Nach der Waldkraiburger Wahlpanne

Bürgermeisterwahl glückt im zweiten Anlauf

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Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG, Mitte) mit seinen beiden - erneut gewählten - Stellvertretern Inge Schnabl (CSU) und Richard Fischer (SPD).
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Waldkraiburg - Nach der Wahlpanne in der vergangenen Woche brachte der Stadtrat die Wiederholung der Bürgermeisterwahlen unaufgeregt und sehr zügig hinter sich.

In der konstituierenden Sitzung vergangene Woche hatten sich die Fraktionen des Waldkraiburger Stadtrats geschlossen gezeigt. Die meisten Beschlüsse fielen ohne Gegenstimme und auch bei den Wahlen von Bürgermeister Robert Pötzschs Stellvertretern waren sich die Räte von CSU, UWG und SPD weitestgehend einig. Richard Fischer (SPD) und Inge Schnabl (CSU) setzten sich jeweils mit großer Mehrheit durch. Der Bürgermeister selbst wählte aber nicht mit, ein formaler Fehler, wie sich später herausstellte. Die Wahlen mussten also wiederholt werden.

Eine zweite Wahlkabine für eine kürzere Sitzung

Am gestrigen Dienstagabend musste die Stadträte deshalb "nachsitzen". Pötzsch meisterte die Sitzung unaufgeregt und souverän: "Ich möchte mich ganz herzlich bei allen entschuldigen, dass wir heute noch eine Sitzung machen müssen", sagte der Bürgermeister zu Beginn der außerplanmäßigen Sitzung. Er sei der festen Überzeugung gewesen, dass er nicht mitstimmen dürfe, erklärte Pötzsch. Der Bürgermeister ließ auch nicht unerwähnt, dass Stadtrat Anton Sterr (CSU) ihn bereits nach der Wahl des Zweiten Bürgermeisters darauf hingewiesen hatte, dass Pötzsch mitwählen müsse. Der Bürgermeister hielt jedoch an seiner Überzeugung fest.

Um den zeitlichen Aufwand zu begrenzen und die erneuten Wahlen möglichst schnell durchführen zu können, hat die Stadt am Dienstagabend extra zwei Wahlkabinen im Sitzungssaal aufgebaut. Entsprechend schnell standen die Ergebnisse fest - erneut mit klaren Wahlsiegern.

Pötzsch: "Ich hoffe, das war's jetzt"

Richard Fischer wurde mit 21 Stimmen zum neuen Zweiten Bürgermeister der Stadt gewählt. Drei Stimmen waren ungültig, drei weitere Stimmen entfielen auf Reinhard Babiak (SPD) und eine auf Inge Schnabl (CSU). (Insgesamt gaben 27 Stadträte und der Bürgermeister ihre Stimme ab, drei Stadträte waren abwesend.)

Inge Schnabl (CSU) setzte sich mit 20 Stimmen durch und ist somit Waldkraiburgs neue Dritte Bürgermeisterin. Vier Stimmen waren ungültig, je eine Stimme entfiel auf  Reinhard Babiak (SPD), Done Brunnhuber (UWG), Charlotte Konrad (CSU), und Rainer Zwislsperger (CSU).

Nach den Wahlen nahm der Bürgermeister die Panne aus der Vorwoche mit Humor: "Liebe Stadträtinnen und Stadträte, ich hoffe, das war's jetzt."

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