86 Mietwohnungen für Waldkraiburg

Das ist der aktuelle Stand beim Bauprojekt am Iserring

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Waldkraiburg - Die Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft Waldkraiburg (WSGW) will am Iserring 1-8 in Waldkraiburg einen Neubau mit 86 Mietwohnungen und einem Gäste-Appartement errichten. Wir haben uns vor Ort ein Bild gemacht:

"Das Projekt läuft an", freut sich WSGW-Prokurist Uwe Krämer. Es ist ein sonniger Tag, die Bauarbeiten am Iserring laufen auf Hochtouren. Überall fahren Lkws, Baumaschinen und Bagger herum. Eifrig sind die Bauarbeiter am Werk. Die beiden Kräne, die derzeit über die Umgebung sind ständig in Bewegung und sorgen dafür, dass das Baumaterial dort landet, wo es hingehört.

Impressionen von der Baustelle im Video:

Projekt in drei Bauabschnitten

"Wir arbeiten in drei Bauabschnitten", erläutert Krämer. Er zeigt auf die Anfänge eines Gebäude, direkjt an der Stadtplatz-Seite der Baustelle, die bereits zaghaft heranwachsen. "Das ist das Haus 3. Es wird drei Eingänge und drei bis sieben Geschosse haben und soll planmäßig im November nächsten Jahres fertigwerden."

Das Haus 3 soll im November 2020 fertig sein.

Dann wandert der Blick zu der Baugrube gleich dahinter, die sich hinter dem WSGW-Gebäude befindet. "Das ist das Haus 1. Es wird vier bis fünf Stockwerke und zwei Eingänge haben und soll Anfang Dezember 2020 fertig werden."

Das Haus 1 soll dem Haus 3 im Dezember 2020 folgen.

Schlussendlich die Baugrube direkt an der Egerländer Straße:"Das ist der letzte Bauabschnitt, das Haus 2. Es wird fünf bis sechs Stockwerke haben und soll zum Juni 2021 fertig sein." Zwischen den Gebäuden soll außerdem ein Parkhaus für 101 Stellplätze mit Einfahrt am Stadplatz und Ausfahrt zur Egerländer Straße entstehen.

Neubau war dringend nötig

"Der Iserring soll kein Ghetto werden!", hatte Werner Meisenecker, Geschäftsführender Vorstand der WSGW in einer Sitzung des Waldkraiburger Bauausschusses 2016 gemahnt. Wenn dort nicht bald etwas unternommen worden wäre, hätte dort bald "nicht mehr das gewünschte Klientel" gewohnt, da die Altbauten dort inzwischen einen schlechten Ruf hätten.

Bilder von der Iserring-Baustelle in Waldkraiburg

Die bisherigen Gebäude am Iserring waren nicht nur dringend sanierungsbedürftig, sondern nutzen auch die Grundstücksfläche bei weitem nicht optimal. Daher sei ein Neubau die beste Lösung, so die WSGW. Bereits im April 2016 hatte sie ihre Pläne im Stadtrat vorgestellt. Der Bebauungsplan wurde dann Anfang März beschlossen.

So sahen die früheren Gebäude aus:

Bilder vom Zustand der Häuser am Iserring

Für das Projekt gibt es nicht wenig Lob von der Stadt. Der Flächenverbrauch in Waldkraiburg lasse sich durch die Aufstockung von bestehenden Gebäuden beziehungsweise mehrfachgeschossige Neu- und Ersatzneubauten nicht vermeiden aber einschränken, erklärte Bauamtsleiter Carsten Schwunck vor kurzem im Interview mit innsalzach24.de. "Die letzten großen Bauvorhaben, wie beispielsweise am Iserring, in der Berliner Straße, auf dem Konen-Gelände und auch die aktuellen Ausweisungen im Bereich der Prießnitzstraße zielen alle in diese Richtung."

Wohnungen auch für einkommensschwache Haushalte

Mit dem Projekt im Stadtzentrum von Waldkraiburg sollen Wohnungen für einkommensschwächere Haushalte geschaffen werden. Das umfangreiche Wohnungsangebot richtet sich sowohl an Familien und Senioren, als auch an Alleinstehende und Paare.Alle Wohnungen sind barrierefrei gestaltet und über Aufzüge erschlossen. Zwei Wohnungen sind für die Nutzung durch Rollstuhlfahrer geplant.

Das Projekt geht auf einen Architektenwettbewerb zurück, der im Sommer 2016 entschieden wurde. Es verteilt sich auf drei Hausgruppen, die einen ruhigen, begrünten Innenhof bilden und die Anlage von der stark befahrenen Egerländer Straße abschirmen.

Bis Ende Mai 2018 waren die letzten Mieter ausgezogen, dann konnte mit den Abbrucharbeiten begonnen werden. Weil ein in der Anlage verbautes Wärmedämmungsverbundsystem aufwendig getrennt und entsorgt werden musste,zog sich dies über mehrere Monate hin.

Geld von der Regierung

Im November des vergangenen Jahres hatte außerdem die Regierung von Oberbayern staatliche Fördergelder in Höhe von rund 12 Millionen Euro bewilligt. Davon werden 1,7 Millionen Euro als Zuschüsse, der Rest als zinsgünstige Förderdarlehen ausbezahlt. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf 21,4 Millionen Euro.

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