Technologie-Transferzentrum der TH Rosenheim soll kommen

"Diese Entwicklung kann eine große Chance für Waldkraiburg sein!"

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Waldkraiburg - Die Ankündigung, dass ein Technologie-Transferzentrum der künftigten TH Rosenheim mit dem Schwerpunkt auf biobasierten Materialwissenschaften nach Waldkraiburg kommen soll, sorgt für Freude im Rathaus. 

Am Mittwoch gab Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Rahmen seiner Regierungserklärung bekannt, dass die Rosenheimer Fachhochschule zur Technischen Hochschule wird. Zusätzlich soll mit einem Technologie-Transferzentrum mit dem Schwerpunkt auf biobasierten Materialwissenschaften in Waldkraiburg die künftige TH Rosenheim ein weiteres Standbein erhalten. "Ich begrüße die Ankündigung des Ministerpräsidenten und freue mich sehr darüber", erklärte Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) gegenüber innsalzach24.de. "Diese Entwicklung kann eine große Chance für Waldkraiburg sein." Als nächsten Schritt werde es Gespräche mit der Hochschule Rosenheim geben, um genauere Informationen einzuholen.

Bereits 2016 Hoffnungen auf Standort

Bereits im August 2016 hatte es in Waldkraiburg Hoffnungen gegeben, Hochschulstandort zu werden. Damals kündigte die Hochschule Rosenheim an, im Rahmen ihrer Wachstumsmaßnahmen und abhängig von der Zustimmung der Landesbehörden, verschiedene Studiengänge des sozialen Bereiches in den Landkreis Mühldorf auszulagern. Neben der Kreisstadt bewarb sich daraufhin auch Waldkraiburg um einen Standort. Aufgrund der Infrastruktur, verfügbarer Grundflächen, der Abrundung des Bildungsangebotes, möglicher künftiger Entwicklungschancen und der Entstehung eines gemeinsamen Oberzentrums der Städte Waldkraiburg und Mühldorf, sah der Stadtrat mehrheitlich gute Voraussetzungen am Standort Waldkraiburg. 

"Wir könnten ein gutes Paket für eine Fachhochschule in Waldkraiburg schnüren"gab sich Bürgermeister Robert Pötzsch bei der öffentlichen Behandlung der Bewerbung durch den Stadtrat im Oktober dann noch optimistisch. Er machte aber auch klar, dass "kein Persilschein" ausgestellt würde, was die Finanzierung anginge. Denn auch wenn eine solche Außenstelle einen erheblichen Imagegewinn bedeuten würde, solle die Zusage nicht um jeden Preis erreicht werden.

Entscheidung für Mühldorf sorgte teilweise für Unmut

Am Ende fiel die Entscheidung dann aber auf Mühldorf. Das Konzept der Kreisstadt sei überzeugender und somit entscheidend gewesen, begründeten Staatsminister Dr. Marcel Huber und Landrat Georg Huber damals die Entscheidung. So stünden in Mühldorf 30.000 Quadratmeter für den Fachhochschulstandort zur Verfügung sowie finanziell 7,5 Millionen Euro als Unterstützung. Auch die Fachhochschule Rosenheim war mit der Wahl Mühldorfs als neuen Standort Mühldorf zufrieden. 

Diese Entscheidung traf teilweise auf Unverständnis. "Wir bekommen die Flüchtlinge und die große Einrichtung dazu und Mühldorf die Fachhochschule und die Studenten", resümierte dessen Vorsitzende Willi Engelmann beim Treffen der Aktionsgemeinschaft Handel und Handwerk Anfang Dezember 2016. "Das wurmt mich", betonte er. Wie er weiter erklärte, habe Waldkraiburg eine "ökonomisch und ökologisch gute Bewerbung" abgegeben. Vorhandene Gebäudestrukturen, etwa die Black Box hätte man als Hörsaal nutzen können. "Und was macht Mühldorf? Große Versprechungen und bekommt den Zuschlag. Und das Kultusministerium wusste noch nicht mal, dass sich Waldkraiburg beworben hatte", so der verbitterte Vorsitzende.

Rubriklistenbild: © red/dpa (Montage)

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