Wohnbebauung und Gewerbeeinheiten

„Schandfleck verschwindet“ – Bauausschuss für Pläne an Waldkraiburger Bayernbrücke

Der Planentwurf für die Bebauung des Geländes zwischen Nikolsburger, Berliner Straße und Bahnlinie. Violett gekennzeichnet sind das geplante Gewerbe- und Wohngebäude an der Berliner Straße und die drei Mehrfamilienhäuser im rückwärtigen Bereich. Friedl
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Der Planentwurf für die Bebauung des Geländes zwischen Nikolsburger, Berliner Straße und Bahnlinie. Violett gekennzeichnet sind das geplante Gewerbe- und Wohngebäude an der Berliner Straße und die drei Mehrfamilienhäuser im rückwärtigen Bereich. Friedl

Aus dem Dornröschenschlaf holt ein Investor das Gelände zwischen Nikolsburger- und Berliner Straße, das nach dem Brand einer Lackfabrik fast 40 Jahre brach lag. Der Bauausschuss begrüßte das Vorhaben, auch wenn sich nicht alle Details mit den Zielen des städtischen Entwicklungskonzepts decken.

Waldkraiburg – Auf einhellige Zustimmung ist im Bauausschuss das Vorhaben eines Investors gestoßen, ein 6.100 Quadratmeter großes Grundstück zwischen Nikolsburger und Berliner Straße zu entwickeln. Seit dem Brand einer Lackfabrik vor fast 40 Jahren lag das Gelände, auf dem sich noch ein abbruchreifes Gebäude befindet, brach.

Vier Häuser mit fast 60 Wohneinheiten

Jetzt sollen auf dem Grundstück drei Mehrfamilienhäuser, dreigeschossig plus Dachgeschoss, mit jeweils 14 Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen entstehen. Dazu ein Gebäude an der Berliner Straße mit fünf Geschossen von der tiefer liegenden Nikolsburger Straße aus.

Zur Berliner Straße hin sind im Erdgeschoss vier nicht störende Gewerbeeinheiten vorgesehen, in den zwei Obergeschossen zwölf Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen sowie vier Penthouse-Wohnungen im zurückgesetzten Dachgeschoss. Unter dem Gelände ist eine Tiefgarage geplant, das Dach soll begrünt oder ein leicht geneigtes Pult- oder Walmdach werden.

Von Gewerbeeinheiten an dieser Stelle nicht begeistert

Wie Bauamtsleiter Carsten Schwunck feststellte, entsprechen die Gewerbeeinheiten in diesem Bereich nicht dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK). Dessen Zielsetzung „war es eigentlich, die Berliner Straße einzukürzen, was die Gewerbeeinheiten angeht“.

Stadtrat: Der erste Eindruck von Waldkraiburg ändert sich

Allerdings überwiegt in der Verwaltung und im Bauausschuss die Erleichterung darüber, dass „ein Schandfleck verschwindet“, wie Schwunck sagte. Im Übrigen sei das Gelände ein schwierig zu bebauendes Terrain. „Ich finde es klasse, dass sich mit dieser Bebauung der erste Eindruck von Waldkraiburg verändert“, lobte Christoph Vetter das Projekt.

Einstimmig hat der Ausschuss den Planentwurf zur Änderung des Bebauungsplanes gebilligt. Wie Carsten Schwunck feststellte, entspricht die Planung im Wesentlichen dem alten Bebauungsplan.

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