Neues aus dem Stadtrat

Stadtbus: Entscheidung über Betrieb vertagt

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Waldkraiburg - Die Tagesordnung der Stadtratssitzung am Dienstag Abend war lang. Nur ein Grund dafür, dass das Gremium die Entscheidung über den Stadtbus verschoben hat. Wie es jetzt weitergeht:

Insgesamt 36 Tagesordnungspunkte umfasste die Liste an Aufgaben, mit denen sich der Stadtrat in Waldkraiburg in seiner Sitzung am Dienstag Abend auseinandersetzte. Unter ihnen fand sich auch der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Stadtgebiet, genauer gesagt ein aktueller Sachstandsbericht und die Beratung über die weitere Vorgehensweise in Bezug auf den Stadtbus.

Steht der Stadtbus vor dem Aus?

Gleich zu Beginn der Sitzung im Waldkraiburger Rathaus verkündete Bürgermeister Robert Pötzsch jedoch, dass sich der Stadtrat nicht wie vorgesehen mit dem Thema beschäftigen werde: "Die Tagesordnungspunkte werden gestrichen. Wir werden uns in einer Sondersitzung in den kommenden Wochen damit befassen", so Pötzsch. Als Begründung für die Entscheidung führte er die Komplexität des Themas und die ohnehin schon lange Liste an aktuellen Tagesordnungspunkten an. Am 10. November wird sich der Stadtrat deshalb nun ausschließlich um das Thema ÖPNV und Stadtbus kümmern.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Nach der Umstellung auf einen Stundentakt im Jahr 2014, verzeichnete die Verwaltung einen drastischen Rückgang bei den Fahrgästen des Stadtbusses. Im Rahmen einer Bestandsaufnahme und Schwachstellenanalyse und der daraus vorgestellten Ergebnisse, steht das Gremium in Waldkraiburg nun vor der Wahl. Drei verschiedene Varianten mit individuellen Vor- und Nachteilen stehen zur Verfügung und könnten ab Herbst 2017 umgesetzt werden:

Variante 1: Die Fortführung des Betriebs mit erheblichen Verbesserungen soll unter anderem die abgestimmte Anbindung an die Schiene gewährleisten. Eine Rückkehr zum ursprünglichen 30-Minuten-Takt soll das Angebot zudem wieder attraktiver machen. Den große Nachteil markieren dabei jedoch die Kosten: Rund eine halbe Million Euro würde der Betrieb die Stadt in dieser Form kosten, und das bei geschätzten Einnahmen von rund 60.000 Euro.

Variante 2: Eine bessere Erreichbarkeit der Bereiche, die von den Regionalbuslinien nicht bedient werden, ist der Grundgedanke dieser Ausführung. Der Betriebsaufwand soll reduziert werden, der Stundentakt hingegen bestehen bleiben. Eine zeitlich angepasste Erreichbarkeit der Züge am Bahnhof könnte nicht umgesetzt werden. Die Kosten hier: 250.000 Euro für einen Bus, abzüglich der Erlöse aus dem Fahrkartenverkauf.

Variante 3: Der Stadtbus fällt weg, die Regionalbusse übernehmen den Betrieb. In dieser Variante würden Anpassungen an den Linien erfolgen, ein Stundentakt könnte weitestgehend erhalten bleiben. Im sogenannten "Bedarfsverkehr mit Kleinbussen" sollen die Außenbereiche angebunden werden. Mit rund 100.000 Euro würde diese Variante zu Buche schlagen. Einnahmen für die Stadt könnten in diesem Fall nicht generiert werden. 

Welche Variante halten Sie für sinnvoll? Stimmen Sie ab!

Bevor der Stadtrat in Waldkraiburg über die Zukunft des Stadtbusses in der Sondersitzung zum Thema am 10. November entscheidet, können auch Sie in unserem Online-Voting abstimmen. Sagen Sie uns Ihre Meinung, soll der Stadtbus abgeschafft werden oder lohnt es sich mehr Geld zu investieren?

Für welche Variante wären Sie?

Rubriklistenbild: © pa/dpa

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