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Betroffene Objekte in Waldkraiburg

3,6 Millionen Euro veruntreut: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Hausverwaltung

Mehr als 60 Wohnanlagen mit rund 2600 Eigentumswohnungen hat die Hausverwaltung in Oberbayern und Niederbayern betreut, wie hier in der Aussiger Straße.
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Mehr als 60 Wohnanlagen mit rund 2600 Eigentumswohnungen hat die Hausverwaltung in Oberbayern und Niederbayern betreut, wie hier in der Aussiger Straße.

Die Wendelstein Immobilienverwaltungsgesellschaft soll mehrere Millionen Euro unterschlagen haben. Davon betroffen sind 60 Wohnungseigentümergemeinschaften mit rund 2600 Besitzern. Auch Objekte in Waldkraiburg hatte die Hausverwaltung betreut. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft München II die Ermittlungen übernommen.

Waldkraiburg – Es geht um viel Geld. Die Staatsanwaltschaft München II geht davon aus, dass allein bei der Wendelstein GmbH rund 3,1 Millionen Euro veruntreut worden sein sollen. Bei der hundertprozentigen Tochter Wegru GmbH sollen es weitere knapp 500.000 Euro sein. „Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen Insolvenzverschleppung gegen die verbliebene Geschäftsführerin und einen ehemaligen Geschäftsführer“, wie Pressesprecherin Andrea Mayer auf Nachfrage mitteilt.

Über einen langen Zeitraum ist nicht aufgefallen, dass zu wenig Geld auf den jeweiligen Konten ist. Erst zwei Anträge auf Insolvenz im vergangenen Sommer brachten den Stein ins Rollen. In den Insolvenzanträgen, die den OVB-Heimatzeitungen vorliegen, machte die Geschäftsführerin Jenny S. ihre verstorbene Mutter für die Schieflage der Unternehmen verantwortlich. Nach dem Tod habe sie die fehlenden Gelder bemerkt.

Ob Jenny S. nichts von den verschwundenen Geldern wusste und ob Ute S. tatsächlich ohne das Wissen ihrer Tochter und ihres Ehemanns allein für die Veruntreuung verantwortlich war, sollen die Ermittlungen zeigen.

Geschäftsführerin schiebt alles auf verstorbene Mutter

In ihrem Insolvenzantrag erklärte die heutige Geschäftsführerin Jenny S., dass sie nur „für das operative Geschäft nach außen“ zuständig gewesen sein soll. Für Buchhaltung und Zahlungsverkehr soll allein ihre Mutter zuständig gewesen sein. Sollte Jenny S. tatsächlich nichts von den veruntreuten Geldern gewusst haben, ist sie dafür strafrechtlich nicht verantwortlich.

„Wenn man ihr bezüglich ihrer Unkenntnis Fahrlässigkeit vorwerfen kann, kommt eventuell eine Ordnungswidrigkeit in Betracht“, erklärt Maier. Über eine etwaige zivilrechtliche Geschäftsführerhaftung treffe die Staatsanwaltschaft keine Entscheidung.

Neuer Vorstand

Wie von Insolvenzverwalter Florian Loserth auf Nachfrage zu erfahren war, haben die Wohnungseigentümergemeinschaften mittlerweile einen neuen Vorstand gewählt und sich eine neue Hausverwaltung gesucht.

Das Unternehmen hat mit seiner Tochter Wegru über 60 Wohnanlagen mit rund 2600 Wohneinheiten. Von den Objekten in der Größenordnung zwischen zwölf und 255 Wohnungen befinden sich mehrere in Oberbayern wie in Waldkraiburg, in Mühldorf, Neumarkt-St. Veit, Kraiburg, Schwindegg, Ampfing und Haag sowie in Niederbayern.

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