Nach Beschluss in Ausschuss

Leerstands-Manager für Waldkraiburg: Das ist der aktuelle Stand

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Waldkraiburg - Leerstände prägen das Bild in der Innenstadt. Ein Citymanager soll dabei helfen, das zu ändern. Wir haben uns nach dem aktuellen Stand erkundigt.

"Wir bereiten derzeit die Ausschreibung in Absprache mit der Regierung von Oberbayern, der Städtebauförderung und den ISEK-Ergebnissen vor", berichtet Carsten Schwunck, Leiter der Stadtentwicklungs- und Bauabteilung. "Sobald wir hier ein Ergebnis haben, würden wir die Ausschreibungsziele im Stadtrat abstimmen und dann noch vor der eigentlichen Ausschreibung mit den Vertreten des Einzelhandel und zugehörigen Interessenvertretern diskutieren. Nach derzeitigen Stand wäre eine Ausschreibung Anfang 2020 geplant." 

Antrag der CSU Grundlage

Die CSU-Stadtratsfraktion hatte im November des vergangenen Jahres im Stadtentwicklungsausschuss einen Antrag zur Erstellung eines detaillierten Berichtes zum Leerstand von Verkaufsflächen und Büroräumen im Kernbereich der Stadt gestellt. Hintergrund war die ständig steigende Zahl an Leerständen im Kernbereich der Stadt Waldkraiburg. Das Gremium hatte daraufhin beschlossen, Schritte einzuleiten, um die Stelle eines Citymanagers zu schaffen, welcher das Leerstandsmanagement übernehmen soll. 

"Im Rahmen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) wurde bereits die Besetzung einer externen Stelle eines Citymanagers und damit auch eines 'Kümmerers' des Leerstandes und dessen kontinuierliche Vermeidung, mit der obersten Priorität und als kurzfristig anzugehen, aufgenommen", berichtete die Stadtverwaltung damals. 

Nicht wenige Kosten, aber Förderungen dafür

Die Kosten stellten sich wie folgt da:

  • Der Citymanager würde jährlich, für zunächst drei Jahre etwa 50.000 Euro kosten.
  • Das Leerstandsmanagement wird einmalig 8000 Euro kosten.
  • Ein Verfügungs- und Projektfonds wird mit etwa 10.000 Euro pro Jahr für zunächst drei Jahre zu Buche schlagen.
  • Das Konzept für ein Geschäftsflächenprogramm wird einmalig etwa 20.000 Euro kosten.
  • Baumaßnahmen für das Geschäftsflächenprogramm werden etwa 50.000 Euro pro Jahr für zunächst drei Jahre kosten.

Die Finanzierung trägt voraussichtlich die Städtebauförderung zu 60 Prozent für die nächsten drei Jahre. Es muss noch geklärt werden ob die Stelle von einem externen Büro oder städtischen Mitarbeitern übernommen wird. 

Auch in Mühldorf will man etwas gegen Brachflächen und Leerstände unternehmen, um den Flächenverbrauch einzuschränken.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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