Stadt stellt aktuelle Planungen zu Waldkraiburger Volksfest vor

„Ein Volksfest wie vor der Pandemie wird es heuer nicht geben können!“

2020 hatte es gar kein Volksfest in Waldkraiburg gegeben. Für 2021 sei zumindest eine Art Vergnügungspark ohne großen Alkoholausschank vorstellbar, berichtete Erster Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG).
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2020 hatte es gar kein Volksfest in Waldkraiburg gegeben. Für 2021 sei zumindest eine Art Vergnügungspark ohne großen Alkoholausschank vorstellbar, berichtete Erster Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG).

Wie wird die Stadt Waldkraiburg heuer mit dem Volksfest verfahren? Am Dienstagabend wurde der Stand der Planungen im Stadtrat vorgestellt.

Update, 19 Uhr: So ist der Stand der Dinge beim Waldkraiburger Volksfest

Waldkraiburg - „Ein Volksfest wie vor der Pandemie wird es heuer nicht geben können. Soviel steht schon heute sicher fest“, betonte Erster Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) eingangs. „Ein großes Bierzelt, große Alkoholausschänke wie beispielsweise auch das Weißbier-Karussell wird es nicht geben können.“ Vorstellbar sei stattdessen eine Art Vergügungspark. „Das haben wir auch schon mit den Schaustellern angesprochen. Die genauen Rahmenbedingungen werden wir in den nächsten Wochen ausarbeiten.“ Absehbar sei schon, dass es vermutlich auf einen eingezäunten Bereich in dem voraussichtlich kein Alkoholausschank stattfinden wird, hinauslaufen werde.

Die Pläne stießen im Waldkraiburger Stadtrat auf allgemeine Zustimmung. „Man darf nicht vergessen: Wir haben in Waldkraiburg viele Familien, die sich in diesem Jahr keine Urlaubsreise werden leisten können. Vielleicht wäre es daher eine Idee, dass dann im Zeitraum von Ende Juli bis Anfang August stattfinden zu lassen?“, regte Johann Vetter (UWG) an. „Das könnte auch eine Chance für die heimische Gastronomie seien, das dort dann die Leute, natürlich im Außenbereich, nach dem Besuch des Vergnügungsparks noch einkehren können.“

„Ich gehe ja selbst gerne auf das Volksfest und freue mich daher, grundsätzlich, dass da jetzt ein Konzept ausgearbeitet wird“, erklärte Tatjana Zapp (AfD), „Aber ich frage mich: Mit FFP2-Maske da dann quasi eingesperrt da in einem abgesperrten Bereich sein, wollen das die Leute? Wäre nicht vielleicht eine dezentrale Lösung da eine bessere Idee?“

„Wir werden die Öffentlichkeit weiter auf dem Laufenden halten, wie die Planungen sich entwickeln“, versprach Bürgermeister Pötzsch abschließend. Bis Mitte beziehungsweise spätestens Ende Mai solle gemeinsam mit den Schaustellern ein Konzept ausgearbeitet werden.

Der Vorbericht:

„Öffentliche Sicherheit und Ordnung: Sachstand zum Volksfest“ lautet gleich der erste Tagesordnungspunkt der am Dienstagabend stattfindenden Stadtratssitzung. Worum es genau geht, dazu will sich die Stadtverwaltung im Vorfeld noch nicht äußern. „Das wird dann in der Sitzung vorgetragen.“

Stadt Waldkraiburg stellt am Dienstag Sachstand zum Volksfest 2021 vor

Auch 2021 kein Volksfest? Verschieben? Oder Alternativkonzepte? Diese Frage treibt viele Städte und Gemeinden derzeit um. Es ist keine leichte Entscheidung (Plus-Artikel auf innsalzach24.de). Eine Komplett-Absage bedeutet auch Verdienstausfälle für Wirte (Plus-Artikel auf innsalzach24.de), Brauereien (Plus-Artikel auf innsalzach24.de), Schausteller und viele andere, wie beispielsweise Trachtenhändler (Plus-Artikel auf innsalzach24.de), die direkt oder indirekt sonst am Fest verdienen. Eine Verschiebung macht eine komplette Reorganisation nötig, wobei unter Umständen die Beteiligten anderweitige Planungen haben. Zuletzt bei Alternativkonzepten kommt die Frage des Platzes beziehungsweise der Veranstaltungsorte zum Tragen. Nicht jede Stadt oder Gemeinde hat neben einem Festplatz genügend geeignete Flächen.

Die Entscheidungsträger in Neumarkt-Sankt Veit beschlossen Ende Februar (Plus-Artikel ovb-online.de), dass die Pandemie-Lage zu unsicher sei, um das Anfang Mai stattfindende Volksfest abzuhalten und sagten es komplett ab. In Kraiburg am Inn wiederum (Plus-Artikel ovb-online.de) stimmte der Gemeinderat Anfang März einem Vorschlag von der Toerring-Brauerei und Festwirt Josef Aicher zu. Demnach soll das Fest nicht wie eigentlich geplant im Juni stattfinden. Stattdessen soll Mitte des Jahres geprüft werden, ob eine Verlegung in den September eine Möglichkeit wäre. In Mühldorf am Inn schließlich berät der Stadtrat am Donnerstag über das Alternativkonzept eines „Sommers in der Stadt“.

Will in Waldkraiburg der neue Festwirt werden: Peter Schöniger und seine Frau Petra.

Waldkraiburg hatte gerade erst im Oktober des vergangenen Jahres einen neuen Festwirt bekommen. Der Vertrag des bisherigen Festwirts Jochen Mörz war ausgelaufen. Gleichzeitig hatte sich die Firma H.u.P. Schöniger, München mit der ‚Festhalle Bayernland‘ initiativ für die Bewirtung des Volksfestes 2021 beworben. Diese betreut bisher, unter anderem, das Münchner Frühlingsfest, das Weilheimer Volksfest und die Nördlinger Mess.

Die öffentliche Stadtratssitzung findet am Dienstagabend ab 18 Uhr im Großen Saal des Haus der Kultur statt. Aufgrund der Coronapandemie ist nur eine begrenzte Sitzplatzanzahl vorhanden. Es wird daher um telefonische Voranmeldung unter Tel. 959-248, gebeten. Während der gesamten Stadtratssitzung besteht eine FFP2-Maskenpflicht. Diese gilt bereits beim Betreten des Hauses.

innsalzach24.de berichtet am Dienstagabend zeitnah darüber, was im Stadtrat vorgestellt wird.

hs

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