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Aus für Urelefant-Erlebnispfad: Kann man noch Nutzen herausholen?

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Mühldorf am Inn/Waldkraiburg - Nachdem es nun sehr nach einem Aus für das Projekt eines Urelefant-Erlebnispfads in Ebing aussieht, machte man sich in der Kreisstadt Gedanken über Möglichkeiten, noch irgendeinen Nutzen daraus zu ziehen. 

Nachdem es in Waldkraiburg eine Ablehnung des Projekts gegeben hatte, war auch in der Kreisstadt eigentlich nur noch über die Beerdigung des Projekts abzustimmen. Viele von ihnen äußerten ihr Bedauern über das Aus für den Erlebnispfad. "Das wäre eine Chance gewesen mit einem dem Landkreis ureigenen Thema touristisch zu werben", klagte Andreas Seifinger (UWG). "Es wäre schön gewesen, aber die Gründe dafür, dass es nicht möglich war, sind leider auch sehr nachvollziehbar", betonte Grünen-Fraktionsvorsitzender Dr. Georg Gafus. 

Lässt sich noch ein Nutzen aus dem Urelefant-Projekt ziehen?

Doch gab es dort auch Versuche, noch irgendeinen Nutzen zu erhalten."Vielleicht könnte man ja eine Dauerausstellung im Museum über den Elefanten und seine Entdeckung mit Hilfe der Erkenntnisse und Ideen für den Pfad erstellen?", regte Schulreferent Dr. Reinhard Wanka (UWG) an. Franz Essl (Freie Mühldorfer) bemerkte, irgendeine Art von Minimallösung sei anstrebenswert. Auch Freie Mühldorfer-Fraktionsvorsitzende Karin Zieglgänsberger betonte, es brauche nun Ideen was angesichts des investierten Geldes noch herausgeholt werden könnte. Sowohl Waldkraiburg als auch Mühldorf hatten bereits jeweils 7000 Euro für ein Planungsbüro ausgegeben. 

"Das müssen wir nun erstmal mit Waldkraiburg absprechen und auch mit dem Museum einmal reden", erklärte Erste Bürgermeisterin Marianne Zollner. "Es wäre auf jeden Fall gut, wenn wir bei einem anderen Projekt hier nicht wieder bei Null anfangen müssten." 

Ablehnung für Urelefant-Erlebnispfad-Projekt schon in Waldkraiburg

Genau eine Woche zuvor hatte bereits der Waldkraiburger Stadtrat seine Zustimmung für das Projekt, nach einer Vorstellung durch ein beauftragtes Planungsbüro, einstimmig verweigert. Grund war ein Anstiegs der veranschlagten Kosten von anfangs 250.000 auf 750.000 Euro, eine "Kostenexplosion" die man nicht mitmachen wollte. Das Konzept hätte einen 1,2 Kilometer langen Erlebnispfad vorgesehen. An 14 kindgerechten und interaktiven Informationstafeln aus Holz sollte man nicht nur über den Urelefanten, sondern auch über Flora und Fauna im Allgemeinen lernen können.

Infoveranstaltung über geplanten Erlebnisweg Ebing

Mit ein Grund für die Ablehnung war auch, dass den größten Teil der veranschlagten Kosten nicht der Erlebnisweg samt Spielplatz an sich verursachen würden, sondern das passende Verkehrskonzept. Dieses sieht fast 400.000 Euro, unter anderem für 33 Auto- und vier Busparkplätze sowie für die Veränderung der Zufahrtsstraße vor. Auch wenn die beiden Städte Waldkraiburg und Mühldorf jeweils "nur" knapp 168.000 Euro zum Erlebnisweg beisteuern müssten, bliebe nach Abzug von Spenden und Fördergeldern noch immer eine offene Summe in Höhe von 335.000 Euro. Nun hängt das Projekt noch davon ab, wie sich die anderen Geldgeber positionieren.

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