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Waldkraiburger über seinen dritten Kino-Streifen

Der Wilde Westen in Bayern: So will Filmemacher Mark Lohr mit „Hopfen, Malz und Blei“ durchstarten

Bei der Filmpremiere in München: (von links) Florian Blädel, Corinna Blädel, Joel Akgün, Produzentin Gabriele Lechner, Mario Pruischütz, Lea Liebhart und Filmemacher Mark Lohr.
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Bei der Filmpremiere in München: (von links) Florian Blädel, Corinna Blädel, Joel Akgün, Produzentin Gabriele Lechner, Mario Pruischütz, Lea Liebhart und Filmemacher Mark Lohr.

Den Wilden Westen hat Filmemacher Mark Lohr mit seinem dritten Kinofilm „Hopfen, Malz und Blei“ direkt in die bayerische Heimat geholt. Doch wie schon bei seinem vorherigen Film, hat er die Rechnung ohne Corona gemacht. Jetzt plant er einen Neustart, sobald es die Situation wieder zulässt.

Waldkraiburg – Mehr Pech kann man fast nicht haben: Mark Lohrs zweiter Film ging wegen der Corona-Regeln nach dem ersten Lockdown unter, der Filmstart von „Hopfen, Malz und Blei“ fiel direkt in die Zeit, als im vergangenen Herbst die Zahl der Kinobesucher drastisch eingebrochen ist. „Die Premiere lief noch super, aber dann gingen durch die 2G-Regel die Besucherzahlen bayernweit um etwa 90 Prozent zurück“, sagt Lohr. Deshalb hat der Verleih den Film nach kurzer Zeit wieder zurückgezogen. Einerseits schade, andererseits ist Mark Lohr damit um eine Erfahrung reicher.

Maximum rausholen

„In Waldkraiburg war der Film zeitweise der meistbesuchteste Film – noch vor James Bond“, sagt er. Auch das Feedback der Kinobesucher zeigt ihm, dass zwar das „Produkt top“, es aber einfach eine „schlechte Zeit“ war. Deshalb will er den Film ein zweites Mal ins Kino bringen, sobald die Zahlen wieder passen. Bis dahin will er die Zeit nicht ungenutzt lassen. „Wir wollen nun das Maximum aus dem Film rausholen, und dabei hilft uns das Feedback der Besucher“, erklärt er.

Mit „Hopfen, Malz und Blei“ konnte sich Mark Lohr zum ersten Mal kreativ richtig ausleben – mit Unterstützung der Münchner Produktionsfirma Camgaroo Productions. Produzentin Gabriele Lechner war von seiner Filmidee überzeugt und bot ihm diese große Chance. Mark Lohr und Gabriele Lechner bedauern beide, dass der Film so von den externen Faktoren ausgebremst worden ist.

Bis zum Neustart hat Mark Lohr noch einiges zu tun, auch ein „Making of“ ist geplant. „Jetzt wollen wir auch das Außenrum noch weiter ausbauen, um den Film besser an die Leute zu bringen.“ Dabei würden ihm immer wieder neue Ideen kommen.

Neue Ideen hat er auch schon, was er als Nächstes für die Leinwand umsetzen will. Sein Traum: eine Fortsetzung von Hopfen, Malz und Blei. „Die Charaktere sind da. Die Ideen sprießen nur so. Die Reise hat begonnen, noch mehr aus der Geschichte rauszuholen.“ Dafür sammelt er jetzt fleißig Ideen, bleibt aber zweigleisig. Denn eine Fortsetzung ist abhängig vom Erfolg des ersten Teils. „Ich lege da jetzt nicht das komplette Gewicht darauf. Auch wenn ich natürlich darauf hoffe.“ Parallel dazu entwickelt er die Idee für einen zweiten Film, über den er zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nichts sagen will.

Regisseur, Kameramann oder Produzent – Mark Lohr hat in seinen bisherigen Filmen viele Aufgaben in Personalunion ausgeführt. Die ersten beiden Filme hat er sogar mit kaum Budget ins Kino gebracht. Erfahrungen, die ihn in seinem weiteren Schaffen auch geprägt haben.

Einen Schritt weiter gehen

„Im No-Budget-Bereich muss man sich mit allem auskennen und einen breiten Überblick über alle Jobs haben.“ Jeden Bereich habe er durch seine No-Budget-Filme kennengelernt, sich immer durchgeboxt. Doch jetzt ging es einen Schritt weiter. „Diese Phase ist jetzt durch. Endlich habe ich ein Team und die Unterstützung, die man braucht, um seine Visionen umzusetzen. Wir wollen uns trotzdem weiter steigern, keinen Schritt zurückgehen und unsere Möglichkeiten breit aufstellen.“

Sein Traum sei es, durch den Film mehr Unterstützer zu finden, ein breiteres Netzwerk aufzubauen. „In die Filmförderung reinzukommen, das wäre was. Ich bin gespannt, was passiert, wenn die richtigen Leute den Film sehen.“ Jetzt hofft der Filmemacher auf mehr Lockerheit in den Kinos, damit „Hopfen, Malz und Blei“ beim Neustart richtig durchstarten kann.

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