An der Bayernbrücke in Waldkraiburg 

Skepsis bei Umwandlung von Bildungs- in Wohngebiet  

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Der Bereich an der Bayernbrücke zwischen Franz-Liszt-Straße, Berliner Straße und dem Ritter-von-Gluck-Weg soll in ein Wohngebiet umgewandelt werden. 
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Waldkraiburg - Eines der viel diskutierten Bauprojekte auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung der Räte behandelte die Änderung eines Gebiets im Bereich an der Bayernbrücke zwischen Franz-Liszt-Straße, Berliner Straße und dem Ritter-von-Gluck-Weg. 

Die Stadt meldete sich am Mittwochabend des 27. Septembers mit der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Ortsteile aus der Sommerpause zurück. Bei einem Änderungsbeschluss im Bereich an der Bayernbrücke zwischen Franz-Liszt-Straße, Berliner Straße und dem Ritter-von-Gluck-Weg wurde besonders viel debattiert. Waldkraiburg plant hier den Gemeinbedarf "Bildungseinrichtung" in ein allgemeines Wohngebiet umzuwandeln - was für Gesprächsbedarf sorgte. 

Annemarie Deschler (CSU) war skeptisch ob des Änderungsbeschlusses: "Wir wissen nicht, wie sich die Bildung entwickelt, es ist schade, eine solche Fläche wegzugeben, die man womöglich in fünf Jahren für Bildungseinrichtungen benötigt. Ich bin gegen die Errichtung des Wohngebiets auf der Fläche. Wir sollten die Flächen, die wir besitzen auch erhalten." Mit dieser Meinung über das Bauprojekt steht Deschler nicht alleine da: Laut Bauamtsleiter Carsten Schwunk gebe es nach wie vor immer noch Gegner, die sich an der Stelle aufgrund der Lagerhallen und der vorherigen Bauten kein Wohngebiet vorstellen können

Dr. Frieder Vielsack von der UWG hingegen konnte die Skepsis seiner Ratskollegin Deschler sowie einiger Bürger nicht nachvollziehen. Er ist der Meinung, sich mit den Investoren zusammengesetzt zu haben und diese seit nunmehr zehn Jahren brach liegende Fläche erschlossen zu haben sei der richtige Weg in die Zukunft gewesen. 

UWG-Kollege Ulli Maier ist mit der Beschlussformulierung nicht ganz einverstanden. Ihm fehlt der Zusatz "Wirtschaftlichkeit". Die müsse laut Maier ganz klar im Vordergrund stehen bei der Änderung der Fläche. 

Der Beschlussvorschlag des Ausschusses: 

Der Beschluss des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Ortsteile wird nun mit einer Gegenstimme von Annemarie Deschler wie folgt umgesetzt: Grundsätzlich werde einer Änderung des Bebauungsplans mit dem Ziel einer Wohnnnutzung im Bereich zwischen Franz-Liszt-Straße, Berliner Straße und dem Ritter-von-Gluck-Weg zugestimmt. Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommen ist die Erschließung der Grundstücke über die Staatsstraße 2352 zu gestalten und ein entsprechendes Gutachten bezüglich der Verkehrsuntersuchung zu beauftragen. 

Die neue Bebauung soll dabei der bereits bestehenden umliegenden Bebauung städtebaulich angepasst werden. Parkplätze des Gymnasiums inklusive der Zufahrt sollen berücksichtigt werden. Der Anschluss an die städtische Geothermie ist zu prüfen. Die Verwaltung wird beauftragt, ein entsprechendes Änderungsverfahren einzuleiten, ein städtebaulicher Vertrag zur Übernahme der Planungskosten besteht bereits aus vorangegangenen Verfahren und wird gegebenenfalls angepasst. 

Der Ausschuss schlägt dem Stadtrat folgenden Antrag vor: Der Stadtrat beschließt die 52. Änderung des Flächennutzungsplans für den Bereich an der Bayernbrücke zwischen Franz-Liszt-Straße, Berliner Straße und dem Ritter-von-Gluck-Weg entsprechend des zu überarbeitenden Bebauungsplans in ein allgemeines Wohngebiet. 

mb

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