Bürgermeisterkandidat Harald Jungbauer (CSU)

"Einrichtungen für Kinder haben immer Vorrang"

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Das letzte Wort hat der Wähler: Stadtrat und Zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer (CSU) ist einer von drei Bürgermeisterkandidaten in Waldkraiburg.

Waldkraiburg - "Auf Erfahrung und historischem Wissen aufbauen": Harald Jungbauer (CSU) möchte seinen Parteikollegen Siegfried Klika als Ersten Bürgermeister beerben.

Wer beerbt Siegfried Klika (CSU) als Bürgermeister der Stadt Waldkraiburg? Mit Richard Fischer (SPD), Harald Jungbauer (CSU) und Robert Pötzsch (UWG) stehen drei Kandidaten zur Wahl. Lesen Sie hier, was sich Stadtrat Harald Jungbauer, zugleich Zweiter Bürgermeister der Stadt, im Falle eines Wahlsiegs vorgenommen hat. Ein Artikel über Jungbauers Mitbewerber Robert Pötzsch folgt um 12 Uhr.

Welche politischen Schwerpunkte möchten Sie in den nächsten sechs Jahren setzten?

  • Chancengleichheit für alle Bürger unserer Stadt unabhängig von sozialen Verhältnissen und Herkunft sicherstellen
  • Durch Zusammenarbeit und Zukunftsplanung mit Industrie, Handel und Handwerk Waldkraiburg als Wirtschaftsstandort in der Region weiter ausbauen
  • Beste Voraussetzungen für junge Familien von der Kindertagesstätte bis zum Schulabschluss schaffen
  • Attraktivität unserer Stadt durch ein vielseitiges und verbessertes Kunst- und Kulturangebot steigern
  • Sportliche Erfolge durch Ausbau und Schaffung moderner Voraussetzungen unterstützen
  • Den Interessen und Bedürfnissen der Jugend noch mehr öffnen
  • Bei der Bildung neue Wege einschlagen, die Ansiedlung einer FOS/BOS fördern
  • Wohn- und Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt Waldkraiburg nachhaltig sichern
  • Eine Modernisierung des Verkehrsnetzes und bessere überregionale Anbindungen schaffen
  • Senioren sollen sorgenfrei und gut versorgt in Waldkraiburg leben und alt werden
  • Durch eine unabhängige Energieversorgung mit Geothermie, Strom und Gas die Zukunft sichern

Welche wirtschaftliche Entwicklung wünschen Sie sich für die Stadt und wie wollen Sie diese unterstützen?

Zunächst müssen die Arbeitsplätze hier in der Stadt erhalten und wenn möglich neue geschaffen werden. Dazu werde ich die hier in Waldkraiburg ansässigen Firmen unterstützen. Ein regelmäßiger Austausch mit den Betriebsinhabern, Firmenleitungen, Einzelhändlern und Gewerbetreibenden ist selbstverständlich. Durch die Ausweisung von neuen Gewerbe- und Industriegrundstücken zu wettbewerbsfähigen Preisen werde ich aktiv um Neuansiedlungen werben und auch Möglichkeiten interkommunaler Zusammenarbeit prüfen. Zur Belebung der Innenstadt sollte auch ein "Leerstandsmanagement" über unsere Stadtmarketing GmbH eingerichtet werden.

Wie möchten Sie sich für eine bessere Verkehrsanbindung in der Region einsetzen?

Die Fertigstellung der A94 ist dringend notwendig. Damit verbunden sind auch die eindeutige Benennung und Kennzeichnung der Ausfahrten auf den Verkehrshinweisschildern nach Waldkraiburg. Durch intensive Gespräche mit dem Straßenbauamt und dem Landratsamt müssen wir folgendes erreichen: Den Ausbau der Staatsstraße 2091 mit der Beseitigung des Bahnübergangs, die Sanierung der Kreisstraße MÜ 20 (bei Aldi/Penny) verbunden mit dem zeitnahen Umbau der Pürtner Kreuzung. Die Planungen für eine Ortsumgehung Pürten müssen wieder aufgenommen und damit die Aufnahme in Dringlichkeitsstufe eins erreicht werden. Der Ausbau der Staatsstraße 2352 von Aschau nach Mühldorf mit der Beseitigung der Bahnunterführung beim Kieswerk Schuster muss ebenfalls in den vordringlichen Bedarf. Daneben ist der schon fertig geplante Kreisverkehr am sogenannten Stockhamer Berg zügig anzugehen. Der öffentliche Personennahverkehr muss in Zusammenarbeit mit dem Landkreis im gesamten Stadtgebiet optimiert und mit überörtlichen Bus- und Bahnverkehr vernetzt werden.

Welche Bildungsangebote braucht die Region?

Die Region braucht ein vielfältiges Bildungsangebot von der Mittelschule bis zum Studium vor Ort. Die berufliche Bildung ist dabei genauso wichtig wie eine akademische Ausbildung. Eine FOS/BOS, die Aus- und Weiterbildung in den Betrieben (zum Beispiel duales Studium, die Qualifizierung der Arbeitnehmer oder eine Meisterschule) ist zusammen mit der Erwachsenenbildung - auch in Zusammenarbeit mit VHS und anderen Bildungsträgern - zu unterstützen.

Wie kann es in der Stadt langfristig bezahlbaren Wohnraum geben?

Die Stadt Waldkraiburg weist neue Wohngebiete aus. Neubaugebiete wie Waldkraiburg-West oder die Erweiterung des Neubaugebietes Erasmus-Ost schaffen neuen Wohnraum für Familien zu bezahlbaren Preisen. Die energetische und bauliche Sanierung der städtischen Sozialwohnungen (Stadtbau) mit ihren bezahlbaren Mieten sind Familienförderung aus erster Hand.

Welche politischen Projekte liegen Ihnen besonders am Herzen?

In der Stadt Waldkraiburg haben Einrichtungen für Kinder immer Vorrang. Die geplante neue Kinderkrippe Maria Schutz und die Verbesserung des Hortes und der Mittagsbetreuung an der Kindertagesstätte St. Christophorus und am Schulzentrum an der Dieselstraße sind mir ein Herzensanliegen. Weitere Vorhaben wie die Kletterhalle und das Schulschwimmbecken steigern die Attraktivität der Stadt und bereichern das sportliche Leben.

Welchen Politikstil möchten Sie im Rathaus prägen?

Ich will die Bürgerinnen und Bürger in die Entscheidungsprozesse über wichtige Entwicklungen in der Stadt mit einbeziehen. Meine Bürgermeistertür steht für alle offen. Es ist mir daher wichtig, die Menschen in unserer Stadt mitzunehmen, ihre Ideen und Vorschläge aufzugreifen und umzusetzen.

Was ist an der Stadtentwicklung der letzten Jahre positiv?

Durch die Stromübernahme gab es die Möglichkeit, mit Überschüssen die nicht wirtschaftlichen Betriebe wie Waldbad, Eisstadion und Stadtbus erfolgreich zu betreiben. Geld von den Bürgern wird für die Bürger eingesetzt. Jetzt möchten wir auch die Erdgasversorgung der Stadt in kommunale Hände bekommen. Die erfolgreiche geothermale Bohrung als Jahrhundertprojekt schafft langfristig Unabhängigkeit von primären fossilen Energieformen. Der starke Ausbau der Kinderbetreuung in den letzten Jahren ist ein wichtiger Beitrag für eine aktive Familienförderung. Ein attraktives Kulturprogramm, die Zurverfügungstellung der Sportstätten und die Unterstützung der Ehrenamtlichen ist ein wichtiger Beitrag für die aktive Freizeitgestaltung der Bürger und fördert die Integration aller Menschen in Waldkraiburg. Durch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt konnten die bestehenden Industriebetriebe und damit auch die Arbeitsplätze in Waldkraiburg gehalten und zum Teil auch ausgebaut und erweitert werden.

Was hätte man in den letzten Jahren besser machen können?

Viele Aufgaben und Zukunftsinvestitionen wurden zwar im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten getätigt, aber zu wenig kommuniziert und den Bürgerinnen und Bürgern nicht klar dargestellt. Dadurch entstand leider der Eindruck des Stillstands. Andere Dinge wurden aus finanziellen Gründen auf die lange Bank geschoben, so zum Beispiel die Sanierung der Rathaustiefgarage oder das Rathaus selbst, das ja auch schon in die Jahre gekommen ist. Auch das Radwegenetz in und um unsere Stadt ist etwas in den Hintergrund getreten. Dieses sollte überprüft, den Bedürfnissen angepasst und optimiert werden, denn viele Schüler, Arbeitnehmer und Freizeitsportler nutzen diese Wege.

Warum sollten die Wähler gerade Ihnen das Vertrauen geben?

Eine kommunale Behörde dieser Größenordnung - die entspricht in etwa der Leitung eines gehobenen mittelständischen Betriebes - braucht eine Führung, die auf Erfahrung und historischem Wissen aufbauen kann. Ich habe mich als ehemals jüngster Stadtrat und seit 2002 als zweiter Bürgermeister intensiv in die Thematik eingearbeitet. Mit meiner politischen Erfahrung, meinem Engagement und meinem umfassenden Netzwerk in die Landes- und Bundespolitik bin ich in der Lage, die anstehenden Projekte zeitnah zu verwirklichen und umzusetzen. Zusammengefasst: Große Erfahrung in der Kommunalpolitik, Leidenschaft für Waldkraiburg, die Nähe zur Jugend und damit auch Offenheit zur Veränderung. Schenken Sie mir deshalb am 16. März Ihr Vertrauen.

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