenwinkel soll eine Tempo-30-Zone mit Rechts-vor-Links-Vorfahrtsregelung eingeführt werden. Möglich werde das durch die Anpassung der Fahrbahnbreite in den Einmündungs- und Kreuzungsbereichen der anschließenden schmäleren Erschließungsstraßen.

Bei den Kosten entfallen 455.770 Euro auf den Finkenweg, 453.509 Euro auf den West- und 450.296 Euro auf den Ostteil des Meisenwegs. So setzen sich schließlich die 1.510.000 Euro Gesamtkosten zusammen.

Die angeführten Gründe für die Kostensteigerung seien die Folgenden:

  • Beim Finkenweg müsse wegen der Verbreiterung des Straßenquerschnittes auch der westliche Gehweg neugebaut werden.
  • Bei beiden Straßen müssten die Parkbuchten hochwertiger mit Pflaster- anstatt Asphaltbelag ausgebaut werden. 
  • Die Straßenbeleuchtung solle vollständig mit modernen und energieeffizienten LED-Leuchten erneuert werden, was etwa 149.700 Euro kostet.

Stimmt ab: Was haltet ihr davon?

Alles in allem seien es diese Mehrkosten aber wert, da eine Wiederherstellung und Erhöhung der Verkehrssicherheit, Verbesserung der Wohnqualität sowie eine Reduzierung von Abgasen und Lärm als Ergebnis zu erwarten seien.

hs

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