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Über 250 Beratungen und Kontakte

Waldkraiburg - Wie wichtig die Arbeit des Vereins "Frauen helfen Frauen" ist, zeigen aktuelle Zahlen: Über 250 Beratungen und Interventionen waren allein im vergangenen Jahr nötig.

Vorsitzende Anne Markt berichtete in der Jahreshauptversammlung über die Arbeit des Vereins "Frauen helfen Frauen". Mehr als 250 kostenlose, telefonische und persönliche psychosoziale Beratungsgespräche und Kriseninterventionen (ein- und mehrmalig) waren notwendig. Der Schwerpunkt lag auf der psychologisch-psychischen Partnerschaftsgewalt im häuslichen Umfeld oder im sozialen Nahraum, auf Konflikten wegen Scheidung und Trennung sowie sexuellem Missbrauch im Kindes- und Erwachsenenalter.

Die überwiegende Zahl der Frauen sei zwischen 20 und 45 Jahre alt und komme vor allem aus den Städten, erläuterte Sozialpädagogin Monika Binder später die Statistik. Auch gebe es unter den Menschen mit Migrationshintergrund keineswegs häufiger Gewaltopfer als unter der übrigen Bevölkerung, wie oft angenommen wird. "Alter, Herkunft und sozialer Status spielen bei der Ausübung von Gewalt keine Rolle", weiß sie aus ihrer Beratertätigkeit und schätzt die Kontakte zu anderen Einrichtungen auf regionaler und überregionaler Ebene sowie die Möglichkeiten für eine gute Weiter- und Fortbildung als äußerst hilfreich ein.

Wertvoll seien darüber hinaus 2011 die zwei Präventionsveranstaltungen gewesen. Auf einer Informationsveranstaltung im Don-Bosco-Jugendwerk Mettenheim ging es um die Frage "Wann fängt für wen Gewalt an?".

Eine Reihe weiterer Aktivitäten würdigte Vorsitzende Markt: Sie nannte das Benefizkonzert zum 20-jährigen Bestehen des Vereins im Zangberger Ahnensaal, das die finanziellen Rücklagen aufgestockt hatte, eine Filmvorführung mit Diskussion im Studiokino und eine Ausstellung mit Bildern von Christine Löw und Rosa Wagner-Lill im Mühldorfer Landratsamt. Die Beteiligung am Christkindlmarkt besserte die Kasse des Vereins um 400 Euro auf.

Für Oktober 2012 bereitet der Verein eine Wanderausstellung "Blick dahinter" vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung im Rathausfoyer vor, die auf eindringliche und sensible Weise die Thematik "Häusliche Gewalt" aufgreift.

Um das breite Spektrum der Vereinsarbeit und die Beratung durch eine hoch qualifizierte Fachkraft stets aufs Neue finanziell abzusichern, stützen sich die engagierten Frauen außer auf Mitgliedsbeiträge auf Zuschüsse von Stadt und Landkreis, auf Gelder von Fördermitgliedern und Patinnen, privaten Spenden, der Diefenbach-Stiftung, vom Verein "Familien und Kinder in Not", von den Missionsschwestern vom heiligsten Erlöser, vom Lions-Club Mühldorf-Waldkraiburg und von 18 umliegenden Kommunen. Dass die Einnahmen sinnvoll genutzt wurden, erfuhren die Versammelten von Kassiererin Margarete Marklstorfer. Nach ihrer Darstellung steht der Verein derzeit gut da.

Bei den Wahlen gab es keine personellen Veränderungen im Vorstand. An der Spitze des Vereins steht nach wie vor Anne Markt, Stellvertreterin ist Dr. Eva Loserth, Kassiererin Margarete Marklstorfer. Beisitzer blieben Susanne Engelmann und Margarete Hübner. Neben Gisela Fischer übernahm Christine Blaschek für die verstorbene Gertraud Kesselgruber das Amt der Kassenprüferin. Die Buchführung obliegt weiterhin Heda Sitterli.

kch/Waldkraiburger Nachrichten

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