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Nach geplatztem Schultausch

Sanieren oder Neubau? An Waldkraiburger Liszt-Mittelschule besteht dringend Handlungsbedarf

Der Schultausch ist geplatzt, jetzt steht die Entscheidung an, ob die Franz-Liszt-Mittelschule saniert oder neu gebaut werden soll. Eine Machbarkeitsstudie soll Klärung bringen.
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Der Schultausch ist geplatzt, jetzt steht die Entscheidung an, ob die Franz-Liszt-Mittelschule saniert oder neu gebaut werden soll. Eine Machbarkeitsstudie soll Klärung bringen.

Die Weichen waren längst gestellt, der Schultausch zwischen der Franz-Liszt-Mittelschule und dem Förderzentrum an der Dieselstraße fast schon beschlossene Sache. Doch die prognostizierten Schülerzahlen brachten das Projekt zum Platzen. Für das Förderzentrum ist mittlerweile eine Lösung gefunden worden, doch wie geht es mit der Liszt-Schule weiter?

Waldkraiburg – Zuletzt hatte die Mittelschule an der Lisztstraße nicht gerade Glück: Im November waren Einbrecher in das Schulgebäude eingedrungen und hatten einige Büros durchsucht, im Sommer hatte der Hagelsturm deutliche Spuren am Gebäude hinterlassen.

Wechsel für den Fachunterricht

Durch die Kombination von Hagel und Platzregen konnte Wasser über die Glaskuppel in das Gebäude eintreten, vier Fachräume, die Schulküchen und und zwei Technikräume, sind seitdem nicht mehr zu nutzen. Und die Sanierung wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. „Ich hoffe, dass die Räume wie geplant ab dem nächsten Schuljahr wieder zu nutzen sind“, sagt Schulleiter Alexander Ruß.

Nach dem Hagelsturm im vergangenen Jahr war Wasser durch die Decke gedrungen. Schulleiter Alexander Ruß deutet auf die Dämmung, die sich mit Wasser voll gesaugt hat.

Mit Unterstützung der Dieselschule konnte eine Lösung gefunden werden, sodass der Fach-Unterricht bis zum Schuljahresende an der Dieselschule stattfinden kann. Seitdem wechseln die Schüler für den Fachunterricht die Schulen, ein Bustransfer ist eingerichtet. „Das ist eine Belastung für Lehrer und Schüler“, sagt Ruß. Absprachen würden auf den Nachmittag verschoben werden, weil es dafür vormittags keine Zeitfenster gebe.

Doch auch das Schulleben leidet darunter: kein Kochen für die Grundschüler, kein Kochverkauf der 7. Klassen in der Pause. „Das ist wichtig für unsere Schüler, um sich zusätzliche Kompetenzen zu erwerben.“ Ein Dauerzustand sei es jedenfalls nicht. Von einer Ausnahmesituation spricht auch Bürgermeister Robert Pötzsch. „Das sind keine idealen Bedingungen.“

Zunächst musste alles getrocknet werden, dann brauchte es auch noch einen Gutachter, weil es sich um einen Versicherungsfall handelt. Die Sanierung der Räume sollte dann zu Beginn des Jahres starten. Auch zu den Kosten konnte Bürgermeister Pötzsch bis zuletzt keine Zahlen nennen. „Bis zum Sommer sollen die Räume wieder hergestellt sein. Das ist zu schaffen.“

Die vier Fachräume sind allerdings nicht die einzige Baustelle an der Liszt-Mittelschule. Denn nach dem geplatzten Schultausch stellt sich dringender denn je, was mit der Schule passieren soll: Sanierung oder Neubau? Durch den Wasserschaden habe sich die Stadt nun auch schneller mit der Frage auseinandersetzen müssen. Doch eine Entscheidung soll auf einer soliden Basis stehen, eine Machbarkeitsstudie soll bis zum Sommer vorliegen. Die Studie nimmt zusätzlich auch die Turnhalle in den Fokus.

Ob nun Neubau oder Sanierung, teuer wird das Projekt Liszt-Mittelschule jedenfalls nicht. Bei der Diskussion zum städtischen Haushalt war im Haupt- und Finanzausschuss von 30 Millionen Euro die Rede. Der Haushalt ist aber in den nächsten Jahren mit geplanten Investitionen ins neue Rathaus und Waldbau sowie die Kinderbetreuung in Verbindung mit dem Ukraine-Krieg äußerst angespannt. „Der Haushalt ist eine Herausforderung und wir müssen priorisieren, was muss sofort passieren und was kann noch warten“, sagt Pötzsch.

Relevanten Punkte berücksichtigen

Für Schulleiter Alexander Ruß braucht es jedenfalls ein funktionierendes Schulgebäude. Ob Neubau oder Sanierung, beides hat seine Vor- und Nachteile. Außerdem sei es ohnehin nicht seine Aufgabe, darüber zu entscheiden. „Ich verlasse mich auf die Machbarkeitsstudie. Dabei sollen aber alle relevanten Punkte berücksichtigt werden.“ Für ihn ist nur klar: Es muss etwas passieren, denn dass saniert werden müsse, sei seit mindestens zehn Jahren bekannt.

Wichtig wäre nun ein Signal, was passieren soll, und ein Zeithorizont. Einen Wunsch hat er an die Entscheidungsträger: „Wenn man zu einer Entscheidung gefunden hat, dann sollte man nicht zu einem späteren Zeitpunkt wieder neu darüber diskutieren.“

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