Viele Fragen im Föhrenwinkel

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Siegfried Klika, Bürgermeister von Waldkraiburg.

Waldkraiburg – Das Interesse war groß am Stadtteilgespräch des Bürgermeisters im Föhrenwinkel. Über 50 Bürger waren gekommen, um ihre Anliegen vorzubringen.

Der ganze Ortsteil ärgert sich über den Verlauf von Straßenausbesserungsarbeiten im Meisenweg. „Sollen wir mit der aufgefräßten Straße überwintern?“, fragte Herbert Zwicker, der wie die anderen Bürger im Ortsteil auf die Asphaltierung wartet. „Das kann doch nicht vier Wochen dauern.“ Die Asphaltierung folge „demnächst“, zitierte Klika einen Mitarbeiter der Stadtwerke.

Irritiert sind einige Föhrenwinkler wegen der Renovierungsarbeiten am zweiten Kopfbau des Falkenrings. Dieser Teil des Ensembles sei doch erst vor einigen Jahren renoviert worden, so Zwicker. Das konnte Klika aufklären. Denn bei den zurückliegenden Arbeiten handelte es sich um eine „Billigstrenovierung“, bei der auf die Schnelle Kunststofffenster eingesetzt wurden, um den Bau notdürftig für die Stadtwerke instandzusetzen. Jetzt gehe es aber an eine grundlegende Sanierung, bei der der ganze zweite Teil des Falkenrings entkernt und nach den Vorgaben des Denkmalschutzes hergerichtet werde. Die Kunststofffenster, die nicht mehr gebraucht werden, werden an anderer Stelle wieder verwendet.

Wie der Falkenring genutzt wird, wollte Hartmuth Lang wissen. Dazu Stadtbau-Geschäftsführer Hermann Karosser: Der größere Teil des Saalgebäudes werde durch die Stadtbau genutzt. „Die Stadtwerke konzentrieren sich auf den Falkenring.“ Dort befindet sich auch eine gemeinsame Kantine, so der Bürgermeister. Das ehemalige Pförtnerhäuschen aus der Kriegszeit wird Station auf dem „Weg der Geschichte“, zudem soll auch ein Magazin für das Industriemuseum im Flakenring Platz finden.

Christine Eibert bemängelte den schlechten Zustand des Radweges an der Staatsstraße vom Aldi bis zur Pürtener Kreuzung. Nach ihren Informationen sind dort schon Leute gestürzt, weil die wassergebundene Decke ausgeschwemmt sei. Dazu Klika: Der Radweg werde im Zuge eines Ausbaus der Staatsstraße geteert.

Brigitte Dörner machte darauf aufmerksam, dass im Fasanenweg kürzlich der Krankenwagen nicht zu einem Nachbarn durchgekommen ist. Nicht nur bei dieser Gelegenheit gebe es Probleme wegen Fahrzeugen, die auf der Straße geparkt werden. Manfred Soballa schlug vor, den Fasanenweg zur Einbahnstraße zu machen und auf einer Seite ein Halteverbot zu erlassen. Das werde dann aber auch geahndet, meinte der Bürgermeister, der sich die Situation noch genauer anschauen will.

Zwei Lastwagen, die am Wochenende im Föhrenwinkel abgestellt werden, lösten eine kontroverse Diskussion aus. Denn während einige Bürger der Meinung sind, dadurch werde Autofahrern die Sicht verdeckt, haben andere nichts dagegen, weil durch diese Hindernisse der Verkehr eingebremst werde.

Auch Lob gab es für die Stadt, von Inge Handschuh, die nach einer Berlinfahrt bei der Rückkehr aufging, „wie schön Waldkraiburg geworden ist“. Auch Beschwerden wegen wild entsorgter Möbel oder anderer Verschmutzungen werden nach ihrer Erfahrung zügig bearbeitet.

Nicht zum ersten Mal forderte Werner Weber, dass der Grünstreifen entlang des Meisenweges zwischen Schwalben- und Drosselweg geteert wird. Weber kritisierte die Stadt, weil sie bislang nichts unternommen habe. Zwar liegt auf der gegenüberliegenden Seite der Straße ein Fußweg. Um ihn zu benutzen, müssen die Kinder den Meisenweg aber zweimal queren, bemerkte Christine Eibert. Der Grünstreifen sei zu schmal für einen Fußweg, meinte dazu ein Bürger. Ein Fußweg sei nur dann möglich, wenn Privatgrund dafür zur Verfügung gestellt wird. Der Bürgermeister versprach sich der Sache anzunehmen und gegebenfalls Gespräche mit Grundanliegern zu führen.

Werner Hartmann regte an, in dem Teil des Meisenwegs, wo die provisorische Halle der Stadtwerke abgerissen werden soll, einen Bürgersteig zu errichten.

Hartmuth Lang sprach sich dafür aus, auf dem Teistler-Gelände, beziehungsweise auf dem Grundstück des ehemaligen Gasthauses Weißer Hirsch einen Busbahnhof zu bauen, der sowohl die Schulen im Schulzentrum Süd als auch den Bahnhaltepunkt anschließen könnte. Dadurch würde sich auch die Auslastung des Stadtbusses verbessern.

Wenig Handlungsspielraum sieht dafür Bürgermeister Klika schon deshalb nicht, weil der Rechtsstreit um die Konzession für den Stadtbus noch immer nicht endgültig beigelegt ist. Solange werde sich an Struktur und Takt des Stadtbusses kaum etwas ändern können. Auch aus seiner Sicht sei der Halbstundentakt des Stadtbusses weniger wichtig als eine Verbesserung des Anschlusses an den Bahnhof in Ampfing.

Peter Eschenfelder regte an, für die Inntalradwanderer an der Pürtener Kanalbrücke einen Wegweiser anzubringen, wo der Radweg weitergeht.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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