Wasserwacht und Betreiber mahnen zur Vorsicht

Aufgepasst: So gefährlich ist der Innwerkkanal

+
  • schließen

Waldkraiburg/Töging - Immer wieder schockieren tragische Unfälle mit Ertrunkenen an Inn und Innkanal. Erneut weisen Wasserwacht und Kanal-Betreiber in diesem Sommer auf die Gefahren des Kanals hin.

Lesen Sie auch:
Was tun wenn jemand in Wassernot gerät? Das sollten Sie wissen

"Kürzlich erst waren wieder Jugendliche beim Feiern direkt am Innkanal", berichtet ein Sprecher der Wasserwacht Waldkraiburg unserer Redaktion. "Leider sind sich immer noch viel zu viele, vor allem junge Leute, nicht der Risiken bewusst, die dort bestehen. Denn es ist nun mal kein 'normaler' Fluss sondern letzten Endes ein Teil des Betriebsgeländes des Verbund-Kraftwerks. Das heißt, dort herrschen, je nach Betrieb des Kraftwerks, teils enorme Fließgeschwindigkeiten! Vor allem auch unter Wasser kann die Strömung teils nochmal erheblich stärker als an der Oberfläche sein." 

Erst im Februar hatten auch die Töginger Wasserwacht-Kollegen aus aktuellem Anlass gewarnt. Eine Gruppe Jugendlicher hatte die Fußgängerbrücke am sogenannten "Unterwasser-Kanal" überquert, allerdings nicht auf der Fußgängerbrücke, sondern sie balancierten über ein Wasserrohr. 

Das sollten Sie beachten:

  • An den Böschungen besteht eine erhebliche Rutschgefahr, da diese sehr steil sind. Auch am Rand stehend kann es leicht passieren, dass man hinabstürzt.
  • Direkt am Kanal sind vom Betreiber in regelmäßigen Abständen Stationen mit Rettungsringen angebracht, die im Notfall Ertrinkenden zugeworfen werden können.
  • Auf den Betonabsätzen gilt "Betreten verboten!" Es besteht dort erhöhte Gefahr ins Wasser zu fallen.
  • Auch der Bereich unter den Brücken darf nicht betreten werden. 

Video von Wasserwacht und Verbund zu Gefahren von Fließgewässern:

Die Verbund Wasserkraft GmbH, der Betreiber der bayerischen Inn-Kraftwerke mit Sitz in Töging, initiierten bereits vor acht Jahren, in Zusammenarbeit mit der Wasserwacht in den Landkreisen Altötting und Mühldorf, eine Sicherheitskampagne mit dem Ziel, Unfälle an den Fließgewässern Innkanal und Inn zu vermeiden und die Bevölkerung, insbesondere Kinder, auf die Gefahren, die von Strömung ausgehen, hinzuweisen. Die Kampagne gliedert sich in drei Teile: Die Erarbeitung von Hinweistafeln, einen Lehrfilm "Gefahren an Fließgewässern" und eine Aktion für Schulklassen.

Zurück zur Übersicht: Waldkraiburg

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT