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Bauausschuss lehnt Pläne für Tierkrematorium in St. Erasmus ab

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Waldkraiburg - Die Stadtverwaltung steht den Plänen für ein Tierkrematorium ablehnend gegenüber. Allerdings ist sie hier nicht der Entscheidungsträger.

Direkt hinter der Tierkörperverwertungsanlage in St. Erasmus soll nun auch ein Tier-Krematorium samt Verwaltungsgebäude gebaut werden. Die Pegasus Tierbestattungen GmbH plant eine etwa 20 mal 30 Meter große und sechs Meter hohe Halle mit zwei Brennkammer. Enthalten in den Plänen ist auch ein Raum zur Verabschiedung für die Tier-Besitzer. Vorrangig sollen in der Anlage dann offenbar Pferde verbrannt werden. Das Unternehmen hat die entsprechenden Gutachten bereits eingereicht. Nun müssen Einwände gegen die Planungen abgewartet werden. "Falls es welche gibt, versuchen wir, diese im Vorfeld in Einzelgesprächen zu klären", erläuterte Rainer Berndt, Geschäftsführer der Berndt GmbH, der das Projekt finanziell unterstützt. Bis September soll die Baugenehmigung vorliegen. Sollte diese erfolgen, könnte die Anlage im Sommer 2020 in Betrieb genommen werden.

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Stadt gibt nur Stellungnahme ab

Bei der Regierung von Oberbayern wurde ein Antrag auf immissionsschutzrechtliche Genehmigung gestellt. "Das Vorhaben befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum bestehenden Betrieb für Tierkörperverwertung in St. Erasmus", so die Stadtverwaltung. Die Stadt Waldkraiburg ist hier nicht selbst Genehmigungsbehörde, sondern nimmt als Fachstelle zum Thema Baurecht Stellung zum Antrag. "Der geltende Flächennutzungsplan weist für das Grundstück ein Sondergebiet für Tierkörperverwertung sowie die Errichtung einer Biogasanlage aus. Ein Bebauungsplan liegt nicht vor."

Der Bauausschuss folgte letztlich dem Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung, der Errichtung des Tierkrematoriums nicht zuzustimmen, da dieses der Bauleitplanung beziehungsweise den städtebaulichen Zielen der Stadt Waldkraiburg widerspricht.

Karte: Hier soll das Krematorium entstehen

Rubriklistenbild: © picture alliance / Sina Schuldt (Symbolbild)

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