Bauausschuss beriet am Mittwoch

Anwohner unzufrieden mit Bauprojekt in der Graslitzer Straße

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Waldkraiburg - Für Aufregung in der Nachbarschaft hat ein Bauprojekt in der Graslitzer Straße gesorgt. Nun beriet der Bauausschuss darüber und suchte nach Lösungen für einige Probleme.

"Vierstöckig soll das werden!", Empörte sich der Sohn einer Anwohnerin, selbst Architekt. Unmöglich fände er diese Pläne, auch in Hinsicht auf die Auswirkungen auf das Stadtbild. Insgesamt sechs Anwohner waren erschienen, die die Beratung des Bauausschusses am Mittwoch Abend über das Bauprojekt in der Graslitzer Straße 32 mitverfolgen wollten. Es handelt sich zunächst nur um einen sogenannten Antrag auf Vorbescheid. Auf dem fast 2000 Quadratmeter großen Grundstück will ein Bauträger aus Schwindegg ein umfangreiches Bauprojekt entstehen lassen.

Das Projekt

Haus eins:

  • Drei Geschoße plus ein zurückgesetztes Dachgeschoß mit einer Gesamthöhe von 11,20 Metern.
  • Ein Gesamtausmaß von 20,25 x 13,25 Meter.
  • Eine gewerbliche Nutzung des Erdgeschoßes und 11 Wohneinheiten in den drei Obergeschossen.

Haus zwei

  • Zwei Geschoße plus ein zurückgesetztes Dachgeschoß mit einer Gesamthöhe von 8,45 Metern.
  • Ein Gesamtausmaß von 12 x 9,50 Metern
  • Insgesamt 8 Wohneinheiten

Die Frage der Stellplätze

Hier soll das Bauprojekt entstehen.

Geplant sind außerdem 14 oberirdische Stellplätze und eine Tiefgarage, insgesamt würden es dadurch 33 Stellplätze werden. Jede der 19 Wohnungen soll einen Stellplatz erhalten, der Rest möglicherweise dem Gewerbebetrieb zufallen, der im ersten Haus angesiedelt werden soll. 

Vom Fachbereich Straßenbau selbst kamen Bedenken, da die Stellplätze direkt an der Straße befindlich sind. Da die Graslitzer Straße stark befahren wird, könnten sich Behinderungen des Verkehrs ergeben. Auch Margit Roller von der CSU-Fraktion meldete Bedenken an, dass Fußgänger auf dem am Parkplatz entlangführenden Gehweg gefährdet werden könnten. Als Lösung wurde vom Bauamt vorgeschlagen, den Parkplatz alleine über eine alte Torzufahrt zugänglich zu machen.

Einigung mit Anwohnern

Wie Monika Oberhofer vom Waldkraiburger Bauamt einräumte, sind einige Nachbarn „gar nicht begeistert“ von dem Projek, es herrsche momentan „einige Unruhe“. Besonders eines der Nachbargrundstücke würde von dem neuen Gebäude sichtlich in den Schatten gestellt werden.  Alle Fraktionen waren sich einig, dass das Projekt auf Grund seines Beitrags zur Verdichtung der Innenstadt grundsätzlich begrüßenswert sei. Die Frage sei nun, wie ein Ausgleich mit den Anwohnern gefunden werden könnte. 

In der folgenden Diskussion wurde daher zunächst der Vorteil eines Bebauungsplans erkannt. Zwar würde es etwa ein Dreivierteljahr dauern, bis ein solcher Bescheid erstellt wäre, jedoch hätte dieser für den Bauträger den Vorteil einer erhöhten Rechtssicherheit. Denn bei einem Baubescheid bestünde das Risiko, dass durch Klagen von Anwohnern eine Verzögerung auf unbestimmte Zeit herauskommen würde. Als Kompromiss wurde einstimmig beschlossen, das Thema bis zur nächsten Sitzung im April zu vertagen. Bis dahin sei der Bauträger angehalten, eine Einigung mit den Anwohnern zu erzielen.

Rubriklistenbild: © dpa

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