Weiter hoher Bedarf bei Kindergärten und Krippen

"Zuzügler kommen direkt vom Einwohnermeldeamt und fragen nach Plätzen!"

  • schließen

Waldkraiburg - Im Rahmen der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses wurde das Gremium über den aktuellen Bedarf bei Kindergarten- und Krippenplätzen informiert.

Diesmal erfolgte keine Elternbefragung, die nächste ist für das Frühjahr 2021 geplant, so die Stadtverwaltung."Aktuell ging es darum, die Entwicklung der Kinderzahlen in Waldkraiburg sowie die Inhalte der derzeitigen Fassung zu überprüfen." Festgehalten werden könne, dass die vorgestellten Prognosen des Bedarfsplans 2018 vollständig eingetroffen seien. "Es haben sich sowohl die Kinderzahlen bestätigt, wie auch die Vorhersage, dass gerade im Krippenbereich der Bedarf immer weiter ansteigt." Die Eröffnung der städtischen KiTa habe zwar den akuten Bedarf des vergangenen Jahres gedeckt, allerdings habe die Einrichtung eine altersübergreifende Gruppe einrichten müssen, um weitere Kinder, die jünger als drei Jahre sind, aufnehmen zu können. "Diese sieben Kinder belegen allerdings jeweils 2 Plätze in der Regelgruppe."

Weiter großer Bedarf

Anfang 2018 hatte sich überraschend herausgestellt, dass der Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen sehr viel höher war, als zunächst angenommen. Daher kam die Idee auf, den Bedarf durch eine städtische Einrichtung zu decken. Nach einer längeren Standortsuche konnte schließlich Anfang Oktober eine übergangsweise Container-Einrichtung am Kalander eröffnet werden. Eine Einrichtung im ehemaligen SGF-Sozial-Gebäude an der Haidaer Straße soll nun die dauerhaften Räumlichkeiten darstellen.

"Der Bedarf ist weiter angewachsen, für das KiTa-Jahr 2019/2020 bestehen zum jetzigen Zeitpunkt wieder Wartelisten", berichtete die Stadtverwaltung weiter. "Zuzügler kommen direkt vom Einwohnermeldeamt in das Sachgebiet Kinderbetreuung und Schulen, um nach Kindergarten- oder Krippenplätzen zu fragen!" Auch Nachfragen von verschiedenen Stellen des Landratsamtes bezüglich freier Plätze könne derzeit nicht befriedigend beantwortet werden. "Von Seiten der Verwaltung kann lediglich empfohlen werden, sich in verschiedenen Einrichtungen auf die Wartelisten setzen zu lassen." Es stehe außer Frage, dass umgehend Maßnahmen ergriffen werden müssten, um den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen, auch im Hinblick auf die Familienfreundlichkeit der Stadt Waldkraiburg, decken zu können. "Kinderbetreuung ist Pflichtaufgabe der Gemeinden und sollte deshalb oberste Priorität haben."

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Zurück zur Übersicht: Waldkraiburg

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT