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Katzen- und Hundefutterhersteller mit Sitz in Waldkraiburg

Katzen- und Hundefutter aus Insekten? - „Darauf bin ich sehr stolz“

Jens Kern, der Geschäftsführer und Gründer von „Mjamjam Petfoods“.
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Jens Kern, der Geschäftsführer und Gründer von „Mjamjam Petfoods“.

Katzen- und Hundefutter aus Insekten, damit ist der Katzen- und Hundefutterhersteller „Mjamjam“ erfolgreich. Seine Anfänge waren in Ampfing und Waldkraiburg. innsalzach24.de hat ihn besucht.

Massing/Waldkraiburg - „Unser Katzen- und Hundefutter mit Insekten als Proteinlieferant, darauf bin ich sehr stolz. “, berichtet Jens Kern, Geschäftsführer und Gründer von „Mjamjam Petfoods“ im Gespräch mit innsalzach24.de. Getrocknete Mehlwürmer liefern die Fleischergänzung im „Mjamjam“-Futter. „Die Öko-Bilanz dabei ist beachtenswert. Der Ersatz von Fleisch als Proteinlieferant durch Insekten kann Umweltprobleme durch die Fleischproduktion mildern. Insekten benötigen nur zwei Kilo Futter für eine Gewichtszunahme von einem Kilo. Ein Rind braucht dafür zehn Kilo. Sie liefern 2,5 mal mehr Protein und 2,7 mal mehr Energie als Rindfleisch“, berichtet er sichtlich begeistert.

Mehlwürmer werden derzeit als neuartiger Proteinlieferant entdeckt Sie wurden Anfang Mai 2021 auch als Lebensmittel für Menschen in der EU zugelassen, sie sollen zu einem nachhaltigeren Lebensmittelsystem beitragen. Die Tiere werden in der Regel in speziellen „Farmen“ bei hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit gezüchtet. Zur Ernte werden sie bei Negativtemperaturen in einen „Winterschlaf“ versetzt und schließlich schockgefroren.

Massinger Katzen- und Hundefutterhersteller „Mjamjam“ - Anfänge in Ampfing und Waldkraiburg

2004 kam er aus dem Raum Kaiserslautern für seine Tätigkeit bei einem Tierfutter-Hersteller aus der Kreisstadt Mühldorf am Inn in die Region. Dort war er für Rezepturentwicklung, Markengestaltung und -Einführung zuständig. „2015 kam der Entschluss, sich selbständig zu machen. Los ging es in einer kleinen Halle im Gewerbegebiet von Ampfing, dann kam der Umzug nach Ebing. Inzwischen ist dort nur noch unsere Geschäftsanschrift, die Entwicklung und Produktion findet hier statt.“ Ein eigenes Team entwickelt dort auch neue Rezepturen. „Diese werden dann in Tierheimen getestet. Die Akzeptanz ist das A und O.“

„Nachhaltig, ökologisch, umweltschonend - Das wird gefordert“, Kern ist selbst Hunde- und Katzenbesitzer. Zwei neun und fünf Jahre alte Labradore und ein 21 Jahre alter Kater sind Teil der Familie. „Die Leute setzen sich heutzutage viel mehr mit der Ernährung ihrer Haustiere auseinander. Die recherchieren teils stundenlang, welches Futter die beste Versorgung mit Nährstoffen gewährleistet.“ Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln ist, gerade in der Corona-Krise, enorm gestiegen, wovon auch heimische Erzeuger profitieren. „Was man sich selbst gutes tut, dass will man auch für sein Haustier.“ 

Wie kommt man auf den Markennamen?


„Die Heimtierbranche explodiert in der Corona-Krise förmlich. Wenn man den Statistiken glauben darf, gab es im letzten Jahr eine Zunahme von einer Million mehr Katzen und 600.000 Hunden auf nun 14,7 Millionen gehaltener Katzen und 10,1 Millionen Hunde“, so Kern. „Die Nachfrage nach gutem Futter ist da enorm. Wir sehen uns teils mit Herstellungskapazitäts- beziehungsweise Lieferengpass-Problemen konfrontiert.“

Wie kommt man auf den Markennamen „Mjamjam“? - „Die Suche nach einem guten Markennamen, das ist wie die Suche nach einem Namen für‘s erste Kind“, so Kern. „Den Namen verdanken wir meinem Erstgeborenen“, so der Vater dreier Kinder. „‘Mjamjam ist das gut‘ so habe ich ihm sein Essen schmackhaft zu machen versucht, wenn er es mal nicht wollte. Da kam mir eines Tages der Geistesblitz: ‚Das ist doch der ideale Markenname.“

hs

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