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Wohnnomaden hinterlassen "Schlachtfeld"

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Waldkraiburg - Verwüstet, verdreckt und total verwahrlos: So hinterließ eine Familie eine Drei-Zmmer-Wohnung der Siedlungsgenossenschaft.

Verwüstet und verdreckt – so fanden die Mitarbeiter der Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft eine Drei-Zimmer-Wohnung im südlichen Waldkraiburg vor, die sie nach dem Verschwinden der Mieter aufbrechen mussten.

Renovierungskosten von 14.000 Euro

Erst nach einer Renovierung mit Gesamtkosten von über 14.000 Euro kann die Wohnung jetzt wieder vermietet werden. „Der Grad der Verwahrlosung nimmt in solchen Fällen zu. Momentan häufen sich solche Fälle“, sagt Werner Meisenecker, geschäftsführender Vorstand der WSGW, die in den vergangenen drei Monaten nach eigenen Angaben sieben Mietwohnungen räumen und renovieren musste. Nach zwei Monaten Mietrückstand war den Mietern, einer Frau mit zwei erwachsenen Kindern, fristlos gekündigt worden.

Mieter spurlos verschwunden

Diese hatten sich davon gemacht und waren nicht mehr zu erreichen. Weil ein Fenster offen stand, also Gefahr im Verzug war, wurde die Wohnung geöffnet. Den Mitarbeitern der WSGW bot sich ein trauriges Bild: „Fliesen waren kaputt, die Badewanne war verrostet“, berichtet Christian Heimerdinger, Teamleiter Regiebetrieb und Instandhaltung. Obendrein war die Wohnung vermüllt und verdreckt.

Maler-, Fliesen- und Installationsarbeiten, die notwendig wurden, um die Wohnungen wieder vermieten zu können, summierten sich auf 14 357 Euro. Dazu kommen 2234 Euro Mietrückstände, die seit dem Sommer aufgelaufen sind, insgesamt also 16 591 Euro.

Die zurückgelassenen Einrichtungsgegenstände und Geräte der Mieter mussten zwei Monate lang eingelagert werden. So ist es vorgeschrieben. Bei einer Räumung mit dem Gerichtsvollzieher, die in diesem Fall wegen des offenen Fensters nicht nötig war, hätte die WSGW laut meisenecker zudem 5000 bis 10.000 Euro Vorschuss leisten müssen.

hg/Mühldorfer Anzeiger