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Reisen statt Rasen

Die Motorrad-Touren-Freunde Waldkraiburg kämpfen gemeinsam gegen übliche Biker-Vorurteile

Egal ob Yamaha, BMW, Suzuki oder Honda: (von links) Gerd Thiede (75), Max Schwögler (60) , Günther Keimeleder (58) Brigitte (55) und Manfred (53) Geislinger, Werner Obermaier (68) und Peter Hessner (62) eint die Freude am Motorradfahren.
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Egal ob Yamaha, BMW, Suzuki oder Honda: (von links) Gerd Thiede (75), Max Schwögler (60) , Günther Keimeleder (58) Brigitte (55) und Manfred (53) Geislinger, Werner Obermaier (68) und Peter Hessner (62) eint die Freude am Motorradfahren.

Biker machen Krach, sind Raser, knallharte Kerle und verursachen Unfälle. MoToFree geht die große Freiheit auf zwei Rädern ganz anders an.

Ebing/Waldkraiburg – Kaum ist der Frühling da, sind sie schon wieder auf den Straßen: die Motorradfahrer – und mit ihnen die Vorurteile und der Kampf dagegen. Denn Motorradfahren ist nicht nur Rasen.

Es kann auch gemeinsames Naturerlebnis sein, so wie es die Waldkraiburger Motorrad-Touren-Freunde (MoToFree) seit Jahren pflegen.

Biker haben oft mit Vorurteilen zu kämpfen: Sie machen Krach, sind Raser, knallharte Kerle und verursachen Unfälle. Die Mitglieder von MoToFree sind dagegen völlig normale Leute, die einfach nur ihr Hobby lieben – gemäß ihrem Motto: Reisen statt Rasen.

Seit 2003 treffen sich leidenschaftliche Biker aus der Region freitags zu ihrem Stammtisch in der „Ebinger Alm“. Hier planen sie ihre Touren, tauschen sie sich aus und genießen die Gesellschaft Gleichgesinnter.

Gerne auch im Gelände unterwegs

Die Motorrad-Touren-Freunde sind kein Club und kein Verein. Sie sind eine markenunabhängige Interessengemeinschaft von etwa 20 Motorradfahrern aus dem Landkreis zwischen 43 und 76 Jahren. Ihre Herzen brennen für Motorräder und ganz besonders für ihre Tourenmaschinen.

„Wir fahren gerne auch im Gelände. Dazu haben wir leichte Maschinen, Enduros von 125 bis 750 Kubik“, erzählt Gerd Thiede. Vergangenes Jahr machten sie zum Beispiel eine Zwölf-Almen-Tour in Kärnten. „Da fuhren wir auf befahrbaren Schotterstraßen zu den bewirtschafteten Almen.“

Längere Touren machen sie oft mit den Campern. Ihre Motorräder transportieren sie dann in ihren Wohnmobilen oder Wohn- und Schlafanhängern. Bei Enduro-Touren ist das einfacher. „Wir stellen unseren Camper beim Stellplatz ab, fahren unsere Touren und sitzen danach gemütlich zusammen“, sagt Max Schwögler. Die MoToFrees sind Vollblut-Biker und das seit ihrer frühesten Jugend. Thiede ist seit der ersten Stunde dabei.

Er und Manfred Geislinger sind die Organisatoren, Planer und Macher der Waldkraiburger Motorradfreunde. Ihre gemeinsamen Biker-Reisen führten sie schon durch die Schweiz, Italien, Frankreich, Griechenland, Montenegro, Slowenien, Kroatien und sonstige wunderschöne Gegenden innerhalb Europas.

Jeder, der ihre Leidenschaft teilt, kann sich anschließen. „Für uns stehen Sicherheit und Gesundheit an allererster Stelle“, erklärt Geislinger. „Wir tragen bei unseren Touren immer Airbag-Westen. Diese können bei Unfällen einen zusätzlichen Schutz für den Brust- und Rückenbereich bieten“, setzt er fort. Bei der Ausrüstung sollte man auf gar keinen Fall sparen. Ein guter Helm, Schutzkleidung, Airbag-Weste und Co können im Ernstfall sogar Leben retten. Sie machen jedes Jahr ein Fahrsicherheitstraining und halten sich auch in Sachen Erste Hilfe fit.

Die Touren-Freunde sind routinierte und sehr erfahrene Biker, die gerne und viel unterwegs sind. Thiede ist innerhalb der letzten 17 Jahre etwa 450 000 Kilometer gefahren. Damit hätte er die Erde am Äquator elf Mal umrundet.

Manfred Geislinger plant aktuell eine Motorradtour durch Norwegen. Und Peter Hessner fuhr mit seiner Frau auf dem Motorrad schon quer durch die USA, unter anderem auf der Route 66. Ein echter Traum für jeden Biker. Jeder der MoToFrees kann auf tolle Geschichten zurückblicken.

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Zusammenhalt und Kameradschaft ist ihnen enorm wichtig. „Wenn wir in der Gruppe unterwegs sind, fährt jeder so wie das schwächste Glied. Wir nehmen aufeinander Rücksicht und achten darauf, dass der schwächste Fahrer stets hinter dem Tourenguide fährt“, erzählt Thiede. Sie fahren sicher, gelassen und souverän.

Natürlich machte Corona auch den MeToFrees das Leben nicht leicht. Im Sommer waren die Beschränkungen zwar gelockert und Touren möglich. Dafür war es schwierig, Übernachtungsmöglichkeiten zu finden, da die meisten geschlossen hatten.

Die gemeinsamen Touren dürfen gerne auch über Schotterpisten und durch das Gelände führen.

Rücksichtslosigkeit trübt den Spaß

Das Gefühl der Freiheit ist unbezahlbar. Trotz allem, gibt es auch Dinge, die den Fahrspaß trüben: „Die Rücksichtslosigkeit und der Egoismus der Leute im Straßenverkehr ist eine sehr große Gefahr“, so Thiede. „Würde jeder mit gesundem Menschenverstand fahren, vorausschauend, rücksichtsvoll und achtsam, könnten sich alle im Straßenverkehr sicherer fühlen.“

Wer zum Stammtisch kommen mag

Treffpunkt: Immer freitags ab 19:30 Uhr im Gasthaus „Ebinger Alm` in Waldkraiburg - Ebing. Mehr Infos unter: http://www.motofree.de/

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