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Testpflicht in den Kindergärten: So sind die Erfahrungen in Waldkraiburg

Seit Jahresbeginn werden auch Kindergartenkinder wie hier in der Käthe-Luther Kindertagesstätte regelmäßig auf das Corona-Virus getestet. Lohmann
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Seit Jahresbeginn werden auch Kindergartenkinder wie hier in der Käthe-Luther Kindertagesstätte regelmäßig auf das Corona-Virus getestet. Lohmann

Ohne gültigen Test bleiben die Türen zu Bayerns Kindergärten verschlossen. Seit den Ferien müssen die Eltern versichern, dass sie ihre Kinder regelmäßig testen, bevor es in die Kita geht. Eine Umstellung, die mittlerweile zur Routine geworden ist.

Waldkraiburg/Aschau – Montag, Mittwoch und Freitag ist es immer so weit. Dann dauert es morgens ein paar Augenblicke länger, bis man sein Kind am Kindergarten abgeben kann. Zuerst noch den Test abgeben und mit der Unterschrift bestätigen, dass das Kind negativ auf das Corona-Virus getestet worden ist. Dann geht es auch schon in die Gruppe.

Zur morgendlichen Routine geworden

Bei Familie Holzner ist das Testen schon länger zur Routine geworden. Bislang hatten sie ihre beiden Kinder freiwillig zweimal pro Woche getestet, jetzt ist es ein Test mehr. „Das hat sich bei uns schon gut eingependelt“, erzählt Steffi Holzner. Ein Test mehr mache keinen großen Unterschied.

Ein Selbstläufer nicht nur bei Familie Holzner. „Es läuft hervorragend“, bestätigt auch Cornelia Cordes-Jakobskötter, die die Käthe-Luter-Kindertagesstätte leitet. Nach einer Woche im Test-Modus sei alles rungelaufen. Höchstens, dass die Eltern mal den unterschriebenen Zettel im Auto vergessen. Schon im Dezember hätte man die Eltern auf die Testpflicht aufmerksam gemacht, der Teststart lief gut. Mit einem positiven Effekt: „Die Eltern, die zuvor verunsichert waren, fühlen sich jetzt sicherer. Die Kinder kommen wieder regelmäßig in den Kindergarten.“

Auch Steffi Holzner geben die regelmäßigen Tests ein Gefühl der Sicherheit. „Zuvor waren die Tests freiwillig. Jetzt weiß man, dass jeder die Tests macht und dass mögliche Corona-Fälle schnell entdeckt werden.“

Dass die Tests zuverlässig durchgeführt werden von den Eltern, da ist sich Charlotte Konrad von der Kita Maria Schutz sicher. Nicht nur, weil man die Eltern kennt. „Es gibt eine Vertrauensbasis. Und falls die Eltern nicht testen würden, die Kinder würden es im Kindergarten erzählen.“ Ohnehin habe man im Kindergarten nicht viel Überzeugungsarbeit leisten müssen: „Die Einsicht der Eltern war da. Viele hatten auch zuvor schon freiwillig ihre Kinder regelmäßig getestet“, sagt Konrad. Dagegen protestiert habe keiner der Eltern.

Eltern haben mehr Sicherheit

Die Kontrolle der Testpflicht falle zwar auf das Personal zurück, aber die Tests geben auch Sicherheit. Der „Mehraufwand“ für das Personal“ ist für Cordes-Jacobskötter der richtige Weg, auch wenn es morgens mal zu kurzen Wartezeiten am Eingang kommen kann.

Auch in der Aschauer Kinderwelt Mariä Himmelfahrt empfangen morgens die Kolleginnen die Kinder am Eingang. „Die Test-Kontrolle ist ein Selbstläufer geworden, die Eltern haben es gut angenommen“, sagt Leiterin Erika Dimarch.

Die Eltern hätten sich längst organisiert, dass dreimal wöchentlich daheim getestet wird. Statt der indiviuellen Tests hätte sich eine Mutter analog zu den Grundschulklassen PCR-Pool-Tests gewünscht. „Das ist verständnisvoll, aber der Wunsch kam nur von einer Seite. Daher ist aktuell kein Thema.“

Ob Pool-Test oder Einzeltest: Steffi Holzner ist jedenfalls froh, dass es für die Kinder die Lolli-Tests gibt. „Die sind für die Kinder angenehmer.“

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