Eine junge Muslima spricht über ihre Erfahrungen

An der Uni bekam sie zu hören: "Wir wollen euch hier nicht!"

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Waldkraiburg - Die junge Muslima Nurseda Basket sprach mit den Waldkraiburger Nachrichten über schlechte und gute Erfahrungen, die sie in Deutschland gemacht hat, über ihre Entscheidung Kopftuch zu tragen und über Gewalt im Namen des Islam.

Die Ditib-Jungend veranstaltet einen Vortrag zum Thema "Der Islam - Missbrauch einer Religion für extremistische Ideologien". Dabei übernimmt de junge Muslimin Nurseda Basket, die sich in dem Verein engagiert, den Part der Dolmetscherin. 

Im Dialog mit den Waldkraiburger Nachrichten äußerte sich die Studentin nun zu ihren Erfahrungen, die sie hier durchlebt. "Die Islamophobie ist gewachsen, alle Hemmschwellen anscheinend verschwunden."

Konkreter erzählte sie von einem schockierenden Erlebnis, das sie an der Uni machte. Eine Frau schimpfte: "Irgendwann werden wir Fremde im eigenen Land. Wir wollen euch hier nicht!"

Über ihre Erfahrungen speziell in Waldkaburg sagte sie, dass vielen Menschen das Tragen von Kopftüchern komisch vorkomme. Sie habe sich aber bewusst nach dem Abitur dazu entschieden. In einer öffentlichen Versammlung erklärte sie vor kurzem, warum sie sich dazu entschied und konnte so mit einigen Vorurteilen aufräumen. 

Zu Terror und Gewalt im Namen des Islam fand sie klare Wort: "Leute, die so handeln, missbrauchen die Religion, um ihre Macht zu legitimieren und um junge Kämpfer zu rekrutieren."

Nach den Anschlägen in Paris im November 2015 waren die Muslime in Waldkraiburg schockiert und befürchteten, mit Fanatikern in einen Topf geworfen zu werden.

Nurseda schätzt es, wenn sich Menschen schützend vor Muslime stellen und gemeinsam mit ihnen gegen Pegida und andere rechte Gruppen zusammenstehen.

2014 waren erstmals zwei Frauen in den   Vorstandschaft der türkisch-islamischen Gemeinde gewählt worden. 

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB online oder in der gedruckten Heimatzeitung.

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