Stadtrat muss sich dem Thema erneut stellen

Gegen Abholzung zugunsten Industrie: Erster Erfolg für Bürgerinitiative

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Um dieses Stück Wald zwischen Industriegebiet-Nord und der Wohnbebauung nördlich der Waldkraiburger Daimlerstraße geht es. Hier wollen sich Betriebe erweitern, eine Bürgerinitiative fordert den Erhalt des ganzen Waldstücks. Zumindest auf eine Stichstraße zur weiteren Erschließung will die Stadt nun verzichten und die Bäume auf dem dafür vorgesehenen Grund stehen lassen. 
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Waldkraiburg - Die Bürgerinitiative gegen die Erweiterung des Industriegebiet Nord macht den nächsten Schritt: Dank genügend Unterschriften ist ihr Bürgerantrag zulässig - der Stadtrat muss sich dem "Daimlerwald" nochmal annehmen. 

Der Bürgerantrag der Bürgerinitiative "Stadt im Grünen?" ist zulässig - von den 343 gesammelten Unterschriften sind 324 gültig, wie Bürgermeister Robert Pötzsch in der Stadtratssitzung am Dienstag bekanntgab. Das sind genug, damit die Forderungen der Bürgerinitiative im Stadtrat nochmals behandelt werden müssen. Termin ist die Sitzung am 15. Januar 2020. 

"Wir hatten doch schon einen guten Kompromiss gefunden und trotzdem wurde der Bürgerantrag nicht zurückgenommen", wunderte sich Stadtrat Christoph Vetter - ohnehin erstaune ihn die "Aggressivität und fehlenden Infos" vieler Menschen, sie sollten sich sachlich mit der Thematik auseinandersetzen. Im angesprochenen Kompromiss stellte die Stadt in Aussicht, auf eine eigene Stichstraße im erweiterten Industriegebiet zu verzichten. Die für die Stichstraße vorgesehenen Waldflächen sollen nicht angetastet werden. An der Erweiterung selbst wird aber festgehalten. 

Die Bürgerinitiative wendet sich gegen die Erweiterung des Industriegebiet Nord. 1,9 Hektar Wald zwischen Gewerbe und der Wohnbebauung nördlich der Daimlerstraße könnten demnach fallen. Zwei Betriebe wollen sich erweitern, unter anderem ist ein Schalthaus der Stadtwerke geplant, um die Stromversorgung für Industrie und Wohngebiet im Waldkraiburger Norden sicherzustellen. Die Bürgerinitiative fordert dagegen den Erhalt des gesamten Waldgebiets und keine Änderung des Flächennutzungsplanes. 

xe

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