Erneut als SPD-Bürgermeisterkandidat angetreten

Fischer: "Müssen Stadt für junge Leute wieder attraktiver machen!"

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Waldkraiburg - Die SPD schickt erneut Richard Fischer als ihren Kandidaten für das Bürgermeister-Amt bei der Kommunalwahl 2020 ins Rennen. Er ist aktuell der zweite Bürgermeister der Stadt.

"Bei der Wahl 2014 haben sich die Leute für Herrn Pötzsch entschieden. Inzwischen konnten sie sehen, wie dessen Politik sich darstellt", erklärt Richard Fischer im Gespräch mit innsalzach24.de. "Beispielsweise die Entscheidungen für die Zukunft des Waldbads. Oder der Beschluss, nur ein unzureichend großes Gebäude für den städtischen Kindergarten herzunehmen, statt neu zu bauen." Auch beispielsweise beim sozialen Wohnungsbau gäbe es enormen Nachholbedarf. "Es entsteht derzeit Wohnraum, aber nicht für jeden." 

Der Sparkurs von Erstem Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) und der UWG-Stadtratsfraktion sei im Grundsatz nicht falsch, aber nicht korrekt umgesetzt. "Es braucht eine gesündere Mischung." Weiterhin müsse auch das Angebot für die Jugend ausgeweitet werden. "Da ist im Moment viel zu wenig geboten. Wir müssen die Stadt für junge Leute wieder attraktiver machen!"

Als Kandidat aufgestellt

31 Mitglieder des SPD-Ortsvereins stimmten für Fischer als Bürgermeister-Kandidat bei der Aufstellungsversammlung vor kurzem in der Taverne Korfu. "Schritt für Schritt anpacken, Aufgaben zielführend zu Ende bringen und alle Bürger beizeiten mitnehmen – so will Richard Fischer aufbauend auf Jahrzehnten kommunalpolitischer Erfahrung als Bürgermeister die für die Stadt besten Entscheidungen treffen", schreibt die Partei in einer Pressemitteilung.

Fischer setze sich schon lange für Verbeserungen in den Bereichen Leben, Wohnen und Arbeit in Waldkraiburg ein. "Aufgewachsen in den 50er Jahren am Ruinenweg hat Fischer als Arbeiter und Gewerkschafter den Aufstieg der Stadt miterlebt und weiß auch daher um die aktuellen Herausforderungen für die Stadt – und auch um Befindlichkeiten der Bürger", so die Partei. "Nicht nur für sein klares Statement zur Sanierung des bei den Bürgern sehr beliebten Waldbads anstatt eines kleineren Neubaus erhielt Fischer bei der Nominierungs-Versammlung viel Beifall."

Bereits 2014 angetreten

Fischer war bereits bei der Kommunalwahl 2014 SPD-Bürgermeisterkandidat. Damals erhielt er elf Prozent der Stimmen. UWG-Kandidat Robert Pötzsch wurde mit 50,62 Prozent zum Bürgermeister gewählt. CSU-Kandidat Harald Jungbauer kam auf 37 Prozent. Pötzsch hat bereits bekanntgegeben, auch 2020 wieder antreten zu wollen. Die CSU schickt den bekannten Eurosport-Moderator Wolfgang Nadvornik ins Rennen.

Bei der Bürgermeister-Nominierung waren 33 gültige Stimmen abgegeben worden.Bei der Aufstellung der Stadtrats-Kandidaten wurden alle Listen-Kandidaten bestätigt.

Als Kandidaten für den Waldkraiburger Stadtrat treten an:

Richard Fischer (64 Jahre, 2. Bürgermeister Waldkraiburgs) 2. Christine Blascheck (70, Stadträtin, Referentin für Arbeit+Soziales) 3. Alexander Will (66, Stadtrat, Betriebsleiter) 4. Anneliese Will (59, Stadträtin, Altenpflegerin), 5. Hüssein Cabuk (38, Dipl.-Ingenieur) 6. Martina Arnusch-Haselwarter (53, Fußpflegerin) 7. Fritz Stamp (57, Hausmeister) 8. Andrea Langstein (41, Dipl.-Betriebswirtin) 9. Markus Sedlaczek (46, Schüler) 10. Heidi Janka (49, Angestellte) 11. Christian Hinkelmann (43, Betriebsrats-Vorsitzender), 12. Susan Lärm (32, Hausfrau) 13. Kurt Dobrauer (59, Betriebsrats-Vorsitzender) 14. Ernst Hradek (58, Angestellter) 15. Wolfgang Rakowitz (41, Rettungssanitäter) 16. Jürgen Zabelt (57, Krankenpfleger) 17. Muhamed Yigit (27, Produktionsplaner) 18. Raphael Fackelmann (20, Selbstständiger) 19. Herbert Cszapo (58, Busfahrer) 20. Markus Lärm (35, Industriemechaniker)

hs/Pressemitteilung SPD OV Waldkraiburg

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